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Kayla Olson: Sandcastle Empire, dtv 2020 € 17,95

In dem Buch geht es um eine Zukunft, in der aufgrund des Klimawandels eine große Ungerechtigkeit zwischen Arm und Reich herrschte. Doch den sogenannten Wölfen gelang es, die Reichen weltweit zu stürzen und sie zu töten oder in Lager zu sperren, wo die ehemalige Oberschicht Zwangsarbeit verrichten muss. Eden, die ebenfalls in eines dieser Lager gesperrt wurde, plant schon lange ihre Flucht. Eines Tages gelingt ihr diese. Zusammen mit drei weiteren Mädchen sucht sie die Insel Refugium, die einen neutralen Ort ohne Krieg darstellen soll. Das Notizbuch ihres Vaters leitet sie dorthin, doch stand darin nichts von all den Gefahren, die auf der Insel auf sie lauern.
Die Sprache des Buches ist einfach gehalten und es wird aus Edens Sicht erzählt. Eden wird als stark und rebellisch beschrieben, doch die meiste Zeit wirkte sie sehr naiv dafür, dass sie seit zwei Jahren in einem Krieg lebt. Die anderen Charaktere bleiben blass und klischeehaft. Einige Handlungen Edens waren sehr vorhersehbar und nahmen dadurch die Spannung aus dem Buch. Nur sehr wenige Geschehnisse in dem Buch waren überraschend. Die Welt war im Prinzip gut überlegt, doch die Beschreibungen zum Aufbau der Welt waren etwas kurz, sodass man nie ganz den Grund für den Krieg verstand oder wie die Wölfe es schafften, weltweit die Herrschaft an sich zu reißen. Auch sonst gab es in dem Buch einige Lücken, die mit Erklärungen über die Gesellschaft oder die Geschichte gefüllt hätten werden müssen, um das Buch glaubhafter und verständlicher zu machen. Das Ende bot ebenfalls nichts Neues, war vorhersehbar und nicht spannend. Insgesamt ist es ein Jugendbuch, das meist klischeehaft bleibt und durch zu knappe Beschreibungen teilweise unverständlich ist.

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