Articles tagged with: Computer

Mit Brabbelbot auf heißer Spur

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Jaromir Konecny: #Datendetektive 1. Roboter in Gefahr, Verlag Kosmos € 9,95

Einen Roboter einschulen? Darauf war die Schule nicht vorbereitet. Aber Lina läßt nicht locker, denn Brabbelbot ist eine künstliche Intelligenz, die unbedingt etwas lernen muss. Er erweist sich auch gleich als sehr hilfreich und rettet die Klasse vor einem gefährlichen Hund. So darf Brabbelbot in der Schule bleiben und bald eröffnet sich ein Computerproblem, ein Fall für die Datendetektive. In dieser neuen Serie verbindet Jaromir Konecny den Kinderkrimi mit viel Witz und Situationskomik, die dem eigenwilligen Lerneifer von Brabbelbot entspringt. Ganz nebenbei erklärt er was Daten sind und wie ein Künstliche Intelligenz die Welt sieht, lernt und viele weitere wissenswerte Dinge aus der Welt der Digitalisierung. Die Datendetektive werden eine Krimireihe, in der im Frühjahr 2021 die nächsten zwei Bände erscheinen werden. Die ersten beiden Bände erscheinen zur Veranstaltung

IT Welt superspannend, kurzweilig, witzig und visionär

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Tobias Schrödel: It's a Nerds World, Arena Verlag 2019 €13,00

Wie und durch wen formte sich IT eigentlich zu dem, was wir heute alle wie selbstverständlich benutzen: Computer, Spiele, Smartphone. Mail, Google, Facebook. Verschlüsselungen und Bitcoins. Superspannend, kurzweilig und witzig präsentiert Tobias Schrödel die Menschen, die Stück für Stück zum Wachstum digitaler Welten beitrugen. Ganz nebenbei erfahren die Leser über die Funktionsweisen digitaler Techniken, von Zufällen und Visionen der Erfinder, Gründer und Pioniere. Ein rundum gelungenes Buch zum immer Wiederlesen oder Vorlesen.

Reale und virtuelle Welten – wer weiß noch, wo wir uns aufhalten?

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nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2018, Jugendbuch

Karl Olsberg: Boy in a White Room, Loewe Verlag 2019 € 9,95

Es geht um den Jungen Manuel, der ohne Erinnerungen in einem weißen Raum aufwacht. Er kann nichts spüren, er kann nichts riechen. Wenn er spricht, dann "kommen die Wörter heraus", die er sagen will,  jedoch mit einer "Roboter-Stimme , die ganz sicher nicht seine ist. Es gibt eine sprachgesteuerte Machine, mit deren Hilfe er versucht, herauszufinden wer er ist. Plötzlich tritt ein Mann in das Zimmer und behauptet etwas Unglaubliches. Anmerkung vom Leser: Ich habe schon viele fantastische Bücher gelesen, doch dieses ist eines der Besten (auf jeden Fall Top 10). Erst baut es Spannung auf und dann gibt es ein vollkommen überraschendes Ende. Liam, 13 Jahre

Torsten Nesch bei Mixtvision

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Wir flitzen durch den strömenden Regen die Leopoldstraße entlang. Hier irgendwo soll sich der kleine aber feine Mixtvision Verlag befinden. Das Haus ist eine große Baustelle. Da zehn Bücherfresser unmöglich in den Fahrstuhl passen, nehmen wir die verwinkelten Treppen bis in den dritten Stock. Regenschirme und Gummistiefel bleiben besser vor der Wohnungstür. Wir hatten nicht erwartet, dass sich dahinter so großzügige, moderne Räumlichkeiten eröffnen würden. Gleich im Eingang bleiben wir an der Präsentationswand für Bücher hängen.  Ein langer Tisch zieht durch die Eingangshalle. Ein interessanant gestalteter Raum für Kunst mit Kaktus. Die Büros wirken trotz der dunklen Abendstunde durch ihre Glaswände lichtdurchflutet.

Krieg per Mausklick

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Foto: Torsten Nesch mit den Bücherfressern in München. Zum Interview

Thorsten Nesch, Der Drohnenpilot, Mixtvision 2015, € 13,90

Nach dem Schulabschluss weiß der 17-jährige Darius nichts mit seinem Leben anzufangen. Am Ende eines Computerspiels wird er aufgefordert, sich für einen Job bei der Spielefirma zu bewerben. Er hatte erwartet Spieletester zu werden, doch es wird ihm angeboten, Drohnenpilot zu werden. Ein gutbezahlter Job mit eigener Wohnung. Dafür muss er nur 12 Stunden vor dem Bildschirm sitzen und die Anweisungen seiner Vorgesetzten ausführen. So sehr er sich es wünscht, ihm bleibt nicht verborgen, dass die ferngesteuerten Drohnen nicht nur überwachen, sondern auch töten. Spannend schildert Torsten Nesch in diesem Buch die menschlichen Probleme computergesteuerter Kriegsführung. 

Alles muss ins Netz

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von der Jugendjury nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2015

Dave Eggers, Der Circle, Kiwi TB 2015, € 10,99

Von den Bücherfressern 2015 für den Deutschen Jugendliteraturpreis nomiert
Jurybegründung: Wollen wir in Zukunft in einer technisierten und vernetzten Welt leben, in der wir mit unseren Daten eine digitale Diktatur stützen? Dave Eggersʼ Roman ist erschreckend nah an der Realität. Der Circle ist sozusagen ein Zusammenschluss von Google, Facebook, WhatsApp und Amazon. Durch die fortschreitende Kommunikationstechnik entsteht eine Gesellschaft, die jedes Lebensdetail der gesamten Welt zugänglich macht. Persönliche Geheimnisse und Privatsphäre werden nicht gewahrt, alles wird mitgeteilt, kommentiert, bewertet.Der Text überzeugt mit einem fesselnden Plot, sodass man nicht mehr aufhören kann, zu lesen. Erschütternd konsequent zieht Eggers seine Dystopie in dieser digitalen Scheinwelt bis zum drastischen Ende durch. Die Oberflächlichkeit der Circle-Mitarbeiter spiegelt sich in der reduzierten Schlichtheit ihrer Sprache und der Eindimensionalität ihrer Charaktere wider. Ihre Haltung und die scheinbar schlüssigen Argumente, die sie zu ihrer Überzeugung führen, schmerzen beim Lesen. Dadurch setzt der Leser sich intensiv mit den Folgen einer gläsernen Gesellschaft auseinander und wird dazu animiert, den heutigen Medienkonsum kritisch zu hinterfragen.

Die Freiheit nehm ich mir

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Cory Doctorow: Little Brother, Rowohlt Tb € 9,99

Little Brother ist ein packender Thriller mit erstklassigem Thema. Es geht um die Technologien der heutigen, modernen Zeit, die auch für die Überwachungsindustrie entdeckt bzw. erfunden/verbessert wurden. So ist es dem Staat möglich, den kompletten Bürger zu erfassen, zu durchleuchten und ihn somit zu einem "gläsernen Menschen" zu machen. Man denke nur an die Speicherung von Einkaufslisten in den Computern des Supermarktes, die mögliche Überwachung der Telefone und die Erhebung von durchschnittlichen Zuschauerzahlen bei einer Fernsehsendung. Freddy, 16 Jahre