Vor 30 Jahren, am 9. November 1989, fiel die Mauer, die zur Teilung Deutschland führte, Familien trennte und vielen die Freiheit nahm. Was können wir erzählen, vom Leben mit der Mauer? Wir wollen anregen, Geschichte zu teilen und wieder in Erinnerung zu bringen. Dazu präsentiert der Buchpalast von Mitte April bis Ende Mai eine Ausstellung mit Rätselralley und vier Veranstaltungen. Wir zeigen Originalillustrationen von Horst Klein aus dem Buch Hübendrüben, präsentieren Bilder, Zeugnisse und Kurioses, das wir bei unseren Familien und unseren Kunden gesammelt haben. Zum Entdecken, Anfassen, Staunen & Fragen, Bücher lesen und zur Gesprächs- und Leseanregung für Groß und Klein.

Während der gesamten Ausstellungszeit sind Kinder eingeladen, mit Hübendrüben auf Rätselralley zu gehen. Die Preisverlosung findet am 18. Mai statt.

Samstag, 13. April 2019, 15:00 Uhr

Hübendrüben: Als deine Eltern noch klein und Deutschland noch zwei waren

eröffnen Franziska Gehm und Horst Klein unsere Ausstellung mit einer Veranstaltung zu ihrem Buch HübenDrüben. Die Veranstaltung eignet sich für jedes Alter ab 9 Jahren und regt zum Erinnern und Fragen an. Mehr zum Buch finden Sie hier.
Eintritt € 5.-. Um Anmeldung wird gebeten.

Dienstag, 7. Mai 2019, 19:00 Uhr

Im Schatten der Mauer : Die Flucht nach Westen.  Der Zeitzeuge Karl-Heinz Torge erzählt vom Wehrdienst an der Mauer.

Karl-Heinz Torge, 1945 im Ergebirge geboren, wuchs in der Altmark auf. Seinen Wehrdienst hatte er 1965/66 in Potsdam an der Grenze zu Westberlin abzuleisten. Hier erlebte er spektakuläre Fluchten in den Westen. Die Wehrpflichtigen mussten sichernde Verstärkungen an der Grenze vornehmen, die vom Stacheldrahtzaun zur Mauer wuchs. Bei diesen Arbeiten gelang es dem jungen Soldaten in einem kurzen, unbeobachteten Moment, wohlbehalten in den Westen zu flüchten. Karl-Heinz Torge wird an diesem Abend Einblicke in eine bewegte Zeit geben, die in West wie Ost vom Kalten Krieg beherrscht wurde. Moderation Katrin Rüger.
Eintritt frei. Die Veranstaltung eignet sich für Zuhörer von 12-92 Jahren. Um Anmeldung wird gebeten.

Donnerstag,16. Mai 2019, 19:00 Uhr

Im Schatten der Mauer: Berliner Inselleben

Westberlin war eine freie Stadt und doch führte jeder Weg hinaus nur nach Westen und immer durch eine Mauer hindurch. Schon bei der Blockade 1948/49 spürten die Berliner ihr Inseldasein. Die Berliner erlebten den Kalten Krieg hautnah und richteten sich mit allen Besonderheiten in ihrem Schutzraum ein. Katrin Rüger moderiert ein Gespräch mit ihren Eltern Hans-Joachim und Marianne Rüger, die von ihren  Erlebnissen bei der Blockade, dem 17. Juni, einem getrennten Fammilienleben, Ost-Westpaketen, den Transitreisen und dem Mauerfall erzählen werden. Dazu werden auch kleine Passagen literarischer Texte zu Gehör kommen. Für ein neugieriges Publikum jeden Alters ab 12.
Eintritt frei. Um Anmeldung wird gebeten.

 Samstag, 18. Mai 2019, 15:00 Uhr

Sigmund Jähn, der erste Deutsche im All:

Der erste Deutsche im All war Bürger der DDR und Kosmonaut. 125x umkreiste Sigmund Jähn vor 40 Jahren an Bord des Raumschiffes Sojus 21 die Erde. Menschen, die in der DDR aufgewachsen sind, kennen alle seinen Namen. Das Deutsche Museum in München widmet ihm einen ganzen Raum. Sigmund Jähn hat Raumfahrtgeschichte geschrieben und wird von seiner Zeit als Kosmonaut erzählen, einem heiß umkämpften Wettlauf zu den Sternen zwischen den Supermächten USA und UdSSR. Für Zuhörer ab 10 Jahren und für Weltraumbegeisterte allen Alters.
Eintritt € 10.- Um Anmeldung wird gebeten.