2. Oktober 2018, 19:30 Uhr Zwischen den Zeilen: Spiegelwelten in Kehlmanns Tyll

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Daniel Kehlmann: Tyll, Rowohlt Verlag 2017

Zwischen den Zeilen - oder wer hält wem den Spiegel vor? Peformative Lesung und Lektüre-Gespräch über Daniel Kehlmanns Roman TYLL

Eintritt €5.- Um Anmeldung wird gebeten.

Daniel Kehlmanns TYLL lesen heißt, nicht nur in eine historische Abenteuergeschichte  einzutauchen, die uns in die Zeit des 30jährigen Krieges führt, dessen Ausbruch vor 400 Jahren 2018 besonders erinnert wird. Viele weitere Schichten lassen sich zwischen den Zeilen entdecken. Was machen traumatische Erlebnisse mit Menschen? Was und warum wird verdrängt? Was und warum wird vergessen, um scheinbar weiterleben zu können? Kann Vergessen überhaupt eine Strategie der Vergangenheitsbewältigung sein und kann man überhaupt bewusst etwas vergessen? Hat man Einfluss auf seine Erinnerungen? Wer wird eigentlich von einem charismatischen Führer oder Führerin verführt? Der oder die Einzelne? Viele Einzelne? Die Masse? Tyll stellt auch die Absurdität des Krieges aus, diskutiert das Wesen von guter und schlechter Pädagogik und liefert letztlich ein leidenschaftliches Plädoyer zur individuellen Lebensgestaltung abseits des Mainstreams.
Bei der Veranstaltung „Zwischen den Zeilen“ werden die Theaterwissenschaftlerin Anette Spieldiener und der passionierte Schauspieler und Sprecher Michael Weiser im kreativen Dialog die Handlungsfäden, Motivstränge und Spiegelungen historischer Personen entdecken und aufdecken. Anette Spieldiener geht den Fragen nach, warum der Autor gleichsam Spiegelscherben ausstreut, in denen sich die Lebensgeschichten „historischer“ Persönlichkeiten wie dem Gelehrten und Schriftsteller Wolkenstein, dem exilierten Königspaar Elisabeth und Friedrich von Böhmen, dem fanatischen Jesuiten Tesimond und dem Weltweisen Athanasius Kircher zeigen, aber auch durch Fiktion brechen. Ob eine tiefere Struktur hinter den scheinbar chaotischen Zeitsprüngen innerhalb der Handlung zu entdecken ist? Und warum es sich lohnt parallel zu Kehlmanns Tyll Aleida Assmanns „Der lange Schatten der Vergangenheit. Erinnerungskultur und Geschichtspolitik“ zu lesen, ein Buch über individuelle und kollektive Konstruktionen der Vergangenheit und das individuelle und kollektive Gedächtnis. Anette Spieldiener

Faust quakt – Heimstatt für einen Buchbewohner

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Einen Monat lang wurde der Buchpalast zur Heimstatt des Buchbewohners. Die nahezu unbekannte Spezis entstaubte unsere Bücher und verspann das Weltwissen in den Regalen. Der sonderliche wie seltene, furchtlose und über alle Maßen faszinierende Vertreter dieser Art lebte in Goethes Faust. Wir hatte ihm den Buchpalast mit Ensikats Originalen aus Faust und Osterspaziergang tapeziert. Er fand in unserer Buchhandlung ein begeistertes Publikum.

"Als Buchbewohner habe ich es mir in meinem Faust eingerichtet. Zwei Kochplatten beim Osterspaziergang. Ich bin halt ein Singlehaushalt. Faust, Wagner - aus." sagte Michael Weiser bestimmt

und kündigte mit einem Rotstift zahlreichen Faust-Mitbewohnern. Er kannte jede Zeile in und auswendig, hatte den Text renoviert und die Möbel umgestellt. Faust II Passagen glänzten nun in Faust I neben bayerischen Varianten. Ob unter der Dusche oder beim Staubsaugen, überall trug er Goethes Zeilen mit sich herum. Beobachtet man ihn in Münchens Straßen sieht man ihn oft mit einem ausgeschalteten Handy am Ohr. So kann er ungestört Goethes Verse vor sich hinmurmeln.

