Papas kinderleichte Erziehung zu Spiel & Spaß dank Langeweile.

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Claude Dubois: Pff..., Moritz Verlag 2019 €10,95

"Schluß jetzt!" Papa Erpel spricht ein Machtwort und schickt seine am Handy herumklickenden Küken an die frische Luft. Nun hängen sie wie nasse Waschlappen über einem Ast und geben sich der Langeweile hin. Die folgende kleine Bildsequenz weckt bei Erwachsenen Sehnsuchtsgefühle. LANGEWEILE. Gibt es sie eigentlich noch? Bald kommt Papa mit einem Wäschekorb unter dem Arm wieder vorbeigeschlendert und wirft Optionen in die Kinderrunde. Man könnte ja Fussball  spielen, Fangen, Blinde Kuh oder gar beim Wäsche aufhängen mithelfen?  Am Ende pumpt er das Planschbecken auf. Die Kinder sind nicht überzeugt und überlassen das Wasser zunächst einem dahergelaufenen Spatz. Natürlich weiß am Ende keiner wie es kam, aber die Kinder schließen Freundschaft und spielen so toll wie lange nicht mehr. Beim Anblick der tobenden Kinder staunt die Mama nicht schlecht. Die Geschichte formt sich aus der Luft und wird von Seite zu Seite von einer Leichtigkeit getragen, die dem Nichts zu entspringen scheint. Der Langeweile eben. Schön, dass es sie noch gibt. Dubois fängt sie ein, mit den ihr typischen, prägnant knappen Strichen, die gerade im Weglassen ihre erzählerische Kraft enwickeln. Ganz nebenbei und mit großer Selbstverständlichkeit schmeißt in diesem Buch auch der Vater den Haushalt. Schön, dass die große, weite Welt so genussvoll zelebriert werden kann, Enteneltern sei Dank!

Wer abholzt muss aufforsten

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Duncan Beedie: Willbarts Wald, Magellan Verlag 2018 € 14.-

Wenn der eifrige Förster mit seiner treuen Axt in den Wald geht, ist am Abend kein Baum mehr am Leben und ein wütender Vogel beschwert sich. Der Holzfäller bietet ihm Herberge in seinem Bart. Am nächsten Tag, der Förster verbrennt Äste und Zweige, schimpft ein Stachelschwein. Als er am dritten Tag die Stämme zum Sägewerk flösst, wütet der Biber. Mit den drei Waldtieren im Bart und im Bett lässt sich nachts kein Auge mehr schließen. So rasiert der Förster kurzerhand auch seinen Bart, in dem die heimatlosen Tiere Unterschlupf gefunden haben und schappt sich seine treue Schaufel, um neue Bäume zu pflanzen.

Fantasie kennt keine Grenzen

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Anushka Ravishankar, Susanne Straßer: Ausreden, Ausreden, Peter Hammer Verlag 2019 € 16,-

Zwischen Kindern und Erwachsenen können in der Betrachtung eines Sachverhaltes Welten liegen. Auch diesem Buch kann man sich von verschiedenen Seiten nähern. Die einen verfolgen Tims Bemühen, die anderen fiebern mit seiner Fantasie.  Beim Start in die Woche nimmt Tim sich vor hilfsbereit, nützlich, brav und vernünftig allen erwachsenen Erwartungen zu entsprechen. Doch jeden Tag gerät ihm die anstehende Aufgabe irgendwie zu verrücktem Blödsinn und absurdem Quatsch.

Ausstellung Illustration Susanne Straßer

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Vom 15. Februar bis zum 29. März zeigt der Buchpalast Original-Illustrationen und Skizzen von Susanne Straßer.

Ihre Bücher erzählen vom Wal in der Wanne oder von Igel, Fuchs, Esel, Pelikan und Krokodil, die den Schlaf suchen, vom Elefanten auf der Wippe oder vom Bären, der trotz seiner Größe zu einem Kuchen im Fenster nicht hinaufreichen kann. Unverwüstliche Pappbilderbücher, die minimalistisch inszeniert mit der von den Allerkleinsten geliebten Schleife der Wiederholung spielen. Mal leert sich das Bett. Mal füllt sich die Wanne. Mal bauen die Tiere eine Leiter und werden sie auf der Wippe den Gewichtsausgleich finden? Mühelos stapelt Strasser Tiere auf engstem Raum. Ihre Mimik erzählt Geschichten. Die klaren, gemütlichen oder atemraubenden Kompositionen werden lautmalerisch begleitet von schwipp und  schwapp, schlurf oder taps. Sie rennen und rollen, genießen und küssen, vor-, hinter-, über- und ineinander. Auf den ersten Blick ruht das Auge auf dem klaren Bild, dessen Dynamik sich erst auf den zweiten Blick offenbart. Und auch beim hundertsten Lesen entdeckt man noch Neues. Hier ist der Beweis: Geschichten für Zweijährige können auch Vorleser richtig mitreißen.

