Eisprinzessin

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Tillie Walden: Pirouetten, Reprodukt 2018 €29.-

Das Eisprinzessinnendasein ist hart und unromantisch. Tillie Walden spielt in Bild und Text ihrer graphic novel ein eindringliches Doppelspiel.  Autobiografisch erzählt sie von von vielen Trainingsstunden auf dem Eis, am Morgen vor Schulbeginn und am Nachmittag beim Synkronlaufen. Der Wecker klingelt um 4:00 früh. Die morgentliche Kälte des Eises erzeugt Atemwölkchen. Sie kriecht dem Betrachter der Bilder unmerklich unter die Haut und steht im Widerspruch zu dem Gefühl, welches die Eleganz dahingleitender Körper erzeugt. Die jungen Mädchen spannen ihre Muskeln für diese und jene Figur. Später werden sie, alle gleich in Frisur und Kostüm, zur rhytmischen Einheit verschmelzen, der blasse Teint puppenhaft aufgehübscht, mit nichts als dünner Strumpfhose und und kurzem Röckchendress. Unterhose oder BH tragen zu sehr auf. Tillie liebt es, auf der still und unberührt daliegenden Eisfläche die ersten Kratzer zu ziehen. Der Dreisprung war ein schönes Gefühl, die Schraubenpirouette hat sie gehasst,die Waagepirouette erzeugte Schwindel, der Lutz war ein ekelhafter Sprung doch mit dem Flieger glaubte sie in die Ewigkeit zu gleiten - warum bleibt sie dabei? Tillie Walden plaziert in ihren nach außen so minutiös dressiert erscheinende Körper eine überbordende Menge an Gefühlen, deren Strahlkraft sie über das Eis mit sich zieht wie die Atemwolken.  Am Rande von Müdigkeit und Erschöpfung sucht sie vehement nach Wärme und Anerkennung. Nach Liebe. Sie fühlt sich zu den Mädchen hingezogen. Das spürt sie schon ganz früh. Es bleibt lange ihr bestgehütetes Geheimnis. Ihr Coming Out am Ende gestaltet sich schmerzhafter als ein vertaner Sieg. Es gibt Geschichten, die schwer in Worte zu fassen sind. In dieser gelungenen graphic novel braucht es sie nicht. Fliehende Räume, helldunkel Spiel, Bildauschnitte, Körperhaltung, Gesichtsaudrücke und viele aufs Wesentliche reduzierte Details lassen einen Sog entstehen, der nicht besser von jugendlicher Lebendigkeit erzählen könnte.

Durchs Tor ins Darknet

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Christian Linker: Scriptkid. Erpresst im Darknet, dtv 2018 € 6,95

Short & easy. Zille ist über den Torbrowser ins Darknet gerutscht und entdeckt den Marktplatz scheinbar unbegrenzter Möglichkeiten. Vielleicht wollte sie es Leo zeigen, dessen Machosprüche sie nerven, vielleicht war sie einfach neugierig. Nun steckt sie mitten drin. Die Coderätsel der Hacker fordern sie heraus, die Gedanken über Schein und Sein dieser virtuellen Welt streifen sie nur am Rande. Auch an den Konflikt mit dem Gesetz, welches sie als Newcommer Hackerin  herausfordert, verschwendet sie vorerst keine Gedanken. Linker erzählt schnell mit nötigem Detailwissen, welches ebenso spannend ist, wie die Geschichte selbst, die sich wendet wie ein Fisch im Wasser. Eine perfekte, kurzweilige Klassenlektüre im Angesicht allgegenwärtiger Digitalisierung.

Mitteilen ohne Sprache

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Penny Joelson: Ein kleines Wunder würde reichen, Fischer Verlag 2018 € 16,99

Nichts sagen zu können, sich nicht bewegen zu können und nichts zu tun, das können wir uns als gesunde Menschen nicht vorstellen. Doch die Hauptperson in diesem Buch, Jemma, ist es anders nicht gewohnt. Seit sie auf der Welt ist, sitzt sie im Rollstuhl, jeder nimmt Rücksicht auf sie und kümmert sich um sie. Besonders ihre Betreuerin Sarah. Als Jemma mitbekommt, dass ein ihr bekannter Junge getötet wurde und kurz darauf der Freund von Sarah ihr ein düsteres Geheimnis verrät, ist das Mädchen in Aufruhr. Am liebsten würde sie ihrer Familie alles erzählen, doch das geht nicht. Jemma kann nicht sprechen. Zu der ganzen Aufregung hinzu stellt sich heraus, dass Jemma noch eine Schwester hat, die ebenfalls adoptiert wurde. Wie kann ein Kennenlernen gelingen, wenn Jemma sich nicht mitteilen kann? Hilfe bekommt sie mittels einer Maschine, mit der man sich durch Schniefen mitteilen kann. Während Jemma übt mit ihrer Schwester zu reden, verschwindet ihre Betreuerin spurlos. Jemma weiß, was passiert sein könnte. Um ihre Gedanken verständlich zu machen, braucht sie Kraft und die Hilfe ihrer Familie.