Autorensamstag mit Susanna Partsch

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Susanna Partsch: Schau mir in die Augen, Dürer. Die Kunst der alten Meister erklärt von Susanna Partsch, Beck Verlag 2018 € 28.-

Sie verpackt alte Meister neu und jongliert mit Rot, Blau, Gelb: Susanna Partsch ist eine Kunstexpertin für Jung & Alt. Am Autorensamstag, 3. November 2018 empfiehlt und signiert sie zwischen 11:00 Uhr und 13:00 Uhr im Buchpalast. Kommen Sie mit ihr über Kunst oder Fälschung ins Gespräch. Ihr neustes Werk "Schau mir in die Augen, Dürer" hat Weihnachtsgeschenk-Potential.
Weshalb trägt Maria immer einen blauen Mantel? Wieso malte Rubens mit Vorliebe füllige Frauen? Wie lassen sich die großen Formate durch kleine Museeumstüren transportieren? Reden wir hier wahrlich über 500 Jahre alte Schinken? Die ästhetische Aufmachung dieses mit großer Liebe gestalteten Buches ist ein Hingucker. Die aktuellen Fotos von ungeahntem, musealem Treiben lassen staunen. Susanna Partschs erhellenden Erklärungen fesseln wie ein Krimi. Sie liefert wohldosierten Einblick, Aha-Erlebnis und packendes Detail in rasantem Wechsel. Ein Buch, mit dem man gleich ins nächste Museum laufen möchte.

7. November 2018, 19:30 Uhr: Palastschätze live – Thomas Ernst liest aus „Schweben“

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Jürgen-Thomas Ernst: Schweben, Braunmüller Verlag 2017 € 20.-

Dieses Buch hat mich tief berührt: es erzählt von Josefs Leben, in dem ihn Rosa ein gutes Stück begleitet. Sie sind ganz einfache Menschen, die ohne Aufhebens ihr Leben in die Hand nehmen. Sie haben wenig und brauchen nicht viel, sie nehmen Glücksmomente wahr und machen sie sich selbst und einander bewusst. Sie finden und verlieren einander und der Leser begleitet sie bei verschiedenen Episoden zwischen Kindheit und Alter. Es steckt viel Lebensweisheit in diesem schmalen Buch in Gedanken und Sätzen, die den Leser auch nach der Lektüre begleiten werden. Wer das Buch "Ein ganzes Leben" von Robert Seethaler und "Ein Leben mehr" von Joyceline Saucier gerne gelesen hat, wird auch dieses Buch lieben!

4. Juni-15. Juli 2018: Magie und Hexenzauber für jedes Alter. Ausstellung Faust Illustrationen von Klaus Ensikat

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Barbara Kindermann, Johann Wolfgang von Goethe: Faust, Kindermann Verlag € 16,90

Klaus Ensikat, 1937 in Berlin geboren, ist einer der brillantesten Buchkünstler der Gegenwart. In seinen detailreichen, mit feinem Strich gezeichneten Bilderbuchszenen können es Kinder schon früh mit der Weltliteratur aufnehmen. Verweile doch, du bist so schön! Seine Bilder verblüffen in ihrer ungewöhnlichen Mischung aus Realismus und Fantastik. Für den Kindermann Verlag hat er zahlreiche Werke der Weltliteratur illustriert. Der Buchpalast zeigt vom 4. Juni bis 15. Juli Originale aus „Faust“ und „Osterspaziergang.“

4. Juli 2018 18:30 Uhr: Jochen Till und sein Vorleser präsentieren „Pogo & Polente“ und „Luzifer“

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Jochen Till: Pogo und Polente, Tulipan Verlag 2018 € 13,00

Wie schon in Luzifer, thematisiert Jochen Till auch in Pogo und Polente elterliche Vorbilder und kindliche Rebellion in witziger, ungewohnter Rollenverteilung. Polente, eigentlich Vanessa, wünscht sich, in die Fußstapfen ihres Vaters, eines Polizisten, zu stapfen und spielt gewissenhafter Recht und Ordnung, als es die Polizei erlaubt. Sie ist mit ihrem Vater ausgerechnet in das Haus neben Pogo und seine Eltern gezogen, die in ihrer verfallenen Hütte ein waschechtes Punkerleben führen. Dummerweise entwickelt Pogo seine Zukunftswünsche ebenso gewissenhaft wie Vanessa und dirket an seinen Eltern vorbei. Er ist ein angepasster, strebsamer Einserschüler, der die Schule und das Lernen liebt. Trotz allem läuft es mit Pogo und Polente nicht gleich rund. Erst als ein Fahrraddieb sein Unwesen treibt, beginnen die beiden gemeinsame Sache zu machen. Jochen Till lässt die Welten und Lebensansichten großer wie kleiner Menschen mit viel Spaß, Situationskomik und Augenzwinkern aufeinander prallen, immer mit der Gewissheit,  dass Kinder aus all dem, was sie umgibt, das Beste machen.