Starke Mädchen

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Ursula Poznanski, Sabine Büchner: Die allerbeste Prinzessin, Loewe Verlag 2018 €12,95

Ein sattes, actionreiches Vorlesebilderbuch voller Kronen, Drachen und natürlich: Prinzessinnen. Die drei Schwestern treiben ihren Vater, den König, mit ihrer Wildheit und Streitleidenschaft fast in den Wahnsinn. Aber der König kommt auf eine rettende Idee. Er würde seine Prinzessinnen verheiraten, dann müsste sich einfach ein anderer mit den jungen Damen herumärgern. Auch die Prinzessinen sind hellauf begeistert und jede möchte die Hübscheste und Schönste, die Schnellste und Beste sein. Dabei überrennen sie den armen Prinzen glatt und und finden eine ganz neue Passion. Besser als hier, könnte man nicht von starken Mädchen erzählen!

Wie viele Tiere wohnen bei dir?

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Mario Ramos: Mama! Moritz Verlag 2018 € 12,95

Ein Bett, ein Bär, Bauklötze und ein Ball - es könnte so schön sein, das  Buchstabenspiel mit B, würde nicht von der Decke zum Boden ein riesiges, raumeinnehmendes Nilpferd sitzen und diese Buchstaben-Harmonie stören. Mit seinen Riesenpranken stapelt es Bauklötzchen. Sie sind numeriert. Eins, zwei, drei, vier. "Mama!" ruft der Junge an der Tür. Nein, in diesem Raum ist sie nicht zu sehen. Hier sitzt nur ein Nilpferd. Weiter also. Man folgt nun dem Jungen durch die Räume eines gut bevölkerten Hauses. Auf dem Klo sitzen zwei Löwen. Im Schlafzimmer spielen drei Giraffen, im Bad machen sich vier Krokodile frisch.  Eins, zwei, drei vier. Kannst du auch die Ziffern für diese Zahlen auf den jeweiligen Seiten finden? Wir wollen hier nicht verraten, wie das farbenintensive, tierisch lebendige Bilderbuch für die Allerkleinsten ausgeht. Das Nilpferd jedenfalls, ist vollkommen unschuldig und hat nichts zu tun, mit der ganzen Aufregung. So viel sei verraten. Und wer am Ende bis zehn zählen kann, darf noch weitermachen. Acht Schweine sitzen um den Wohnzimmertisch und versuchen sich an einem 800 Teile Puzzle. Überall fliegen die Puzzelteile herum. Herrje, was für ein Saustall! Ein wunderbar verspieltes und rundum überzeugendes Buch aus der Welt der Zahlen und Tiere, das ganz nebenbei Kinderalltag lebendig in Szene setzt.

Der Abschiedsbrief

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Dita Zipfel, Mateo Dineen: Monsta, Tulipan 2018 € 15,00

Dieses Monster schließt man sofort ins Herz: auf spillerigen Beinchen steht es da wie ein Vogel, mit fluffigem Körper wie ein Wattebausch. Der breite Mund reicht ihm von einem Ohr bis zum anderen (wenn es Ohren hätte). Auch Zähne hat es nicht grad viel. Dafür schaut es mit riesigen Glubschaugen keck in die Welt. Es scheint voller Tatendrang. "Hi" hat es ungelenk mit seinem Stift an die Wand geschrieben. Die Worte geraten ihm lautmalerisch. Monsta und Kint. Hat es gerade erst schreiben gelernt? So wie monstern? Dieses Monster, es heißt übrigens Harald, schreibt seinem Kind einen wichtigen Brief. Einen Abschiedsbrief, denn aus Monstersicht ist mit dem Kind bei dem Harald wohnt und arbeitet etwas ganz und gar nicht in Ordnung. Das Buch ist eigentlich ein Klassiker. Der große Grusel wird bei genauer Betrachtung ganz klein. Das Monster müht sich, groß und gefährlich zu werden und dabei schließen wir es ins Herz. Tausendmal gelesen und immer wieder von Neuem gruselwitzig und herzerwärmend. Vor allem die Monsterillustrationen und Gruselkabriolen sind wunderbar.

