Der Springteufel aus der Mottenkiste der Geschichte

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Wolfgang Korn: Karl Marx. Ein radikaler Denker, Hanser Verlag 2018 € 19.-

Eigentlich hatte Wolfgang Korn die Marx Schriften schon lange auf dem Dachboden eingelagert, da kommen sie wie ein Springteufel aus der Mottenkiste der Geschichte wieder heraus und ist aktueller denn je. Was ist dran, an Marx? "Das Kommunistische Manifest ist nicht nur eine politische Kampfschrift, sondern auch ein geschichtsphilosophisches Dokument", sagt er, der sich in seiner knappen Marx Biografie für jungen Leser bemüht, den Menschen Marx in seine Zeit einzubetten, seine komplizierten Texte einfach zu erklären und dabei sowohl sozialen, politischen und philosophischen Spuren nachgeht. Sein Text vom Leben und Wirken wird von zusätzlichen, fett hervorgehobenen, Ausführungen und Originalzitaten unterbrochen. Er wirkt insgesamt ein wenig eckig und bietet doch einen guten, schnellen Einstieg zu den wesentlichen Fragen, die Marx bewegten. Wolfgang Korn endet nicht mit Marx Tod. Er zeigt sein Wirken bis in die heutige Zeit auf und macht Lust aufs Weiterlesen.

 

Sport auf Dächern

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Jutta Wilke: Roofer, Coppenrath Verlag 2017 € 14, 95

In dem Buch geht es um das Mädchen Alice, das über ihre Freundin eine Gruppe Jugendliche kennenlernt, die zu den sogenannten Roofern gehören. Sie klettern ohne Kletterausrüstung auf Hochhäuser, filmen sich dabei und stellen die Videos ins Internet. Alice ist fasziniert, freundet sich mit ihnen an und verliebt sich in einen der Jungs. Doch als plötzlich ein Rivalenstreit unter den Roofern ausbricht und Alice Freundin eine lebensgefährliche Mutprobe bestehen muss, gerät alles außer Kontrolle. Ich finde, dass das Buch sehr gut geschrieben ist. Man kommt schnell in die Geschichte rein und trotz einiger eintöniger Stellen ist es ist von der ersten bis zur letzen Seite spannend. Ich kann das Buch vorallem 11- 13 jährigen empfehlen.

 

4. Juli 2018 18:30 Uhr: Jochen Till und sein Vorleser präsentieren „Pogo & Polente“ und „Luzifer“

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Jochen Till: Pogo und Polente, Tulipan Verlag 2018 € 13,00

Wie schon in Luzifer, thematisiert Jochen Till auch in Pogo und Polente elterliche Vorbilder und kindliche Rebellion in witziger, ungewohnter Rollenverteilung. Polente, eigentlich Vanessa, wünscht sich, in die Fußstapfen ihres Vaters, eines Polizisten, zu stapfen und spielt gewissenhafter Recht und Ordnung, als es die Polizei erlaubt. Sie ist mit ihrem Vater ausgerechnet in das Haus neben Pogo und seine Eltern gezogen, die in ihrer verfallenen Hütte ein waschechtes Punkerleben führen. Dummerweise entwickelt Pogo seine Zukunftswünsche ebenso gewissenhaft wie Vanessa und dirket an seinen Eltern vorbei. Er ist ein angepasster, strebsamer Einserschüler, der die Schule und das Lernen liebt. Trotz allem läuft es mit Pogo und Polente nicht gleich rund. Erst als ein Fahrraddieb sein Unwesen treibt, beginnen die beiden gemeinsame Sache zu machen. Jochen Till lässt die Welten und Lebensansichten großer wie kleiner Menschen mit viel Spaß, Situationskomik und Augenzwinkern aufeinander prallen, immer mit der Gewissheit,  dass Kinder aus all dem, was sie umgibt, das Beste machen.

