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Christelle Dabos: Die Spiegelreisende 01. Die Verlobten des Winters, Insel Verlag 2019 € 15,99

Die Spiegelreisende - Die Verlobten des Winters ist der erste Teil einer Reihe und spielt in einer fiktiven Welt, in der die Erde, die wir kennen, in viele Teile auseinander gefallen ist.  Seitdem leben die Menschen auf so genannten Archen, zwischen denen man nur mithilfe von Zeppelinen oder ähnlichem reisen kann. Die Verlobten des Winters ist der Debütroman der französischen Autorin Christelle Dabos. Die Welt wurde sehr gut beschrieben und ist dadurch, dass sie von der Zeit her an das 20. Jahrhundert erinnert, auch nicht die klassische mittelalterliche Fantasygeschichte.

Das Buch hat einen strukturierten Aufbau und es bleibt immer eine gewisse Grundspannung erhalten, da die Hauptperson Ophelia mehr oder weniger freiwillig herumreisen muss und an verschiedene Orte kommt, die sich stark voneinander unterscheiden. Außerdem ist das Buch durch viel unvorhersehbare Wendungen nicht vorhersehbar. Ophelia ist ein schüchternes Mädchen, dass von vielen als seltsam angesehen wird. Ich fand die Hauptcharakterin sehr gut ausgestaltet und konnte ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen. Genauso gut fand ich ihren Verlobten Thorn. Beide Personen passen in keine Klischeerolle, die man aus anderen Büchern kennt. Alle anderen Charaktere sind ebenfalls mit Liebe zum Detail ausgearbeitet. Sprachlich ist das Buch angenehm zu lesen und der Sprachstil, der auch einige nicht alltägliche Wörter beinhaltet, passt zum Buch und der Welt. Die Geschichte wird aus Ophelias Sicht erzählt. Das Cover fand ich persönlich nicht besonders ansprechend, was aber auch der einzige Kritikpunkt ist. Der Klappentext macht neugierig und man erfährt nur wenig über den Inhalt des Buches. Zusätzlich dazu gibt es in dem Buch noch ein Lesezeichen, das die wichtigsten Hauptcharaktere auflistet und jeweils eine kurze Beschreibung der Person abgibt, die jedoch nichts über den Verlauf der Geschichte verrät. Insgesamt ist es ein etwas anderer Fantasyroman, der ein offenes Ende hat und neugierig auf den zweiten Teil macht. Juliana, 14 Jahre

Vor ewigen Jahren wurde die Welt zerschlagen. Jetzt schweben die einzelnen Teile als sogenannten Archen über dem Erdkern. Jede Arche wird von einem Familiengeist geführt und die Bewohner der verschiedenen Archen beherrschen verschiede magische Fähigkeiten. Ophelia stammt von der Arche Anima. Ihre Fähigkeit ist es durch Spiegel zu gehen und die Vergangenheit von Dingen zu lesen. Sie lebt ein ruhiges Leben als Museumsleiterin, was nur durch die Versuche ihrer Mutter ihr einen Ehemann zu finden gestört wird. Doch dann wird ihr Leben mit einem Schlag auf den Kopf gestellt, als sie erfährt, dass sie mit einem Mann von einer anderen Arche verheiratet werden soll. Diese Verlobung abzubrechen würde Schande über ihre gesamte Arche bringen. Doch Ophelia ist nicht zuversichtlich, dass sie diesen Mann lieben lernen wird. Schon auf dem Luftschiff zum Pol zeigt sich ihr Verlobter Thorn nicht sehr gesprächig. Ihre Ankunft am Pol ist nicht gerade herzlich. Ihr Ankommen wird verheimlicht und niemand beantwortet ihr ihre Fragen. Warum wurde ausgerechnet sie für die Hochzeit ausgewählt? Wieso gibt es auf dem Pol mehrere Familien mit unterschiedlichen Fähigkeiten, wohingegen es auf den anderen Archen es immer nur eine große Familie gibt? Wieso sind alle Familien verfeindet? Was hat der Familiengeist Faruk, der von der einen Hälfte verehrt und von der anderen gefürchtete wird, mit alldem zu tun? Und wem kann Ophelia überhaupt vertrauen?
Eine unglaublich spannende Geschichte, die einen in eine nagelneue Welt bringt. Es ist ein fabelhafter Auftakt zu einer neuen Trilogie. Ich habe ihn direkt mehrmals gelesen um die Wartezeit bis der zweite Teil herausgegeben wurde und jedes Mal neue fesselnde Details entdeckt. Mit vielen vielseitigen Charakteren, wundersamen Orten und gefährlichen Gegnern. Ein wirklich sehr zu empfehlendes Buch, für alle die sich gerne in Fantasy Welten verlieren, mit den Charakteren mitfiebern und Magie spüren wollen! Anna, 17 Jahre