Erstes Lesen kopfüber

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Daniel Fehr, Maurizio A.C. Quarello: Wie man ein Buch liest, Jacoby & Stuart 2018 € 14.-

Kann man ein Buch richtig lesen? Oder falsch? Kinder lesen Bilder-Bücher gerne unabhängig vom Text und schwerelos kopfüber. Was aber für eine Verwirrung bei den Figuren und Dingen entsteht, wenn sie der Schwerkraft folgen würden, erzählt diese turbulente Geschichte. Die abrupte Öffnung hat Hänsel und Gretel aus dem Baum geschleudert. Nun hängen sie am Gartenzaun und turnen zum Strommasten, derweil der Leser, vermutlich, der Anweisung folgend das Buch dreht. Ein Knochen fällt Hänsel dabei aus der Hand. Erneut landen sie im Baum, auf den es nun Töpfe und Pfannen regnet. Während Hänsel und Gretel sich durch die Seiten hangeln, gesellen sich mehr und mehr bekannte Figuren hinzu: Ein Kaiser reitet nackt durchs Bild, Käpt'n Ahab versucht seinen Wal zu fangen derweil es auf der gegenüberliegenden Seite Meerwasser regnet. Nochmal gedreht und nochmal. Die Figuren geraten in einen wilden Strudel bis endlich jemand das Oben und Unten, das Links und Rechts des Buches festlegt. Welch ein Glück. Jetzt passt alles. Natürlich wissen wir schon von Anbeginn, wie man ein Buch liest, aber Hand aufs Herz: So normal ist das doch wirklich langweilig! Dies ist ein Bilderbuch zum Spaß haben, das sich mit seinen klaren Großbuchstaben auch wunderbar zum ersten Lesen eignet.

Großes Glück im Kleinen

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Michelle Cuevas, Erin E. Stead: Der Flaschenpostfinder, Fischer-Sauerländer 2018 € 16.-

Grünschimmernd liegt das Meer in der Senke. Unzählige Stufen winden sich vom Haus des Flaschenpostfinders zu ihm hinab. Die Blätter eines Baumes spielen mit den Wölkchen. Eine Kuh grast friedlich im Vordergrund. In der Ferne sieht man den Leuchtturm. Alles steht übersichtlich an seinem Platz, wenn der Flaschenpostfinder sich zur Arbeit begibt. Konzentriert geht er von seinem Boot aus auf Flaschenpostfang, um sie dann weiter zu Fuß ihren Empfängern zu überbringen. Eine Arbeit, die anderen Freude und Glück ins Haus bringt, denn diese aus der Ferne kommenden Briefe sind Schätze, die das Selbst stärken und von Freunden erzählen. So ernsthaft der Flaschenpostfinder seine Aufgabe erfüllt, ein eigener Name und Freunde sind ihm fremd. Doch als ihm ein äußerst merkwürdiger, unadressierter Brief ins Netz geht, der ihn ratlos und rastlos von Haus zu Haus laufen lässt, nimmt Unerwartetes seinen Lauf. In zarter, stiller Melancholie entwickeln sich Bilder und Text zu etwas Großem im Kleinen. Einfach und spontan, wie ein Wellenschlag, entsteht das Miteinander der Menschen.  Zwischen Tang und Seesternen, Sand und Sonnenschirmen steigt am Ende eine Party und die Menschen halten inne, feiern den Tag und sich selbst. Ruhe, Freude und Glück zieht ein und reicht von den Herzen bis zum Horizont.

Wenn die Maus auf dem Tisch tanzt – Märchenfantasie und Vorlesespaß

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Mac Barnett, Jon Klassen: Der Wolf, die Ente & die Maus, Nord-Süd Verlag 2018 € 15.-

Im ersten Satz ist die Welt noch in Ordnung. Ohne viel Aufheben verschlingt der Wolf eine Maus. Märchenerprobte ahnen sofort, dass dieses Ende nur der Anfang einer verrückten  Geschichte sein kann. Im Magen des Wolfes ist es zappenduster und die Maus bringt eine empörte Ente um ihren Schlaf. Beim Frühstück freunden sie sich an und bald ist die Party in feinstem Gang. Sie macht dem Wolf Magengrimmen und er spuckt Ente und Maus wieder aus, was die beiden mächtig empört. Natürlich hat es ein Jäger auf den Wolf abgesehen. Unerschrocken nehmen sie den Kampf um ihr Zuhause auf und retten dem Wolf das Leben. Das dies noch nicht das Ende ist, versteht sich von selbst. Barnett baut die Geschichte von unmissverständlicher Logik in einfachsten Sätzen und mit großem Spaßfaktor. Klassen inszeniert seine Bilder dazu bodenständig erdig, temporeich dynamisch und licht zugleich, dass jede Seite und jede Wendung der Geschichte einfach staunen lässt. Ein märchenhaft gelunger Vorlesespaß für Vorleser und Zuhörer.