Wenn sich plötzlich alles ändert

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Stephanie Höfler: Der große schwarze Vogel, Beltz & Gelberg 2018 € 13,95

Ben ist erst 14 als seine Mutter an plötzlichem Herzstillstand verstirbt. Seine Mutter, die eine so lebendige und lebensfrohe Frau gewesen war, welche es liebte lauten Jazz mitzugrölen, durch den Wald zu spazieren und Bäume zu umarmen.Ihr Tod lässt die Familie auseinanderfallen: Bens Vater verkriecht sich in der Wohnung und wird zu einer leblosen Hülle, gefangen in Trauer und Verzweiflung, der sechsjährige Karl reißt immer wieder von Zuhause aus und Ben selbst findet keinen Weg seine Trauer zu spüren, geschweige denn heraus zu lassen. Während das Leben weiter geht, schwankt er zwischen Erinnerungen und Akzeptanz und lernt dabei die wunderschöne Lina kennen, welche auch einige traurige Erfahrungen mit dem Tod gemacht hat.

Mit allen Sinnen zwischen virtuellen und realen Welten

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June Perry: White Maze, Arena Verlag 2018 € 18,00

Vivian Tallert, Tochter der millionenschweren Game-Entwicklerin Sofia Tallert, führt ein rundum verwöhntes Luxusleben: Dank ihrer High-Tech-Linsen kann sie in eine neue, virtuelle Realität eintauchen und dort mit ihren Freunden chatten. Den Tag verbringt sie am Pool liegend und imaginäre Cocktails schlürfend oder Designerstücke shoppend in der Stadt. Erst als sich seltsame Vorfälle häufen und Sofia Tallert einem überraschendem Herzinfarkt unterliegt, beginnt Vivian die vergangenen Geschehnisse genau unter die Lupe zu nehmen. Am Morgen der Tragödie schenkte Vivians Mutter ihr noch die ersten Testausgaben der von ihr entwickelten "Lucent-Linsen", welche den Komfort besitzen ihre Nutzer alle fünf Sinne wahrnehmen zu lassen. Dank ihnen ist es möglich, einen nicht vorhandenen Sand unter den Füßen zu spüren, den Geschmack eines Milkshakes in einer selbst kreierten Welt zu genießen. Doch Sofia erkannte, dass sich jemand Zugang zu ihren Meisterwerken verschafft hatte und die harmlose Traumwelt der Linsen in ein tödliches Gefängnis, aus dem es kein Entkommen gibt, verwandelt hatte. Für Vivian ist klar, dass ihre Mutter nicht des natürlichen Todes starb und ist besessen davon, die Wahrheit herauszufinden und den Mord an ihrer Mutter zu rächen. Schließlich heuert sie Tom, den Schulhacker, an und es entwickelt sich eine innige Verbindung zwischen den Beiden. Da Viv nirgends hin kann, bringt Tom sie in ein geheimes Lager, in welchem er und seine Hacker-Bande wohnen. Die Crew setzt alles daran, die manipulierten Linsen aufzuhalten und die Menschheit vor einem großen Unglück zu bewahren. Doch um den Mörder ihrer Mutter aufzuhalten, muss sie selbst die virtuelle Realität der Lucent-Linsen betreten und ist ihm somit schutzlos ausgeliefert. Kann sie ihren eigenen Sinnen, ihrem eigenen Körper überhaupt noch trauen? Und wie viel ist Vivian bereit für den Schutz der Menschheit zu riskieren? Ein rasanter Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Aug in Auge

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Badey, Kühn: Strom auf der Tapete, Beltz & Gelberg TB 2018 € 7,95