16. Juli 2018, 18:30Uhr: Lea-Lina Oppermann im Gespräch mit den Bücherfressern zu ihrem Roman „Was wir dachten, was wir taten“

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Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten, Beltz&Gelberg 2017 € 12,95
Außergewöhnliche Lebenssituationen sind in der Jugendliteratur ein beliebtes Thema. Gewissen und Haltung, das Leben selbst steht plötzlich auf dem Prüfstand. Lea-Lina Oppermann hat ihr Debüt mit 16 Jahren geschrieben und und beeindruckt mit Schreibtalent und Beobachtungsgabe zu jugendlichem Denken und Handeln. Ihr Buch ist zum Lieblingsbuch der Jugendlichen und zur perfekten Schullektüre avanciert.
Nach der Lesung werden die Bücherfresser mit der Autorin ins Gespräch gehen.
Lea-Lina Oppermann, beschreibt  die Ausnahmesituation eines Amoklaufes in der hermetisch abgeriegelten Welt des Klassenzimmer auf hohem Spannungsniveau aus drei Perspektiven. Zwei Durchschnittschüler Mark, Fiona und ihr junger Lehrer Herrn Filler erzählen. Wie in Zeitlupe spiegeln sie in gekonntem rhythmischen Wechsel jede Bewegung des Eindringlings und der Gruppe und sehen dabei immer sich selbst im Zentrum der Situation.  Allen voran der Lehrer, dessen knapper Altersvorsprung und  Ausbildung ihn keineswegs erhabener oder aktiver gemacht haben. Selbst als der Täter einen Stapel Briefe mit seinen Wünschen auf den Tisch legt, Forderungen in denen jeder mal gezwungen wird, andere Bloßzustellen, kommt keinem die Frage in den Sinn, was hier überhaupt gespielt wird. Viele Möglichkeiten des Eingreifens verstreichen. Stück für Stück erkennen die Erzähler die Rolle Einzelner im Gesamtkontext der Gruppe und füllen ihre bisherige Nichtwahrnehmung mit defensiven Rechtfertigungen. Bei diesem Text handelt es sich um einen erzählerisch versierten,  düstern Zustandsbericht des Seins, der nach Diskussion und Klassenlektüre ruft.

 

Die Veranstaltung eignet sich für Jugendliche und Erwachsene. Eintritt € 5.-. Um Anmeldung wird geben.

Ein Interview mit Lena-Lia Oppermann, das wir auf der Buchmesse führten, finden Sie hier.

24. September 2018, 19:00 Uhr: Marion Hübinger liest aus „Krieger der Lüfte“, begleitet von keltischen Querflötenklängen von Susanne Sperrhake

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Marion Hübinger: Krieger der Lüfte, Papierzieher Verlag 2018 €13,95

Ob das Schicksal seine Finger im Spiel hat, als Leyla, eine junge Verlagsangestellte, bei einem Spaziergang im Klosterpark in eine fremde Welt katapultiert wird?
Marion Hübinger ist im Buchpalast nicht nur unsere Fachfrau für Krimis, Fantasy, Romantasy oder Dystopien. Sie ist auch Schriftstellerin und wird an diesem Abend ihr neues Werk vorstellen, welches, wie auch ihre anderen Werke schon, die Leser in eine Fantasywelt entführen wird. In der fremden Welt wird Leyla Akim begegnen, einen der letzten Angehörigen seines Volkes, das von einem mörderischen Adler bedroht und vernichtet werden soll.
Für jugendliche und erwachsene Fantasyfans und solche die es werden wollen. Diesen Abend wird Susanne Sperrhake an der Querflöte begleiten.

Eintritt € 5.-. Um Anmeldung wird gebeten.