Fairer Streit auf Augenhöhe

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Jörg Mühle: Zwei für mich, einer für dich, Moritz Verlag 2018 € 12,95

Bär und Wiesel sind nicht auf den Mund gefallen. Mit ihren dreizinkigen Forken fuchtelnd verhandeln sie, wem der dritte Pilz zusteht. Wie aus der Pistole geschossen treffen sich ihre Argumente in der Mitte auf dem karierten Tischtuch. Und wo zwei sich streiten, freut sich am Ende der Dritte. Der Klassiker aller Streits entfaltet sich am Fuße der Bäume zwischen Herbstlaub, minmalistisch und detailreich zugleich, energiegeladen und witzig. An den Baumstämmen haben sich der große Bär und das kleine Wiesel ihr Zuhause eingerichtet. Hier gibt es viel zu entdecken. Eine Küche wie zu Omas Zeiten, die Pfannen und das Sieb hängen an Ästen wie auch das Bild über der Kommodo. Darauf, geheimnisvoll, in einer mit einem Tuch abgedeckten Schale, der Nachtisch. Im Hintergrund hängt der Spiegel der Garderobe und Bärs große Umhängetasche, in der er wohl die Pilze transportiert hat. Am Tisch sitzt Bär auf einem Baumstamm. Mit seiner Größe reicht er leicht über den ganzen Tisch. Das Wiesel beherrscht diesen Raum genauso wenn es auf seinem feuerroten Trip Trap Kinderstuhl steht. So begegnen sich Groß und Klein argumentativ wie räumlich auf Augenhöhe und in der lustigen Konfrontation schwingt eindrucksvoll Ernsthaftigkeit und Gemeinsamkeit mit, die in eine faire Auseinandersetzung mündet.  Mühle zaubert mit leichem Strich ein Lieblings- und Herzensbuch, das auch als Geschwisterbuch die perfekte Wahl ist.

Gedanken im Fahrtwind

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Christina Laube, Mehrdad Zaeri: Marthas Reise, Knesebeck 2018 € 25.-

Opas Haus und Garten scheinen aus der Zeit gefallen. Sie bilden eine Insel des Innehaltens, beherrscht vom grün der Natur und der Freude am Lebens. Auf ihrer Bahnfahrt zu ihm gehen Martha viele wichtigen Fragen durch den Kopf: Ob sie auch schon Wurzeln hat, wie Opa und seine großen alten Obstbäume? Und ob man ihre noch in einem Topf mitnehmen könnte?  Alles fließt, ihre Gedanken trudeln im Fahrtwind des Zuges, tanzen mit dem Herbstlaub und verbinden Gehörtes mit Erlebtem und Erdachtem. Wohin wird ihre Lebensreise gehen? Ganz automatisch entstehen die ersten Bilder ihrer eigenen Reiseroute  im Kopf. Sie formen sich in ihre Gedanken, Träume und Sinneseindrücken. Der poetische Text steht  im Einklang mit feiner Bilderbuchkunst. Die scherenschnittartigen Stanzungen formen ein Gitternetz von Ein- und Durchblicken, auf manchen Seiten vibriert die Luft im Strich des Stiftes. Der großzügige Gedanken-Luftraum mancher Seiten rückt die kleine Martha gerade besonders ins Licht. Immer wieder breiten sich Szenen von großer Ruhe vor dem Auge des Betrachters aus. Ein Buch, das man gleich wieder und wieder gucken und lesen möchte.

Wie Lemminge lesen lernen

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Ame Dyckman, Zachariah Ohora: Lest das Buch, Lemminge!

Gemütlich geht es auf dem Walfangschiff zu. Seine Besatzung liest. Foxy studiert ein Buch über Lemminge, Käpt'n Bär seine Zeitung. Während drei Lemminge wie aufgeregte Hüpfebälle auf der Reling herumturnen, zitiert Foxy das Neuste aus seinem Buch. Lemminge springen nicht über Klippen, steht dort. Kaum fällt das Wort "springen" hüpfen die Drei über die Reling in die Tiefe. Nach einer ersten Rettungsaktion versucht Foxy Abhilfe zu schaffen. Die Lemminge müssen das Buch lesen. Das allerdings, ist leichter gesagt als getan und es wird noch viele Sprünge von der Reling geben, die herzhaft lachen lassen, bevor die Lemminge wirklich lesen lernen und damit natürlich auf neue Ideen kommen. Mit seinen flächigen, schwarz dominierten, sparsamen Illustration, in denen die Lemmlinge in Sprechblasen ihre Aktionen kommentieren, spielt das  etwas anderes Buch für die Schultüte mit Comicelementen und lässt die Kinder mit schwungvollem Spaß schon ihre ersten Worte lesen.

