Articles tagged with: Oppel

Feindliche Übernahme

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Kenneth Oppel: Bloom, Beltz & Gelberg 2020 € 16,95

Nach einem Regen, beginnt überall schwarze Gras zu sprießen und rasant zu wachsen. Die Pflanze entwickelt Stacheln und fleischfressende Mäuler, in denen giftige Säure und ein Schlafgas schwappt. Sie zerstört alles und jeden. Bestenfalls reagieren die Menschen mit allergischem Auschlag. Nur drei Jugendlichen kann dieses Gewächs nichts anhaben. Sie waren starke Allergiker und scheinen jetzt, invertiert, von allen Plagen geheilt. Todesmutig nehmen sie den Kampf mit der Pflanze auf, bei der sich bald herausstelllt, dass sie extraterrestrischen Ursprungs ist. Ebenso die Jugendlichen, denen Krallen, Schwänze und Federn zu wachsen beginnen. Haben Außerirdische sie eingeschleust? Handelt es sich um eine feindliche Übernahme der Erde. Die Geschichte, die viele spannungsgelandene, bildmächtige Actionszenen zu bieten hat, bleibt hier offen. Am Ende, nach gelungenem Sieg über die Pflanze in letzter Minute, beginnt es erneut zu regnen. Riesige Wassertropfen beliben auf der Erde liegen, ohne zu zerplatzen. Aus ihnen scheint etwas zu schlüpfen. Eine geradlinige Apoklaypse, die nach einer Fortsetzung ruft.

Für Furchtlose

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Kenneth Oppel: Das Nest, Dressler 2016 € 12,99

Oppels thematisches Spektrum ist groß und er vermag jedes Mal von Neuem zu überraschen. Nach einem Wespenstich träumt Steve regelmäßig von der Wespenkönigin, die ihn in ihr Nest lockt und ihm erzählt, seinen kranken Babybruder gegen einen neuen, gesunden Bruder zu ersetzen. Noch hängt er verpuppt in den Waben des Nestes und sieht zum Fürchten aus. Im Traum verspricht Steve der Königin zu helfen, denn er seht sich nach Normalität, in der Realtät versucht er, diese Träume loszuwerden und mit der schwierigen Familiensituation klar zu kommen. Das gruselige Szenario von kindlicher Verarbeitung eines Traumas packt von der ersten Seite und läuft um großen Showdown auf, bei dem am Ende alles gut wird. Nichts für schwache Nerven!

Affenbruder

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Kenneth Oppel, Affenbruder, Beltz & Gelberg 2015 € 17,95

Das Buch zeigt, dass Schimpansen den Menschen sehr ähnlich sind, man sie aber nicht zu Menschen machen kann. Es geht um eine Familie, die ein Schimpansenbaby aufnimmt, um ihm die Gebärdensprachen beizubringen. Im Rahmen dieses wissenschaftlichen Projektes helfen der Familie Studenten. Die Geschichte wird aus der Perspektive von Ben erzählt. Er ist der Sohn von Dr. Richard Tomlin und Susan Tomlin. Seine Eltern sind Wissenschaftler. Am Anfang findet Ben es doof, dass seine Familie das Affenbaby Zen aufgenommen hat, weil sie dafür umziehen mussten. Ben lernt den Nachbarsjungen Tim kennen und möchte mit ihm auf die staatliche Schule gehen. Doch sein Vater überredet Ben auf eine Privatschule zu gehen, auf der auch die Kinder von Richards Chef Godwin sind. Ben und seine Mutter mögen Zan gerne, derweil das Affenbaby für den Vater immer nur ein wissenschaftliches Projekt bleibt. Zan wird älter, größer, stärker und immer agressiver und der Vater entscheidet, dass Zan weg muss. Der Affe wird zu Jack Helson gegeben, der auf seine Farm andere Schimpansen hält. Helson will Zan gegen Geld an eine biomedizinische Stiftung verkaufen, die Tierversuche macht. Ben versucht Zan mit Hilfe von seiner Mutter, Tim und dem Studenten Peter zu befreien. Das Buch zeigt auch, dass Tiere oft als Versuchskanninchen gebraucht werden, obwohl man das eigentlich nicht machen sollte. Mir hat das Buch sehr gut gefallen. Elli, 11 Jahre