Brieflieder mit Johannes Öllinger & Alois Prinz

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Briefe von der Reise, aus dem Exil, aus dem Gefängnis, an eine Freundin, den Liebhaber, die Ehefrau - Briefe von Bismarck, Bonhoeffer, Tucholsky und Koeppen, von Celan an Bachmann, Kafka an Milena oder Rosa Luxemburg an Sophie Liebknecht. Als musikalische Begleitung zu Auftritten des Biografen Alois Prinz, begann Johannes Öllinger ausdrucksstarke Sätze aus Briefen zu sammeln und sie zu Briefliedern zu komponieren. An diesem Abend kommen kleine Meisterwerke zu Gehör. Alois Prinz wird biografisch begleitend in die Absender einführen.

Gespräch am Runden Tisch: Thomas Steinfeld zu seiner Neuübersetzung von Selma Lagerlöfs Nils Holgersson

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Selma Lagerlöf: Nils Holgerssons wunderbare Reise durch Schweden, Die Andere Bibliothek € 24.-

Aus dem Schwedischen übersetzt und mit einem Nachwort versehen von Thomas Steinfeld. Bereichert mit Zeichnungen von Bertil Lybeck. Nominiert für den Preis der Leipziger Buchmesse 2015 in der Kategorie Übersetzung. Thomas Steinfeld, Sprachakrobat und -virtuose, Literaturkenner und -kritiker hat sich daran gemacht das 700 Seiten umfassende, bekannteste Werk von Selma Lagerlöf neu und erstmals vollständig ins Deutsche zu übertragen. Herausgekommen ist ein großartiger Schmöker, eine federleichte, literarische und luftige Bildungsreise, die uns in die Kultur- und Naturlandschaften Schwedens entführt. Nun, hundert Jahre nach seinem Erscheinen, in neuem Sprachgewand, ist es ein lohnenswerter Klassiker für Jung & Alt. Dank Steinfelds Sprachkunst wirkt Lagerlöfs Text, literarisch gestaltet und doch so originär als möglich, erstaunlich modern. Für den Lesegenuss ist es dabei völlig unerheblich, ob man Schwedenkenner ist, oder bisher geglaubt hat, Småland läge gleich links hinter dem IKEA Eingang.

Nikolaus Nützel und die Bücherfresser über „Was ist Liebe?“

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Die Liebe wohnt im Buchpalast

Was ist die Liebe? Ob jung oder alt, zeitlebens bewegt diese Frage die Menschen. In seinem neuen Sachbuch über die Liebe versucht Nikolaus Nützel zehn treffliche Antworten zu finden und wendet sich dabei vor allem an junge Menschen, die sich sprachlos vielleicht, peinlich berührt, neugierig und emotional mitgerissen inmitten des Gefühlskarussels befinden. Der Experte ging bei seiner Buchpremiere im Buchpalast ins Gespräch mit vier jugendlichen Bücherfressern, die sich in der Jugendliteratur zum Thema Liebe umgeschaut hatten und sein Buch dabei vorstellten.

Jugendopposition im Dritten Reich. Johannes Herwig mit „Bis die Sterne zittern“

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Johannes Herwig: Bis die Sterne zittern, Gerstenberg Verlag 2017 € 14,95

Wild, bunt, rebellisch – Johannes Herwig erzählt von den "Leipziger Meuten", einer jugendoppositionellen Bewegung im Dritten Reich. Eine eigene Meinung haben, sich nicht anpassen und das Leben feiern –  auch in der Zeit des Nationalsozialismus gab es Jugendliche, die frei sein wollten und sich dem Zugriff der Nazis entzogen. Der Leipziger Autor Johannes Herwig erzählt in seinem neuen Jugendroman Bis die Sterne zittern  mitreißend von den sogenannten "Leipziger Meuten". Sie sind der ermutigende Beweis, dass nicht alle ihre Menschlichkeit für eine Ideologie aufgaben.

Palastschätze live: Birgit Müller-Wieland liest aus ihrem Roman „Flugschnee“

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Birgit Müller-Wieland: Flugschnee, Otto Müller Verlag 2017 € 20.-

In diesem vielschichtig komponierten Familienroman wird deutlich, wie Verstrickungen der Vergangenheit Auswirkungen auf die Gegenwart haben. Lucy, eine junge Frau in Berlin begibt sich nach dem Verschwinden ihres Bruders auf Spurensuche. Der Roman stand auf der Longlist für den Deutschen Buchpreis und fasziniert in seiner sprachlichen Schönheit und subtil aufgebauten Spannung.
Wir freuen uns darauf, einen interessanten Lesungsabend mit Ihnen zu verbringen! Einritt € 5.- Um Anmeldung wird gebeten.