Träumerische Zirkuswelt

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Mattias de Leeuw: Zirkusnacht, Gerstenberg Verlag 2018 € 13,95

Über den Baum durch das Fenster steigt der kleine, schwarze Hund elegant ins Kinderzimmer des Mädchens. Sie lockt ihn mit einer Schüssel. Der Hund ist verspielt. Ein richtiger Zirkushund, scheint es. Zwei Stunden später schläft das Mädchen ein und träumt.....Ein Zirkus ist in der Stadt. Der Clown vom Plakat über dem Bett trägt das Mädchen behutsam hinüber. Sein Hut wird ihr Kleid. Auch der Hund ist wieder da. Und dann geht es so richtig los. Kleinformatige Einzelszenen wechseln mit großen Inszenierungen auf Doppelseiten. Kaum merkt der Betrachter, dass es in diesem Buch keinen Text gibt, so dicht und intensiv weben die Bilder die Geschichte. Nummer folgt auf Nummer. Es wird eine lange, aufregende Nacht. Ein wunderbares, aufregendes Buch zum gemeinsamen Schauen und Erzählen. Ein Buch,dem der Zauber des Zirkus innewohnt.

Abschied nehmen

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Saskia Hula, Eva Muszynski: Bikos letzter Tag, Klett-Kinderbuch 2017 € 14.-

Lange war Biko für alle da. Er ist der Familienhund. Er passt auf alle auf. Doch nun ist er alt und müde. Ein gutmütiger Kerl. Mit Falten und Runzeln, hängenden Ohren und Lefzen und trockener Nase. Zeit Abschied zu nehmen. Dem Hund fällt das leicht. Ein wenig sehnt er sich nach dem Ende. Er fühlt sich geborgen. Vater, Mutter und die beiden Kinder sind da. Selbst die eigenwillige Katze. Die Menschen sind traurig. Das ist normal. Man sieht und fühlt es in den Bildern, in Haltung und Ausdruck der Figuren. Ihre lichten Farbtöne aus  zartem Gelb, Ocker und hellem Grün sprechen aber auch vom Leben, das weitergehen wird. Die Worte erzählen sachlich. In ihnen schwingt auch das Glück. Das Buch lässt viel Raum und Zeit, bereitet den Abschied vor, den Wechsel, die Veränderung, der uns den Schmerz bereitet. Ein gelungenes, sanftes und stilles Buch, in dem der Tod wichtig, traurig und schön zugleich sein darf.

 

Der Garten im Haus – von Fläche, Form & Farbe

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Samantha Friedman, Christina Amodeo: Matisse und sein Garten, Diogenes Verlag/ Museum of Modern Art € 20.-

Ganz schlicht im Text erzählt dieses rundum gelungene, in farb- und formbetonender Collagetechnik illustrierte Bilderbuch, wie der Künstler Matisse den Ausdruck der Formen entdeckte. Man nehme Papier und Schere, schneide eine Form und klebe sie an die Wand. Etwas später kommt ein Hintergrund dazu. Und Form mit Gegenform. Kinderleicht wirkt das Spiel. Ein ganzer Garten im Zimmer entsteht. Dieser unmittelbarer Einstieg in die Kunst fesselt den Betrachter und fordert ihn geradezu auf, die Schere gleich selbst in die Hand zu nehmen. Eingebettet in die kleine Geschichte finden sich sieben Original-Scherenschnitte von Matisse, die zum Teil auf prächtigen, aufklappbaren Doppelseiten präsentiert werden. Auf dem mattierten, für ein Bilderbuch ungewohnt starken Kunstdruck- Papierseiten strahlen sie dem Betrachter in besonderer Intensität entgegen. Ein Buch zum Verweilen und Träumen. Ein Buch, dass die eigene Kreativität anregt.

Von der märchenhaften Kunst des Miteinanders

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Mareike Engelke, Annette Feldmann: Vor den 7 Bergen, Kunstanstifter 2017 € 22.-

Davon, wie Schneewittchens Enkel in die Berge wollen und alles schief geht.

"Nie schneit es! Immer nur Regen, Regen, Regen." Sieben "Zwerge" wollen Schnee und der liegt in den Bergen, bei Oma. Das wissen die Kinder und da wollen sie jetzt hin. Gleich wird mit der Oma am Pad ein Treffen vereinbart. Diese sieben Geschwister sind selbstständig und selbstbewusst. Ihre Mutter arbeitet auf dem Markt und kommt erst spät. Sie ist einverstanden. Doch es kommen, ganz unmärchenhaft, die Windpocken dazwischen, dann die Apfelernte und ein kaputtes Auto. Bo, der Eisverkäufer, den Mama auf dem Markt kennengelernt hat,  schleppt ihr Auto über sieben Hügel. Im Familienalltag von Schnewittchens Enkel geht es mal geordnet zu und mal drunter und drüber und jeder muss mit anpacken. Auch für den Prinzen ist es mit einem Kuss nicht getan. Doch kaum ist er da, wird er ins Leben integriert. Hier herrscht mal Wut, mal Ungeduld und mal Freude. Die Illustrationen in sparsamem Schwung zeigen mal deckend ausgemalt, mal nur die Form der Konturen, darüberliegend mit durchscheinendem Hintergrund die verschiedenen Schichten von Leben, die am Ende das entdeckenswerte Ganze ergeben. Die Geschichte wird von der Kunst des Miteinanders beherrscht. "Wie schön, dass ihr da seid!", sagt Oma endlich. Nun aber raus, zum Schlitten fahren. Das Leben ist ein Kunstwerk und dieses Bilderbuch ist es auch.

