Die Spiegelreisende spielt in einer fiktiven Welt, in der die Erde, die wir kennen, in viele Teile auseinander gefallen ist. Seitdem leben die Menschen auf so genannten Archen, zwischen denen man nur mithilfe von Zeppelinen oder ähnlichem reisen kann. Die Verlobten des Winters ist der Debütroman der französischen Autorin Christelle Dabos. Die Welt wurde sehr gut beschrieben und ist dadurch, dass sie von der Zeit her an das 20. Jahrhundert erinnert, auch nicht die klassische mittelalterliche Fantasygeschichte. Das Buch hat einen strukturierten Aufbau und es bleibt immer eine gewisse Grundspannung erhalten, da die Hauptperson Ophelia mehr oder weniger freiwillig herumreisen muss und an verschiedene Orte kommt, die sich stark voneinander unterscheiden. Außerdem ist das Buch durch viel unvorhersehbare Wendungen nicht vorhersehbar.
Ophelia ist ein schüchternes Mädchen, dass von vielen als seltsam angesehen wird. Ich fand die Hauptcharakterin sehr gut ausgestaltet und konnte ihre Gefühle und Handlungen nachvollziehen. Genauso gut fand ich ihren Verlobten Thorn. Beide Personen passen in keine Klischeerolle, die man aus anderen Büchern kennt. Alle anderen Charaktere sind ebenfalls mit Liebe zum Detail ausgearbeitet. Sprachlich ist das Buch angenehm zu lesen und der Sprachstil, der auch einige nicht alltägliche Wörter beinhaltet, passt zum Buch und der Welt. Die Geschichte wird aus Ophelias Sicht erzählt.
Das Cover fand ich persönlich nicht besonders ansprechend, was aber auch der einzige Kritikpunkt ist. Der Klappentext macht neugierig und man erfährt nur wenig über den Inhalt des Buches. Zusätzlich dazu gibt es in dem Buch noch ein Lesezeichen, das die wichtigsten Hauptcharaktere auflistet und jeweils eine kurze Beschreibung der Person abgibt, die jedoch nichts über den Verlauf der Geschichte verrät. Insgesamt ist es ein etwas anderer Fantasyroman, der ein offenes Ende hat und neugierig auf den zweiten Teil macht. Juliana, 14 Jahre
Ophelias wahre Identität wurde nun endlich am Pol enthüllt. Doch das bedeutet, dass sie jetzt Faruk, dem Familiengeist vorgestellt wird. Ein weißer Riese, mit einem unglaublich schlechtem Gedächtnis und dem Verhalten eines Kindes. Und dieser muss ausgerechnet sie zur Vize-Erzählerin des Hofes machen. Als ob sie es nicht schon schwer genug hat, sich an ihr Leben am Hof zu gewöhnen, erhält sie plötzlich einen Drohbrief, der mit der Zeile endet: Gott will Euch hier nicht. Wer auch immer diesen Brief geschrieben hat weiß, welche Fähigkeiten sie hat, aber er lässt sich auf niemanden zurückführen. Und dann stehen noch Ophelias Verwandten vor der Tür. Als dann noch wichtige Personen aus dem Mondscheinpalast verschwinden und Faruk Ophelia beauftragt, die Verschwundenen zu suchen, ist das Rezept für das Chaos komplett. Wieder steht Ophelia vor einem Haufen Fragen, die ihr niemand beantworten kann. Wer hat diese Drohbriefe geschrieben? Und wer ist dieser Gott? Wieso sind die Bücher der Familiengeister nicht lesbar? Wer ist für das Verschwinden der Persönlichkeiten verantwortlich? Und gibt es immer noch niemand, dem sie vertrauen kann? Der zweite Teil der Spiegelreisenden-Saga führt den Leser noch tiefer in die Welt des Pols. Mit immer verzwickteren Intrigen und mystischeren Illusionen. Es geht noch fesselnder weiter als im ersten Teil. Der Leser wird noch tiefer in die fantastische Welt hineingezogen und kommt einigen Antworten näher. Ich habe den zweiten Teil innerhalb weniger Tage komplett verschlungen. Mit neuen Charakteren, gefährlicheren Gegnern und neuen unergründeten Orten. Der zweite Teil schließt direkt an den ersten an. Zu empfehlen für alle, die schon den ersten Teil geliebt haben und sich in dieser Welt liebend gerne verloren haben. Für Magie und Fantasy Begeisterte, die eine neue Welt kennenlernen wollen! Anna, 17 Jahre