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Entlarvung, Fettrüsten und Katzen in Ketten

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Jan Mohnhaupt: Tiere im Nationalsozialismus, Hanser Verlag 2020 € 22.-

Tiere leben mit Menschen. Manchen schenken wir unser Vertrauen. Sie verrichten Arbeit und sind Nahrungsquelle, Begleiter und treue Freunde. Tiere erobern unser Herz. Der Umgang mit einem Tier ist selbstverständlich und alltäglich. Wie sich die Nationalsozialisten gerade diesem Tier-Mensch Verhältnis angenommen und ihre Ideologie damit bis in den letzten Winkel aller Haushalte positioniert haben, belegt Jan Mohnhaupt kenntnisreich in diesem Sachbuch. Schon in seinem ersten Buch Der Zoo der Anderen. Als die Stasi ihr Herz für Brillenbären entdeckte und Helmut Schmidt mit mit Pandas nachrüstete trug Mohnhaupt zusammen, wie mit Berliner Zoos Politik gemacht wurde. In Tiere im Nationalsozialismus geht er einen Schritt weiter und nimmt sich Tieren und Menschen im privaten Lebensbereich an, und zeigt dabei auch die Synergien zwischen nationalsozialistischer Politik, ideologischer Wissenschaft und Erziehung auf.

Winterpferde

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Philip Kerr, Winterpferde, Rowohlt 2015 € 16,99

Das Buch spielt im Zweiten Weltkrieg im Jahr 1941 in der Ukraine. Es geht um ein jüdisches Mädchen names Kalinka. Kalinka ist aus Dnipropetrowsk geflohen, wo ihre Familie von Deutschen getötet wurde. Sie gelangt u de Naturreservat Askania-Nova, wo der Tierpfleger Max als Einziger geblieben ist, nachdem die deutschen SS-Truppen das Reservat eingenommen haben und als Stützpunkt benutzen. Max liebt Tiere sehr. Vor allem mag er aber die Prezwalski Pferde. Sie sind sehr seltene, schlaue und scheue Urpferde, vor denen Max großen Respekt hat. Kalinka versteht sich gut mit den Pferden. Aber eines Tages werden einige Pferde von den Deutschen erschossen. Kalinka kann sich mit dem Leithengst Temüdschien und der Stute Börte retten.  Elli, 12 Jahre