 

Glückliches Weihnachten

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Julile Völk: Stille Nacht, heilige Nacht, Gerstenberg 2017 € 16,95

Das Dorf liegt tiefverschneit und still. Doch schaut man genau, brennt überall Licht. Tiere wie Menschen stehen staunend am Wegesrand. Autos mit Wohnwagen durchqueren den Ort. Ein Zirkus? Weißer als Schnee sind die Wagen. Jeder ist mit eigenem Farbmuster verziehrt und vollbepackt bis aufs Dach. Sie ziehen die Blicke auf sich. Doch nein, die Wagen verlassen den Ort wieder und steuern ein kleines Haus an, dass in der Einsamkeit steht. Es ist erleuchtet und ebenso bunt gemustert. Hier scheinen die Wagen zu passen. Ein Kind springt aus dem Haus. Die Mutter steht in der Tür. Viele Menschen steigen aus den Fahrzeugen. Familie! Sie bringen Musik und ein Pferd mit. Es beginnt zu schneien, doch der Betrachter schaut nun durch die Wände ins Innere des Hauses, in dem es wohlig warm wird. Die Suppe wird auf den Tisch gestellt. Der Weihnachtsabend wird lang und schön und bunt und seltsam aufregend. Bis alle gemeinsam in Schlaf fallen wird gefeiert. Julie Völk zeichnet ein unaufgeregtes, harmonisches und doch besonderes Weihnachstfest in großem Familienkreis, dass nicht viel mehr braucht, außer die Menschen, die es gemeinsam begehen und zusammen glücklich sind.

Kinderleichte Angstbewältigung mit dem Wilden Watz

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Edouard Manceau: Der Wilde Watz, Moritz Verlag 2017 € 14.-

Angst entsteht im Kopf. Gesehenes wird abgespeichert und zu Neuem kombiniert. Und in nächtlicher Schwärze steht er plötzlich da, der Wilde Watz: Arme und Beine wie Baumstämme, der Körper so groß wie ein Haus, die Ohren wie Fenster und Türen. "Aber du machst mir keine Angst",  sagt die kleine Erzählstimme in diesem minmalistischem Bilderbuch, dem es in seinem Spiel mit wenigen farigen Formen an nichts fehlt, mit Bestimmtheit aus dem Off. Einmal an Ohren und Zähnen gekitzelt und schon finden die Elemente an ihren ursprünglichen Platz in der Welt zurück. Die Hörner bilden den Mond, die Zähne das Gras. Ein Haus, ein Wald, ein Auto mit Anhänger. Die Augen des großen gruseligen Watzes sind als Letztes dran. Sie rollen erst erstaunt, kurz darauf neugierig, später ein wenig beschämt, dann ängstlich hin und her, bis sie ihren Platz als Wagenräder finden. Nu ist er weg! Wo man den wilden Watz vielleicht gerade ins Herz geschlossen hatte. Macht nichts. Einfach das Buch wieder von vorne aufschlagen. Da ist er wieder! Dieses Buch ist einfach perfekt. Für Ängstliche und Monsterfans, für Verspielte und Neugierige. Für Groß und Klein!

Spitzenmäßiges Mitbringsel

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Sean Taylor, Kate Hindely: Besuch vom Planeten Zabalulu, Gerstenberg Verlag 2017 € 13,95

Mit Fotoapparat, Weltraumkeksen und Überschallsauger samt Schrumpferdüse hält das Glück Einzug auf dem Planeten Zabalulu, nachdem die drei Helden ihr spitzenmäßiges Mitbringsel von der Erde eingesackt haben. Einige Komplikationen sind selbstverständlich. Dieses Bilderbuch im Raumschiff mit Partyzone bietet außergewöhnlichen Vorlesespaß, in grandioser Übersetzung von Uwe-Michael Gutzschhahn, der die passende, Artikel entbehrende Zabalulusprachen für diese fantsievoll Sause fand.

Kunsträuber gefunden!