 

Liebe geht durch den Magen: Neue Palastschätze vorgestellt

Wir haben angerichtet und laden zum belletristischen Festschmaus: Empfehlungsabend Neuerscheinungen Belletristik. Mit Herzblut und Empathie. Schönste Verschenkideen auf den Gabentisch oder einfach nur zum Selberlesen.

Bücher sind Lesegenuss und Liebe geht durch den Magen, lautet unser Motto in diesem Jahr. Lassen Sie sich überraschen, welche Schätze wir in diesem Jahr für Sie entdeckt und zu einem lesenswerten Menü zusammengestellt haben. Friederike Wagner, Katrin Rüger und Marion Hübinger empfehlen zu einem Glas Wein & Spekulatius ihre persönlichen Lieblingsbücher. Wir freuen uns auf Sie!

Palastschätze live: Bette Westera präsentiert vertonte Poesie aus Überall & Nirgends

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2016 wurde der einzigartig schöne Lyrikband "Überall & Nirgends" mit Texten von Bette Westera und Illustrationen von Sylvia Weve zu unserem Palastschatz des Jahres. Diese inspirierende wie berührende Sammlung von Gedichten bis zum Lebensende fasziniert durch die überaus abwechslungsreichen wie kunstvollen Blickwinkel, bei denen jeder Betrachter dieses Buches sogleich mindestens ein Lieblingsgedicht findet und das Bedürfnis verspürt, sich über das oft so gern umschiffte Thema auszutauschen. Freuen Sie sich auf einen besonderen Abend, an dem Gedichte aus diesem Buch vo Bette Westeraim niederländischen Original, gesungen zur Gitarre, und auf Deutsch vorgetragen werden. Und natürlich darf sich nach Herzenslust mit der Autorin, die niederländisch und  deutsch spricht, und den Verlegern Susanna und Johannes Rieder ausgetauscht werden.

Luther 500 & Rudi 70: Rudolf Herfurtner liest aus Magdalena Himmelstürmerin und wir feiern Geburtstagsparty

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Rudolf Herfurtner: Magdalena Himmelsstürmerin, Gerstenberg Verlag € 12,95

Luther lässt grüßen!

1517 in Brandenburg: Magdalena lebt in Jüterborg. Sie kann weder schreiben noch lesen. Das Denken über die Welt erschließt sich für sie aus dem, was sie in der Kirche von der Kanzel hört. In Jüterborg predigt Johannes Tetzel. Er treibt das Geld für die Kirche durch den Ablasshandel ein. Als Magdalenas Vater bei einem Grubenunglück ums Leben kommt, schickt die Mutter sie zur Tante nach Wittenberg. Hier predigt und denkt man ganz anders. Magdalena kommt in Berührung mit den Studenten der jungen Universität, mit Luther und Melanchthon, und langsam formt sich in ihr ein neues Weltbild. Herfurtner versteht es historisch packend zu inszenieren und dabei Detailwissen der Lutherzeit zu vermitteln. Wir freuen uns, wenn an diesem Abend, kurz vor dem 500 Jahrestag des Anschlags der Thesen zu Wittenberg, Jugendliche wie erwachsene Zuhörer mit dem Autor über Luther und seine Zeit ins Gespräch kommen.

Hurra, ein neuer Rico ist da!

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Am Sonntag, den 19. November 2017 um 11:00 Uhr liest Andreas Steinhöfel in einer Familienmatinee aus "Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch". Diese Veranstaltung ist eine Kooperation des Buchpalastes mit der Münchner Volkshochschule "Einstein 28". Zum Kartenvorverkauf geht es hier....

