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Scott Stuart: Mein Schatten ist pink, Coppenrath Verlag 2021 €15,00

Warum sollten Jungs nicht pink mögen und Mädchen vielleicht blau? Als Lieblingsoutfit für den ersten Schultag wählt der Junge in dieser Geschichte das gelbe Kleid in dem er im kurzem Röckchen mit seinem rosa Schatten durchs Haus tanzt. Damit ist er ein wenig anders als sein verwunderter Papa, der ihn aber mit Zuversicht anschaut, denn vieles ist ja nur ein Phase. Das Wohlfühlgefühl des kleinen Jungen verfliegt, als wird er von seinen Klassenkameraden angestarrt und ausgelacht wird.
Traurig wünscht er sich einen ebensolchen blauen Schatten wie sein Vater, bis dieser ein pinkes Kleid anzieht und seinen Sohn in den Arm nimmt, ihn bestärkt, begleitet und zu ihm steht. Dieses Liebeserklärung öffnet das Herz und wirbt für Verständnis. Sie lässt den Jungen wachsen und weiter zu sich selbst finden. Die luftigen Reime beflügeln die verspielte Atmosphäre, die Liebe und Einzigartigkeit jedes Menschen und werfen Hemmungen in Bekleidungsfrage und Farbwahl über den Haufen. Und schließlich war rosa früher die Farbe der Jungs und blau die der Mädchen. So ist das Buch nicht nur eins für Jungs die das Rosa probieren möchten, sondern auch eins für Mädchen, die sich nicht trauen, vom Rosarot weg zu anderen Farben zu greifen.