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Thé Tjong Khing: Kunst mit Torte, Moritz Verlag 2017 € 13,95

Ein Kunsträuber und Tortendieb trieb im Buchpalast sein Unwesen! 31 Kinder versuchten ihm in einem Rätselrennen auf die Spur kommen. Die Rätselralley führte in das Buch "Kunst mit Torte" von Thé Tjong-Khing. Im Buchpalast konnte man dazu auch sein Skizzen und Ideen zu diesem Buch in einer Ausstellung bestaunen. Am 24. Juni wurden beimTortenschmaus die Sieger des Rätselrennens gekürt. Wir verlosten drei sigierte Bücher mit einer kleinen Originalzeichnung von Thé Tjong-Khing und freuten uns über alle Hobbykriminologen!

Schau genau

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Oliver Tallec: Wie war das? Gerstenberg 2017 € 9,95

Ein Wolf, ein Biber, zwei Hasen, ein Löwe und ein Junge. Eine seltsame Mannschaft wird hier zu Bett gebracht. Lösche das Licht! Alles wird dunkel. Wer hatte den gelben Schal um? Weißt du es noch? Oder hast du nicht genau geschaut. In diesem Bilderbuch ziehen die Erwachsenen voraussichtlich den Kürzeren. Schau genau! heißt die Devise. Beobachte die Details und nimm die Kleinigkeiten wahr. Kinder sind wirklich gut darin. Ein Bilderbuch das die Konzentration fördert, den Blick schärft, zum Vor- und Rückblättern und zum Mitmachen animiert. Für Kleine!

Glaube und Gemeinschaft zu entdecken

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Anna Wills, Nora Tomm: Das Wimmelbuch der Weltreligionen, Beltz & Gelberg 2017 € 13,95

Religionen sind ein lebendiger Bestandteil gesellschaftlichen Lebens.  Sie helfen Antworten auf große Fragen des Lebens zu finden. Menschen überall auf der Welt leben nach religiösen Regeln und Ritualen. Das verbindet uns trotz aller Unterschiede. Dem Leben in den fünf großen Religionen können Kinder hier auf jeweils einer großformatigen Doppelseite ganz ohne Text nachspüren. Zu sehen sind religiöse Orte der Begegnung, Bräuche, Feste, Rituale, die Religionsgemeinschaft und ihre Glaubenskultur. Das Buch begleitend ist ein erklärendes Heft beigefügt, welches einige der vielen, zu entdeckenden Details für Eltern erläutert. Das mit viel Sorgfalt gestaltete, etwas andere Wimmelbuch eignet sich schon für wissbegierige Kindergartenkinder und ist perfekt für erste Fragen im Vor- und Grundschulalter.

Die Rutsche ist für alle da!

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Björn F. Rörvik, Gry Moursund: Die Böckchen-Bande im Schwimmbad; Klett Kinderbuch 2017 € 14,95

Sommerhell und knalligbunt leuchtet dem Betrachter die gut gefüllte Freibad Atmosphäre in kindlichem Zeichenstrich entgegen. Unzählige Tiere sieht man in Gruppen spielen, duschen, baden und vor allem rutschen. Auch die drei Böckchen hat es nicht auf die Alm sondern ins neue Schwimmbad gelockt. Die Regeln des  rosaroten Bunnyhasen befolgen sie brav. Doch bald macht sich ein Wüstling breit, krickelig behaart, an seiner Baumstammnase hängt noch ein letztes Blatt, welcher mit Mordsgeschrei, ohne zu zahlen und ungeduscht, die Leute ärgert. Überall stänkert er herum und nistet sich unter der Treppe der Rutsche ein. Nun ist nicht nur Rutschmut gefragt sondern auch List, sich die Feigheit des Troll zunutze zu machen. Die Geschichte hat Märchenstruktur. Erst probiert das Kleinste, dann das Mittlere und am Ende das große Böckchen, am Troll vorbei die Treppe hinauf zu gelangen. Wir halten vor Spannung den Atem an....und als der Troll über die Rutsche durch die Terrassentür ins Nirgendwo  fliegt, lachen wir herzhaft. Besiegt! Rutsche und Schwimmbad sind eben für alle da. Die Böckchen leben hoch. Ihre Badehosen flattern den ganzen Sommer im Wind. Was für ein turbulente, verwegene, listenreiche Geschwister-Story.

Wütender Feger

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Pija Lindenbaum: Greta haut ab, Oetinger 2017 € 14,99