16. Juli 2018, 18:30Uhr: Lea-Lina Oppermann im Gespräch mit den Bücherfressern zu ihrem Roman „Was wir dachten, was wir taten“

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Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten, Beltz&Gelberg 2017 € 12,95
Außergewöhnliche Lebenssituationen sind in der Jugendliteratur ein beliebtes Thema. Gewissen und Haltung, das Leben selbst steht plötzlich auf dem Prüfstand. Lea-Lina Oppermann hat ihr Debüt mit 16 Jahren geschrieben und und beeindruckt mit Schreibtalent und Beobachtungsgabe zu jugendlichem Denken und Handeln. Ihr Buch ist zum Lieblingsbuch der Jugendlichen und zur perfekten Schullektüre avanciert.
Nach der Lesung werden die Bücherfresser mit der Autorin ins Gespräch gehen.
Lea-Lina Oppermann, beschreibt  die Ausnahmesituation eines Amoklaufes in der hermetisch abgeriegelten Welt des Klassenzimmer auf hohem Spannungsniveau aus drei Perspektiven. Zwei Durchschnittschüler Mark, Fiona und ihr junger Lehrer Herrn Filler erzählen. Wie in Zeitlupe spiegeln sie in gekonntem rhythmischen Wechsel jede Bewegung des Eindringlings und der Gruppe und sehen dabei immer sich selbst im Zentrum der Situation.  Allen voran der Lehrer, dessen knapper Altersvorsprung und  Ausbildung ihn keineswegs erhabener oder aktiver gemacht haben. Selbst als der Täter einen Stapel Briefe mit seinen Wünschen auf den Tisch legt, Forderungen in denen jeder mal gezwungen wird, andere Bloßzustellen, kommt keinem die Frage in den Sinn, was hier überhaupt gespielt wird. Viele Möglichkeiten des Eingreifens verstreichen. Stück für Stück erkennen die Erzähler die Rolle Einzelner im Gesamtkontext der Gruppe und füllen ihre bisherige Nichtwahrnehmung mit defensiven Rechtfertigungen. Bei diesem Text handelt es sich um einen erzählerisch versierten,  düstern Zustandsbericht des Seins, der nach Diskussion und Klassenlektüre ruft.

 

Die Veranstaltung eignet sich für Jugendliche und Erwachsene. Eintritt € 5.-. Um Anmeldung wird geben.

Ein Interview mit Lena-Lia Oppermann, das wir auf der Buchmesse führten, finden Sie hier.

Alte Meister neu verpackt und fesselnd erklärt

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Susanna Partsch: Schau mir in die Augen, Dürer. Die Kunst der alten Meister erklärt von Susanna Partsch, Beck Verlag 2018 € 28.-

Weshalb trägt Maria immer einen blauen Mantel? Wieso malte Rubens mit Vorliebe füllige Frauen? Wie lassen sich die großen Formate durch kleine Museeumstüren transportieren? Reden wir hier wahrlich über 500 Jahre alte Schinken? Die ästhetische Aufmachung dieses mit großer Liebe gestalteten Buches ist ein Hingucker. Die aktuellen Fotos von ungeahntem, musealem Treiben lassen staunen. Susanna Partschs erhellenden Erklärungen fesseln wie ein Krimi. Sie liefert wohldosierten Einblick, Aha-Erlebnis und packendes Detail in rasantem Wechsel. Ein Buch, mit dem man gleich ins nächste Museum laufen möchte.

Nathans Kinder

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Mirjam Pressler: Nathan und seine Kinder, Beltz Tb € 8,95

Machen wir uns nichts vor:  Lessings Nathan ist für viele heute klein und gelb und bestenfalls unromantische Schullektüre. Doch die Ringparabel, der Kern dieses Dramas, welches jungen Lesern vielleicht zu pathetisch, zu entrückt und marionettenhaft erscheint, wegen seiner Reimform gestelzt und dabei noch so pedantisch erzieherisch, ist aktueller denn je. Diese Geschichte muss immer wieder neu erzählt werden. So wie es auch Lessing schon tat, der die Ringparabel von Boccacio entlehnte. In großer Verneigung vor Lessing, aber dann ganz eigen und bodenständig von unten herauf beginnt Mirjam Pressler ihre Geschichte. Neben den bekannten Figuren aus dem Drama: Daria, Recha, der Tempelherr oder Al Hafi, die aus ihrer Sicht das Leben in Jerusalem schildern, dichtet sie eigene Figuren hinzu. Einen namenlosen Jungen zum Beispiel, der in Nathans Haus Unterschlupf und Arbeit findet und von ihm im ersten Kapitel den Namen Geschem bekommt.

