London, September 1949: Ella und ihre Familie suchen wie viele andere vor den deutschen Bomben Schutz in Londons U-Bahn System. Dort schlafen sie wie Sardinen zusammen gequetscht auf den Gleisen, während sie tagsüber wie üblich arbeiten müssen. Gerade als Ella ihren neuen grauen Alltag akzeptiert hat, trifft sie auf Jay, ein Straßendieb, und Quinn, die von Zuhause geflohen ist. Zusammen mit diesen findet sie trotz des Krieges neue Lebensfreude. Durch ihre persönliche und einfühlsame Art schafft es Anna Woltz den Alltag von Jugendlichen im Krieg dem Leser auf einzigartige Weise näher zu bringen. Es geht nicht nur um das Kriegsgeschehen, sondern um alltägliche Dinge zur Zeit des Krieges und die Opfer, die er mit sich bringt. Durch Anna Woltz Art die Lebenssituation von Ella und ihren Mitmenschen zu erzählen, ist das Buch nicht nur irgendeine Geschichte aus dem zweiten Weltkrieg, sondern eine über das Alltagsleben im Krieg, das sich auch auf aktuelle Kriege übertragen lässt. Cosima, 16 Jahre
In the middle of nowhere steigt das Stadtkind Elena aus dem Zug. Ihre Mutter hat sich nach Indien verabschiedet und ihre Tochter vier Wochen zu ihrer Schwester, deren Partner und dessen Kinder verfrachtet, dem gleichaltrigen, vierzehnjährigen Atlas und der elfjährigen Kennedy.
Behutsam entwickelt sie in Hundert Stunden Nacht drei jugendliche Charaktere auf ihrer Suche nach Unabhängigkeit, ja Freiheit, die sich erst im Schutz der Dunkelheit, nachdem ein Orkan sie in New York zwangsweise zusammenrücken lies, entfalten kann.