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Pija Lindenbaum: Luzie Libero, Verlag Beltz & Gelberg 2020 € 13,95

Luzie hat vier Onkel. Drei langweilige Onkel und einen, Tommy, den Luzie liebt, denn er weiß genau, was Luzie gefällt. Mal bringt er ihr eine tote Schlange im Glas mit, mal färbt er ihre Haare oder sie hüfen einfach nur zusammen in der Gegend herum. Eines Tages sitzt Günther bei Tommy und lässt sich von ihm die Haare schneiden. Luzie gefällt das gar nicht. Sie versucht, Günther zu ignorieren. Doch die Eifersucht wächst. Was Luzie auch tut, Günther bleibt. Günther stört. Günther ist langweilig, findet Luzie. Dabei kann er fantastische Saltos vom Zehnmeterbrett und lässt die Zimtschnecken im Ofen anbrennen. An diesem Tag liegt Tommy krank im Bett und Luzie, die Tommy gern Luzie Libero nennt obwohl er selbst nicht Fussball spielt,  beginnt mit Günther eine Fußballpartie. Tommy räumen sie später ins Tor, damit er nicht im Wege steht und Luzie wird Weltmeister. Das Eis ist gebrochen. Alles ganz wunderbar normal, also. Lindenbaum hat ein Händchen für eigenwillige, selbstbewusste Charaktere. Luzie, Tommy und Günther gestaltet sie lebendig in ihren Stärken und Schwächen und fern klassischer Rollenbilder. Sie hat sie in Bild und Text großartig und wie selbstverständlich in Szene gesetzt.