Willi darf nicht fehlen

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Birte Müller: Planet Willi, Klett-Kinderbuch €13,95

Das autobiographische Bilderbuch katapultiert die Außenstehenden mitten hinein in Willis Leben und das Leben mit Willi. Er ist mit Down-Syndrom geboren, richtiger Trisomie 21, einem Chromosom mehr als Andere. Sein Wesen breitet sich in elementaren thematischen Episoden auf je einer Doppelseite in Bild und Text aus. „Willi lernt essen“, „Willi will küssen“, „Willis Zunge“. Der klare, einfache und direkte Ton des Textes ist wohltuend, entwaffnend wie faszinierend, weil man spürt, dass das Leben mit Willi alles andere als ganz einfach ist. Das ist bei Willi normal. Tränen und Glücksgefühle liegen bei allen Beteiligten dicht beieinander. Die aus dieser Ambivalenz erwachsende besondere Lebensenergie zeigt sich auch auf jedem, der auf den ersten Blick chaotischen, flächigen, farbintensiven Bilder. Dem linear geordneten Nebeneinander der Dinge stehen Zeitsprünge und eine cineastische Dramaturgie gegenüber. Überaus stark treten innerhalb der Reduktion dabei die Emotionen der Protagonisten zu tage. 

Im Gefängnis. Was ist das für ein Ort und wie lebt man dort?

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Thomas Engelhard, Monika Osberghaus: Im Gefängnis, Klett-Kinderbuch 2018 € 14,00

"Jeder hat ja so seine Vorstellungen, aber genau wissen tut´s keiner. Sie werden es nicht glauben, aber ich habe das Buch in meine Klasse gestellt und wirklich JEDER hat es in die Hand genommen!" Grundschullehrerin im Gespräch mit mir.
Sachkundig wird hier von einem Ort erzählt, am dem Elternteile von 100.000 Kindern leben. Er liegt mitten zwischen uns und doch kennt ihn fast niemand: Das Gefängnis. Wer kommt ins Gefängnis? Was darf man dorthin mitnehmen. Wie lebt man im Gefängnis? Wer arbeitet dort? Und vor allem: Wie lebt lebt eine Familie, wenn der Papa im Gefängnis ist?  Die Geschichte packt, berührt und berichtet unbefangen und behutsam vom Alltag im und mit dem Strafvollzug. Wirklich mal was Neues!

 

Gespräch am Runden Tisch: Thomas Steinfeld zu seiner Neuübersetzung von Selma Lagerlöfs Nils Holgersson

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Selma Lagerlöf: Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden, Die Andere Bibliothek € 24.-

Aus dem Schwedischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Thomas Steinfeld. Bereichert mit Zeichnungen von Bertil Lybeck. Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2015 in der Kategorie Übersetzung. Thomas Steinfeld, Sprachakrobat und -virtuose, Literaturkenner und -kritiker hat sich daran gemacht das 700 Seiten umfassende, bekannteste Werk von Selma Lagerlöf neu und erstmals vollständig ins Deutsche zu übertragen. Herausgekommen ist ein großartiger Schmöker, eine federleichte, literarische und luftige Bildungsreise, die uns in die Kultur- und Naturlandschaften Schwedens entführt. Nun, hundert Jahre nach seinem Erscheinen, in neuem Sprachgewand, ist es ein lohnenswerter Klassiker für Jung & Alt. Dank Steinfelds Sprachkunst wirkt Lagerlöfs Text, literarisch gestaltet und doch so originär als möglich, erstaunlich modern. Für den Lesegenuss ist es dabei völlig unerheblich, ob man Schwedenkenner ist, oder bisher geglaubt hat, Småland läge gleich links hinter dem IKEA Eingang.

Nachdenken über die Natur

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Antje Damm: Was wird aus uns? Nachdenken über die Natur, Moritz Verlag 2018 € 18,00

Ist Natur eigentlich überall? Finden wir sie zwischen den Hochhäusern oder zwischen den Graten aus Granit im Gebirge? Diese zwei Bilder stehen sich zur Frage gegenüber und sehen sich igendwie ähnlich. Sie scheinen leblos und wirken gleich grau. Pflanzen oder Tiere sieht man nicht. Ähnlich und doch anders? Was fällt dir dazu ein? Und brauchen wir Natur überhaupt, wenn wir mit Plastikspielzeug spielen und Nahrung aus Konservendosen kommt? Und wer ist stärker? Pflanze oder Tier? Tier oder Mensch? Die einfachen Fragen und Bilder bringen ihre Betrachter schnell ins Philosophieren. Leicht finden wir neue Fragen, mit den Antworten ist es nicht ganz so einfach. Das Buch bietet viel Raum zum Spielen und Denken und zum Anstoßen wichtiger Gespräche. Nicht nur für Kinder. Auch für Erwachsene. Dies ist Anje Damms fünfter assoziativ philosphischer Frageband. Sie hat es darin zur wahren Meisterschaft gebracht.

