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Vom 15. Februar bis zum 29. März zeigt der Buchpalast Original-Illustrationen und Skizzen von Susanne Straßer.

Ihre Bücher erzählen vom Wal in der Wanne oder von Igel, Fuchs, Esel, Pelikan und Krokodil, die den Schlaf suchen, vom Elefanten auf der Wippe oder vom Bären, der trotz seiner Größe zu einem Kuchen im Fenster nicht hinaufreichen kann. Unverwüstliche Pappbilderbücher, die minimalistisch inszeniert mit der von den Allerkleinsten geliebten Schleife der Wiederholung spielen. Mal leert sich das Bett. Mal füllt sich die Wanne. Mal bauen die Tiere eine Leiter und werden sie auf der Wippe den Gewichtsausgleich finden? Mühelos stapelt Strasser Tiere auf engstem Raum. Ihre Mimik erzählt Geschichten. Die klaren, gemütlichen oder atemraubenden Kompositionen werden lautmalerisch begleitet von schwipp und  schwapp, schlurf oder taps. Sie rennen und rollen, genießen und küssen, vor-, hinter-, über- und ineinander. Auf den ersten Blick ruht das Auge auf dem klaren Bild, dessen Dynamik sich erst auf den zweiten Blick offenbart. Und auch beim hundertsten Lesen entdeckt man noch Neues. Hier ist der Beweis: Geschichten für Zweijährige können auch Vorleser richtig mitreißen.

Susanne Straßer: Der Wal nimmt ein Bad, Peter Hammer Verlag 2018 € 14,90

Wanne, Wal, Wasserhahn. Shampoo und Handtuch liegen bereit. Leise tropft Wasser von der Schwanzflosse in eine Lache neben den Fussläufer. Quietscheentchen schaukelt still im Seifenschaum. Da platzt eine Schildkröte herein. Das Auge des eben noch tiefenentspannten Wales öffnet sich und der Text ist vorprogrammiert. Straßer hält ihn als Ergänzung für Vorleser bereit. Ihre Bilder sind auch ganz ohne Text großes Kino. Wo die Tür nun einmal offen ist und der gutmütige Wal jeden gewähren lässt wird es bald eng in der Wanne. Glücklicherweise gibt es für alles eine Lösung!

Susanne Straßer: So müde und doch hellwach, Peter Hammer Verlag €14,90

Auch der dritte Band in der wunderbaren "so"-Reihe ist seiner sparsamen Erzähltkunst von Bild und Text eine Augenweide. Die Mannschaft der Tiere liegt im Bett versammelt. Von kleinsten Igel bis zum großen Krokodil haben sie ihre Schwänze und Pfoten umeinander gelegt. Die Augen schon geschlossen. Nur einer muss nochmal auf Klo und robbt aus dem Bett. Nun fehlt dem Krokodil der Kuschelpartner. Es liegt wach und denkt ans Zähneputzen. Vergessen! Schnell nochmal ins Bad. So leert sich das Bett, bis auch der letzte durch die Tür entschwindet. Hinter der nächsten Tür liegt das Bett des Kindes, in dem sich alle wiederfinden.  Aber so können alle auch nicht schlafen....Einschlaf-Pappbücher gibt es in vielen Variationen. Bei diesem ist das Einschlafen im eigenen Bett am Ende ohne viel Tam-Tam garantiert.