An seinem 16. Geburtstag hat seine Mutter Ron Robert das atemraubende, weiße Cabrio mit roten Ledersitzen für eine gemeinsame Spritzfahrt an den Straßenrand gestellt. Leider wird dieser selig machende Geburtstagsanblick durch ein aus dem Fenster auf die Straße fliegendes Radio zerstört. Ein Nachbarschaftsstreit, der die Polizei auf den Plan ruft. Doch da sitzt Ron Robert schon am Steuer, neben ihm die Klassenkameradin Clara, auf dem Rücksitz ihr Rolli und raus geht es, aus Frankfurt/ Oder, weg von den Streitigkeiten in der sozialen Unterschicht, den Alltagssorgen, den Männerbekanntschaften und dem Alkoholkonsum  in Mutters Umfeld. Ron Robert macht sich auf die Suche nach seinem Vater, zusammen mit Clara, die viel mehr auf ihren eigenen Beinen steht, als man es beim Anblick des Rollstuhs vermuten würde. Dem Schreiberinnen-Duo Andrea Badey und Claudia Kühn ist ein rasantes Roadmovie mit überzeugenden Akteueren gelungen, in dem Klaras Behinderung nur eine von vielen Beeinträchtigungen ist, die einem das Leben schwer machen können. Immer wieder erstaunen die schlagkräftigen, witzigen Dialoge, die klaren Gedanken, welche nichts vernebeln und schönreden und  dabei entwaffende Leichtigkeit verbreiten. Gegen Ron Roberts Albträume gibt es nur eine Lösung: Schau dem Wolf in die Augen und tu was! Selbst wenn es mal schiefgeht, das ist der Weg. Alles andere wird sich finden. Ein briliant durchkommponierter Text, der auf sich selbst vertraut und mit nichts als Selbstverständnis zu überzeugen versteht. Unbedingt lesenswert und als Klassenlektüre zu empfehlen.

Nichts rechtfertigt Gewalt

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Kristina Aamand: Wenn Worte meine Waffe wären, Dressler Verlag 2018 € 16,00

Kristina Aamand schreibt aus erster Hand. Als Tochter einer katholischen Dänin und eines muslimischen Palästinensers kennt sie das Spannungsfeld, in dem ihre Hauptfigur Sheharzerade aufwächst. She war sieben Jahre alt, als ihre Eltern nach Dänemark einwanderten. Hier hat sich Sheazerades Mutter zur strengen Muslimin gewandelt während den Vater, der als Journalist und Dichter verfolgt wurde, ein Kriegstrauma beherrscht. She ist 17 und hat sich freiwillig entschlossen das Kopftuch zu tragen. Es bietet ihr Schutz vor anzüglichen Blicken und Sprüchen der Jungs, macht sie aber auch zum Mobbingopfer. Als ihr Thea, ein Mädchen mit charmanter Selbstverständlichkeit und Offenheit, begegnet, verliebt sich She und bekommt ihren ersten Kuss. Ein Glücksgefühl dem die Bestrafung in der Familie auf dem Fuße folgt. In ihrer Community wird Gewalt an Frauen verübt, Gewalt aus Tradition und Ehre, die fern der Heimat gerade unter Mitwirkung der Frauen besonders stark verfochten wird. Obwohl das kunstfrei zusammengewürfelte Layout der eingestreuten Tagebucheintragungen im Buch eher stört als befruchtet, ist Aamand ein eindrücklicher, der neuen Heimat, ihrer Heimat augeschlossener Roman geglückt, welcher seine LeserInnen mitreißt in märchenhaft rauschende arabische Feste, in Frauenleid und den schwierigen Schritten eines gemeinsamen Lebens  zwischen Bewahren und Erkunden.

Familienurlaub in Island mit Folgen

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Katja Brandis: Kyona - Im Bann des Silberfalken, Arena 2018 €18,00