Manchmal haben es Kleine nicht leicht. Die Großen bestimmen den Tagesablauf. Für Greta heißt es aus dem Buddelkasten heraus, ein feines Kleid anziehen und auf zur Feier, mit Mama, Jan und ihrem Halbbruder Egon, wo sie doch gar nicht hin möchte. Aber nicht einmal ihren steigenden Missmut nehmen die Erwachsenen richtig wahr. Weitere unbedachte, haarsträubende Kleinigkeiten reihen sich aneinander, bis Gretas aufbegehrt und beschließt allein in die Welt zu ziehen. Aber wenn man klein ist, lauern schon ganz nah große Abenteuer. So fällt Greta in einen stinkenden Graben und kommt nur mit Einsatz all ihres Wuthaares wieder heraus. Als lange Schleppe fegt es mittlerweile hinter ihr her. Glücklicherweise kann sie sich darin auch einwickeln, so lange die Hose trocknet. Dabei malt sie sich aus, wie alle jetzt nach ihr suchen. Aber weit gefehlt. Die restliche Familie hat ihre Abwesenheit noch gar nicht bemerkt. Sie sitzen, von Greta ungestört, gemütlich beim Scrabble. Da platzt alle Wut aus Greta heraus. Sie sprüht, sie glüht. Endlich bemerkt man sie. Am Ende müssen Große und Kleine lernen, einen gemeinsamen Weg der Achtung zu finden. Wie dieser aussehen könnte, lässt sich an diesem Setting gut diskutieren. Die Illustrationen zeigen die ungeschönte Alltagssituationen in großer emotionaler Dynamik.

Sprachspiel mit Feen & Hexen

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Franz Fühmann, Kristina Andres: Am Schneesee, Hinstorff 2017 € 14,90

Die Geschichte ist einfach. Es geht um eine kleine Fee, die sich ihren dicken Zeh verstaucht. Kein Wunder, lugt er doch ungeschützt aus den Socken heraus, während sie übermütig über Stock und Stein springt. So humpelt sie zur Hexe, die ihn mittels Zaubertee wieder auf Vordermann bringt. Alles ganz einfach, wäre da nicht der Schnee und das Reh im Klee, der Zeh und der Tee, oh weh! Es entstehen dabei Worte wie Schneeseekleerehfee und Schneeseekleerehfeedrehzehwehteekessel.  Ja, dieses Bilderbuch fordert seine Vorleser und bietet dabei wunderbaren Sprachspielquatsch für kleine Zuhörer. Das etwas andere Feen & Hexenbuch.

Wenn man das Monster vergißt…

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Michael Escoffier: Grododo, Carlsen 2017 € 14,99

Bevor der Hase Cäsar schlafen geht, gibt es einiges zu erledigen: Zähne putzen, ein Glas Wasser auf den Nachttisch stellen, die Pantoffeln auf den Teppich, den Bären kuscheln und unter dem Bett nach Monstern schauen. Dann kann er die Augen schließen und auf seinen Ohren einschlafen.....wäre da nur nicht dieser Krach, der ihn wieder aus dem Bett treibt. Wo ist der Störenfried? Danach beginnt alles von vorn. Von Wiederholung zu Wiederholung verwechselt Cäser seine Rituale, so landen am Ende die Pantoffen im Wasserglas, er kuschelt mit seinem Teppich im Bett, versucht die Ohren zu schließen und auf seinen Augen zu schlafen. Kinder lieben Wiederholungen, und wie Cäsar, Rituale. Ohren auf! Schon kommt das nächste Geräusch. Wenn sich die Zutaten dieser sparsame Zu-Bett-geh-Inszenierung zu verwirren beginnen, gibt es viel zu lachen. Ein gelungenes Bilderbuch für ganz Kleine.

Auf der anderen Seite?

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Brigitte Minne, Carl Cneut: Hexenfee, Bohem 2017 € 24,95

Kinder werden groß und gehen irgendwann ihre eigenen Wege. Wie ein Miteinader hier funktionieren kann, davon können auch Erwachsene in diesem Bilderbuch lernen. Wie immer gibt es zwei Seiten. Das saubere Wolkenkuckucksland der Feen in der Luft, Rosmaries Heimat, und den Hexenwald am Boden. Feen sind Feen und Hexen bleiben Hexen. Da Rosmarinchen sich all das erträumt, was Hexen machen und das im Feenland nicht erwünscht ist, packt sie konsequenterweise ihre Koffer und zieht in den Hexenwald. Dort findet sie es viel schöner, als die Feen es ihr weismachen wollten. Die Hexen bringen ihr das Rollschuhlaufen bei und auf dem Besen reiten. Doch Mama vermisst ihr Rosmarinchen. So steigt sie herab, ihre Tochter zu treffen, die sie nun teilhaben lässt, an ihrer neuen Welt. So kommen die beiden sich wieder näher. Und das findet Rosmarinchen genaus schön. Von da an beschließt Rosmarinchen hier und dort zu leben. Mal sauber im Festkleid auf den Wolken, mal fliegt sie in den Wäldern auf dem Besen umher. Aus ihr wird eine richtige Hexenfee. So wie Rosmarie diese zwei Seiten lebt, passen für sie und für Mama nun auf Wunderbarste zueinander. In großer Pracht in Szene gesetzt hat sie der flämische Bilderbuchkünstler Carl Cneut. Er macht das Buch mit der klassischen Geschichte zu einem besonderen Hingucker.