Feuer gegen Eis

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Feuer gegen Eis

Elly Blake, Fire & Frost - Vom Eis berührt, Ravensburger 2018l €17,00

Wenn Feuer gegen Eis kämpft, wenn die letzte Fireblood, in deren Körper die Hitze brennt, den Frostbllodkönig bekämpfen und seinen Eisthron zerstören soll, dann fragt sich der Leser wähend der gesamten Geschichte, wer von beiden am Ende siegen wird. Ein großartiges Fantasydebüt von Elly Blake, die eine gnadenlose, fast schon marzialische Welt erschaffen hat, in welcher ihre Protagonisten von vielen Geheinissen umrankt sind, und in der die unmögliche Liebe zwischen einer Fireblood und einem Frostblood möglich wird.

 

Nikolaus Nützel und die Bücherfresser über „Was ist Liebe?“

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Die Liebe wohnt im Buchpalast

Was ist die Liebe? Ob jung oder alt, zeitlebens bewegt diese Frage die Menschen. In seinem neuen Sachbuch über die Liebe versucht Nikolaus Nützel zehn treffliche Antworten zu finden und wendet sich dabei vor allem an junge Menschen, die sich sprachlos vielleicht, peinlich berührt, neugierig und emotional mitgerissen inmitten des Gefühlskarussels befinden. Der Experte ging bei seiner Buchpremiere im Buchpalast ins Gespräch mit vier jugendlichen Bücherfressern, die sich in der Jugendliteratur zum Thema Liebe umgeschaut hatten und sein Buch dabei vorstellten.

Fabelmächtig fabelhaft

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Kahtrin Lange: Die Fabelmacht-Chroniken, Arena Verlag 2017 € 18,00

Die Fabelmachtchroniken sind für mich ein Highlight bei den Herbstneuerscheinungen im fantastischen Jugendbuch. Die Geschichte hat es geschafft, mich beim Lesen immer wieder zu überraschen. Die Autorin hat Paris als Schauplatz gewählt und führt auf die Dächer der Stadt, auf Friedhöfe und in Katakomben, wobei sie der Handlung einen lebendigen und realen Rahmen gibt. In Paris leben die Fabelmächtigen, da sich nur dort die Gabe zeigt: was sie mit Stift auf Papier bringen, wird wahr. Diese Gabe kann auch gefährlich und missbraucht werden, darum haben sich viele Fabelmächtige als eine Gemeinschaft in die Tiefen der Stadt zurückgezogen und der Gabe abgeschworen. Mila weiß von all dem nichts, vor allem nicht, dass ihre Mutter eine Fabelmächtige ist und sie die Gabe auch in sich trägt.  Erst als sie aufgrund eines Streites mit ihrer Mutter ausgerechnet nach Paris zu einer Freundin abhaut, beginnt die Geschichte, eine Geschichte, die schon längt geschrieben wurde: von dem Fabelmächtigen Nicholas, einem Jungen, der ebenfalls lange nichts von seiner Gabe wusste und nun mit aller Macht versucht, dass seine geschriebene Geschichte nicht wahr wird, denn er wird in seiner Geschichte sterben. Doch die Geschichte lässt sich nicht umschreiben. Verschiedene Menschen werden Mila zur Seite stehen, werden versuchen, ihr zu helfen und sie zu beschützen. Doch selbst Mila kann ihre Gabe nicht dazu nutzen, den Tod Nicholas in einer neuen Geschichte umzuschreiben...
Eine dramatische Liebesgeschichte, eine Tragödie voller unerwarteter Wendungen, die zum Teil an sehr düsteren Orten spielt, und bis zuletzt die Spannung hochhält. 

 

Ein Sturz mit Folgen

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Nicole Boyle Rodtnes: Wie das Licht von einem erloschenen Stern, Beltz und Gelberg € 14,95

Das Buch handelt von dem Mädchen Vega. Nach einem Sturz auf einer Party leidet sie an Aphasie. Das bedeutet, dass sie weder sprechen noch lesen oder schreiben kann. Sie hat den Verdacht, dass sie von jemandem geschubst wurde. Keiner will ihr das glauben. Bei einem Workshop trifft sie auf Theo, der ebenfalls unter Aphasie leidet. Sie verlieben sich. Aber wied sie herausfinden, ob ihr Verdacht richtig ist? Und wenn ja, wer hat sie geschubst?

