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Ulrike Herrmann: Deutschland ein Wirtschaftsmärchen, Westend Verlag 2019 € 24.-

Die Bundesrepublik gehört zu den reichsten Ländern Europas. Wie die Wirtschaft im Nachkriegsdeutschland ihren Aufschwung nahm, wie der Stolz auf eine starke D-Mark, hohe Exportüberschüsse und eine Sparpolitik sich kontraproduktiv auswirkten und warum in der sozialen Marktwirtschaft auch damals schon die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer wurden, erzählt Herrmann in Funken sprühender Lebendigkeit. Sie entzaubert Ludwig Erhard und fühlt Bundeskanzlern sowie Entscheidungsträgern von Zahlungsunion bis Bundesbank auf den Zahn.
Entlang ihres Buches, welches bei uns zum Palastschatz gekürt wurde, wird Ulrike Herrmann, Wirtschaftskorrospondentin der taz, diesen Abend mit wirtschaftlichen Ein- und Weitblicken gestalten. Für Wirtschaftsoutsider macht sie Marktmechanismen anhand historischer Beispiele greifbar und verständlich. Sie entglorifiziert, betrachtet sorgsam und faktenreich und ist überzeugt, dass wir mit einem klaren Blick auf unsere Geschichte für die Zukunft lernen könnten, denn für den weltweit existierenden, dicht vernetzten Kapitalismus haben wir bisher kein besseres Modell. Seine Dynamik ist unser gemeinsames Leben, das dringend neue Denkanstöße braucht, den Kapitalismus politisch und gesellschaftlich sozial verträglicher und klimaschonender zu gestalten, denn wir haben nur diese eine Erde!
Ein laienhaft wirtschaftlich interessiertes Publikum vermag sie, mit Leidenschaft in wirtschafliche Dynamiken zu (ent)führen. Gern präsentiert sie loyal und offen einen Mix aus zeitgeschichtlicher Analyse und aktuellen Gedanken. Fragen und  Gespräch sind erwünscht.

Eintritt € 5.- Um Anmeldung wird gebeten.

Foto: © Herby Sachs, WDR
Ulrike Herrmann arbeitet als Wirtschaftskorrespondentin bei der "tageszeitung" (taz). Zudem ist sie regelmäßiger Gast im Radio und im Fernsehen. Herrmann ist ausgebildete Bankkauffrau und hat an der FU Berlin Geschichte und Philosophie studiert.