Andreas Steinhöfel: Rico, Oskar und das Vomhimmelhoch, Carlsen  2017 € 14,99

"Es sind nur zwei Geburten in einem Schneesturm." "Klar, wie jedes Jahr zu Heiligaben", murrte Lars. "Hatte ich fast vergessen. Was reg' ich mich eigentlich auf?" Zitat aus Steinhöfel: Rico, Oscar und das Vomhimmelhoch.
Auch am 24. Dezember ist in der Dieffe 93 richtig was los. Oskar und sein Papa Lars sind in Ricos alte Wohnung eingezogen. Rico, Mama und der Bühl wohnen in einer Doppelwohung unterm Dach und bald wird Rico großer Bruder werden. Rico und Oskar wollen noch schnell die letzten Geschenke kaufen, im  Schneegestöber. Weihnachtlich romantisch? Als Oskar sich wiederholt seltsam benimmt ist Rico sicher, dass er ein Geheimnis hat und das muss dringend aufgeklärt werden. Rico ist in allem ein ganzes Stück gewachsen. Man zittert und lacht. Und wie bei allen guten Büchern, beginnt am Ende eine ganz neue Geschichte, der man, für einen Moment, ist ja Weihnachten, alles Liebe und Gute wünscht, bevor man in die Realität zurücktaucht und denkt: Na, schaun mer mal. Ein rundum gelungener vierter Band, der sich allemal zu lesen lohnt. Nicht nur an Weihnachten!

Zur blauen Stunde über Kunst, Lyrik & Musik mit Quint Buchholz & Dorothée Kreusch-Jacob

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Dorothée Kreusch-Jacob, Quint Buchholz: Sonne, Mond und Abendstern, Hanser Verlag 2017 € 24.-

Kostbar für alle ist der Moment, in dem die Nacht den Tag umfängt. Die blaue Stunde birgt so manchen Zauber und lässt den Menschen innehalten. Erst wenn die Eltern zur Ruhe kommen, finden auch die Kinder den Schlaf. Dieses Buch ist ein musikalisch, literarisch und künstlerischer Schatz zur Blauen Stunde. Es regt zum Singen an, egal wie tonsicher man trifft, entschleunigt und darf in keinem Kinderzimmer fehlen. Quint Buchholz und Dorothée Kreusch-Jacob erzählten an diesem Abend von ihrer Kunst, von Lyrik und Musik zur Blauen Stunde und von der Bedeutung von Abendritualen. Sie gaben Kostproben an der Gitarre  und von Texten aus ihrem neuen Buch „Sonne, Mond und Abendstern“.

Verdammt starke Liebe – Homosexualität im Nationalsozialismus und darüber hinaus. Lutz van Djik stellt das Leben von Stefan K. vor – begleitet am Cello von Michael Weiss

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Lutz van Dijk: Verdammt starke Liebe, Quer Verlag, € 9,90

In "Verdammt starke Liebe" erzählt Lutz van Dijk die wahre Geschichte von Stefan K. und Willi G., einem polnischen Jugendlichen und einem wenig älteren jungen Wehrmachtsoldaten, die sich in Polen kennen und lieben lernten. Lutz van Dijk erzählt fesselnd von Heimlichkeiten, Begehrlichkeiten und Sehnsüchten, eben allem, was eine wunderbare Liebesgeschichte ausmacht. Sie entbrennt einfach, egal welche Hürden sie nehmen muss. Nach § 175 wurden homosexuelle Handlungen verfolgt und mit Zuchthaus oder auch Schlimmerem bestraft. Als Willi G. an die Front versetzt wird, endet ihre Beziehung zunächst. Ab dann gibt es kein Lebenszeichen. Schließlich schreibt Stefan an Willi einen Brief, der zum Verhängnis wird...
Stefan K. wird mit 17 Jahren nach  § 175  verurteilt und überlebt mehrere Straflager nur knapp. In seinem späteren Leben wird er über seine Homosexualität, das Erlebte schweigen, bis er sich, bei verschlechterndem Gesundheitszustand, Hilfe von Deutschland erhofft. Wiedergutmachung für erfahrenes Leid hat er nie erfahren. Er schreibt an Bundeskanzler Helmut Kohl und bittet um Geld für eine dringend erforderliche Operation.

Literarischer Spaziergang durch Haidhausen mit Anette Spieldiener & Michael Weiser

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Von der Buchhaltestelle am Buchpalast führen Anette Spieldiener & Michael Weiser auf einen literarischen Spaziergang durch Haidhausen und präsentieren Könige, Künstler und Kauffrauen in literarischen Textcollagen.  Sie präsentieren ein bewegendes Stimmenkonzert in Raum und Zeit. Im Anschluss lädt der Buchpalast zu Gesprächsaustausch bei Getränk & Gebäck ein. Unter anderem werden an diesem Tag folgenden Ziele rund um den Buchpalast besichtigt: