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Hardinge, Frances: Schattengeister, Verlag Freies Geistesleben 2020 € 22,00

In dem Buch geht es um ein Mädchen, das Geister in sich aufnehmen und dann mit ihnen reden kann. Als sie wegen einem tragischen Ereignis zu ihrer Familie väterlicherseits geschickt wird, vor der ihre Mutter weggerannt ist, erfährt sie immer mehr über ihre Gabe und stößt dabei auch auf ein riesiges Familiengeheimnis. Die Geschichte spielt in England in der Zeit, in der sich die Parlamentarier gegen den König stellten und Krieg herrschte. Die geschichtlichen Ereignisse und Hintergründe, die dabei mit in das Buch einfließen, wirken sauber recherchiert und fügen sich gut in die Handlung mit ein. Auch die etwas gehobenere Sprache lässt die Geschichte realistischer wirken und passt in die Zeit, in der das Buch spielt. Die einzelnen Charaktere wirken realistisch und waren gut ausgestaltet. Nur einige wenige Personen waren zu einseitig böse. Die Handlungen der Hauptfigur waren meistens logisch nachvollziehbar. Allerdings war die Geschichte öfter vorhersehbar, wodurch die Überraschung der Charaktere eher künstlich wirkte. Vor allem am Anfang wurden Orte und die allgemeinen äußeren Umstände nicht besonders gut beschrieben, sodass die Stimmung des Buches dem Leser nicht richtig übermittelt wurde. Die Geschichte an sich war nicht langweilig und hatte einen strukturierten Aufbau. Allerdings hätte das Ende spannender sein können, was auch wieder daran liegt, dass die Stimmung des Buches zu schwach ausgeprägt war. Insgesamt ist es ein sprachlich gutes Jugendbuch, das aber teilweise vorhersehbar und nicht spannend ist.

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