 

Pakt mit dem Teufel?

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Jenny-May Nuyen: Nacht ohne Namen, dtv € 16,95

Ein spannender Fantasy Roman, der mich von Anfang an gefesselt hat. Es geht um das Mädchen Nicki, deren Freund Canon eines Tages verschwindet. Auf seiner Spur macht sie Bekanntschaft mit Traumdeutern, Besessenen und Dämonen. Sie schließt ausversehen einen Pakt mit dem Inkubus Jucitell Tallis. Kann sie trotz vieler Gefahren Canon finden?

 

Amoklauf in der Schule

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Marieke Nijkamp: 54 Minuten, Fischer Verlag 2017 € 14,99

Das Buch handelt von einem Amoklauf. Nach der Rede der Direktorin wollen alle die Aula verlassen, aber die Türen sind verschlossen. Tyler, der Amokläufer, fängt an zu schießen und will alle töten, die ihm je Unrecht getan haben. Das Buch ist aus der Sicht von vier Jugendlichen erzählt. Sie heißen Claire, Autumn, Tomás und Sylv. Sie haben alle etwas mit Tyler zu tun. Das buch bleibt immer spannend, das die Sichen wechselt und nicht alle in der Aula waren, als Tyler zu schießen begann. Ich finde das Buch sehr gut. Kleiner Geheimtipp, meinerseits!

 

Ermittlungen à la Agatha Christie

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Robin Stevens: Mord ist nichts für junge Damen, Knesebeck Verlag € 15,00

In dem Buch geht es um die Mädchen Daisy und Hazel, die eine Detektei eröffnet haben. Das Buch spielt im Mädcheninternat in England der 30er Jahre. Die beiden Mädchen sind 13 Jahre alt, als Hazel die Leiche ihrer Lehrerin Miss Bell entdeckt. Als sie allerdings mit einer Aufsichtsperson zum Tatort zurückkehrt, ist die Leiche verschwunden. Keiner glaubt den beiden Mädchen, deshalb ermitteln sie auf eigene Faust. Können Sie den Mörder fassen?

Vertrackter Thriller, bei dem man nicht zu viel verraten darf

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Monika Feth: Der Erdbeerpflücker, cbt € 8,95

In diesem Buch geht es um die Hauptperson Jette. Sie ist Tochter von einer Autorin. Ihre Eltern leben getrennt. Jette hat eine Freundin namens Caro. Diese wird eines Tages ermordert. Daraufhin schwört Jette öffentlich Rache und macht den Mörder auf sich aufmerksam. Das Buch ist spannend aufgebaut. Es erzählt abwechselnd aus verschiedenen Sichten. Ich finde allerdings, dass der Klappentext zu viel verrät. Das Cover, finde ich, passt sehr gut zum Buch.

Verliebt in Geist oder Körper?

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David Levithan: Letztendlich sind wir dem Universum egal, Fischer TB € 9,99

In dem Buch „Letztendlich sind wir dem Universum egal“ geht es um eine Seele, die jeden Morgen in einem anderen Körper aufwacht. Sie nennt sich „a“ und das tägliche Wechseln der Körper ist bereits so, seitdem sie denken kann. Eines Morgen erwacht die Seele im Körper von Justin, ein nicht sehr sympathischer Junge. In der Schule trifft er als Justin auf dessen Freundin Rhiannon und verliebt sich dabei in sie. Die beiden beschließen, die Schule zu schwänzen und ans Meer zu fahren. Die Seele weiß, dass Justin seine Freundin oft schlecht behandelt und vernachlässigt, doch an diesem Tag ist Justin Rhiannon gegenüber deutlich netter.
In dem Buch stellt sich die Frage: Besteht Liebe nur aus der „Seele“, also dem Charakter, oder auch zwingend aus dem Aussehen?
Fazit: Ich finde das Buch sehr faszinierend, da eine andersartige Form von Erzählung im Gegensatz zu ansonsten üblichen Geschichte gewählt wurde. Es bleibt für den Leser durch die unterschiedlichen Perspektiven der Seele abwechslungsreich und spannend. Außerdem gelingt es dem Erzähler mit dem Schluss des Buches zu überraschen.