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nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2021, Jugendjury

Jurybegründung: Eine großartig erzählte und einfühlsam gezeichnete Erzählung über ein dunkles und wenig bekanntes Kapitel der amerikanischen Geschichte. Der Schauspieler George Takei, bekannt durch die Serie Raumschiff Enterprise, berichtet rückblickend über seine Kindheit in den 1940er Jahren in den USA: Nach dem Angriff auf Pearl Harbor werden über Nacht amerikanische Bürger mit japanischer Abstammung zu Feinden des amerikanischen Volkes erklärt und stehen unter Terrorismusverdacht. Sie werden in Internierungslager verschleppt – vier Jahre lang unter unwürdigen Bedingungen, 120.000 Menschen! Takei erzählt mit kindlicher Emphase vom Alltag im Lager, von Konflikten, riskanten Spielen und Abenteuern. Als Kind war er sich der Gefahr der Situation nicht bewusst. Gerade dieser unschuldig naive Blick lässt erkennen: Es handelte sich um rassistisch motivierte Internierung, Unterdrückung und Freiheitsberaubung. Die behutsamen schwarz-weiß Zeichnungen von Harmony Becker sorgen für emotionalen Abstand, gewähren aber durch die sehr genauen und plastischen Gesichtsausdrücke gleichzeitig einen tiefen Einblick in das Gefühlsleben der Figuren. Das verstärkt die Spannung zwischen der Erzählhaltung und dem Dargestellten. Ein Lehrstück gegen Rassismus.

George Takei: They called us Enemy, Cross Cult 2020 € 25,00

Kindheit im Internierungslager

Diese Graphic Novel erzählt von der Kindheit George Takeis, die er in einem amerikanischen Internierungslager verbrachte. Nach dem Angriff Japans auf Pearl Habour wurden alle Menschen japanischer Herkunft in Amerika rassistisch verfolgt, in Lager verfrachtet und eingesperrt. Die Geschichte erzählt aus verschiedenen Perspektiven, dem kindlichen wie dem erwachsenen Verständnis, und spielt mit Zeitsprüngen, die aber immer verständlich und passend sind. Ein in der Jugendliteratur bisher kaum in Erscheinung getretendes Themas, das heute erneut an Aktualität gewinnt. Am Ende nimmt Takei Bezug auf die Gegenwart, indem er zeigt, wie wichtig es ist, sich für Randgruppen in der Gesellschaft einzusetzen und für den Erhalt von Demokratie zu kämpfen.

In der Graphic Novel geht es um den StarTrek- Schauspieler George Takei, der seine Kindheit in einem amerikanischen Internierungslager beschreibt. Dorthin wurden alle Japaner, die in Amerika lebten, verfrachtet, nachdem japanische Soldaten Pearl Harbor angriffen. Da er noch ein Kind war und die Situation noch nicht richtig verstehen konnte, war dies für George aber keine durchwegs schlechte Erfahrung. Während seine Eltern sich viele Sorgen machten, nahm er das ganze als weitestgehend selbstverständlich wahr. In dem Buch gibt es mehrer Zeitsprünge von der Gegenwart in seine Kindheit und in seine Jugend. Diese sind aber immer sehr verständlich und passend. Die Graphic Novel erzählt von einem sehr wichtigen Thema, das viel zu selten angesprochen wird und nimmt dabei auch Bezug auf die Gegenwart, indem es zeigt, wie wichtig Demokratie ist und was passieren kann, wenn diese untergraben wird. Juliana, 16 Jahre

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Die Graphic Novel erzählt von der Kindheit des japanischen Star-Trek Schauspielers George Takei. Nach dem Angriff auf Pearl Harbor im 2. Weltkrieg wurde seine Familie in ein Internierungslager eingewiesen, da alle Japaner, selbst wenn sie in Amerika geboren wurden, als Feinde des Landes galten.Trotz der tragischen Situation ist es schön, dass seine Eltern versucht haben, ihm und seinen kleinen Geschwistern eine unbeschwerte Kindheit zu geben. Erst im Nachhinein merkte Takei, wie beleidigend und schmerzhaft diese Situation für seine Eltern war. Das Buch ist sowohl berührend als auch informativ und lässt sich dadurch, dass es ein Graphic Novel ist, einfach und schnell durchlesen. Cosima, 13 Jahre

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Header: mit freundlicher Genehmigung des Verlages Cross Cult. © Takei, They called us enemy