Die sechzehnjährige Kari fährt mit ihrer Familie, zu der seit neuestem auch der Partner ihrer Mutter Thorsten und dessen Sohn John gehörten, in den Ferien nach Island. Nicht eine Verwechslung, wie Kari lange glaubt, obndern die Fügung sorgt dafür, dass Kari durch ein magisches Tor in das Reich Isslar gelangt. Dort hält man sie für Cecily, eine Assassinin, die die junge Magierin Maeva töten soll. Doch Kari hat alles andere im Sinn als den Befehlen der Fürstin Lakana Folge zu leisten. Stattdessen freundet sie sich mit Maeva, mit Elfen, Eisdrachen und Wildpferden an, und ist zuletzt daran beteilgit, dass nach dem lang erwarteten Tod der Fürstin die Eiswache nicht die Macht an sich reißen kan. Karis Mut, ihre Tapferkeit im Kampf gegen alles, das sich ihr in den Weg stellt, aber vor allem ihre Gefühle für den Jungen Anrik, der das Feuer und damit die Vulkane auf Isskar beherrscht, sorgen dafür, dass am Ende die Welt in Isslar wieder eine Friedliche ist. Während der Leser Kari auf ihrem Abenteuer in der fantasievollen Welt Isslars voller Elfen, Trolle, Nufe und Geysire folgt, erfährt er im Wechsel auch etwas über das Geschehen in der Draußenwelt. Dort sucht die Famiie verzweifelt nach Kari und wird von der echten Assassinin bedroht. Ein aufregender Fantasyroman mit einer erfrischend lockeren Heldin inmitten der sagenhaften Kulisse Islands.

Jugend im Gespräch mit Lea-Lina Oppermann zu „Was wir dachten, was wir taten“

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Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten, Beltz&Gelberg 2017 € 12,95
Außergewöhnliche Lebenssituationen sind in der Jugendliteratur ein beliebtes Thema. Gewissen und Haltung, das Leben selbst steht plötzlich auf dem Prüfstand. Lea-Lina Oppermann hat ihr Debüt mit 16 Jahren geschrieben und und beeindruckt mit Schreibtalent und Beobachtungsgabe zu jugendlichem Denken und Handeln. Ihr Buch ist zum Lieblingsbuch der Jugendlichen und zur perfekten Schullektüre avanciert.

Street Art Leben

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Irmgard Kramer: 17 Erkenntnisse über Leander Blum, Loewe Verlag 2018 € 17,95

Leander und Jonas führen ein Doppelleben. Tagsüber schlafen sie sich durch die Schule, nachts streifen sie über Gleise und durch Tunnel, auf der Suche nach geeigneten Orten für ihre Graffiti. Wenn sie die Spraydose ansetzen steht die Zeit still. Sie verschmelzen mit Farbe, Form und Perspektive. In ihnen pulsiert das ganze Leben. Alles wird Kunst. Ihre Freundschaft ist alles. Sie arbeiten Hand in Hand und können einander blind vertrauen bis das Mädchen Lila Leanders Blick fesselt. Kramer erzählt von den klassischen Wirrnissen zwischen Freundschaft und Verliebtsein, bei dem das Äußerste nicht ausbleibt. So wie Leander und Jonas ihre Kunstwerke in Schichten mit unterschiedlichen Techniken auftragen, umspielen sich Lila und Leander auf verschiedenen Zeitebenen. Kommentare zu Leanders Gemälden stehen seinen Kapiteln voran. Ebenso gewinnt Lila ein Bild von ihm. Im einfühlsamen Setting treibt die Unmittelbarkeit und Dramatik von Leanders Leben seine Kunst voran. Ihre Ausdrucksmittel verleihen mit Licht, Verzerrung, Täuschung und Überraschung dem Text seinen Schwung. Die Kunst führt Leander an den Abgrund. Sie rettet ihn. Und am Ende sieht jeder etwas anders. Bemerkenswert.

Der Springteufel aus der Mottenkiste der Geschichte

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Wolfgang Korn: Karl Marx. Ein radikaler Denker, Hanser Verlag 2018 € 19.-

Eigentlich hatte Wolfgang Korn die Marx Schriften schon lange auf dem Dachboden eingelagert, da kommen sie wie ein Springteufel aus der Mottenkiste der Geschichte wieder heraus und ist aktueller denn je. Was ist dran, an Marx? "Das Kommunistische Manifest ist nicht nur eine politische Kampfschrift, sondern auch ein geschichtsphilosophisches Dokument", sagt er, der sich in seiner knappen Marx Biografie für jungen Leser bemüht, den Menschen Marx in seine Zeit einzubetten, seine komplizierten Texte einfach zu erklären und dabei sowohl sozialen, politischen und philosophischen Spuren nachgeht. Sein Text vom Leben und Wirken wird von zusätzlichen, fett hervorgehobenen, Ausführungen und Originalzitaten unterbrochen. Er wirkt insgesamt ein wenig eckig und bietet doch einen guten, schnellen Einstieg zu den wesentlichen Fragen, die Marx bewegten. Wolfgang Korn endet nicht mit Marx Tod. Er zeigt sein Wirken bis in die heutige Zeit auf und macht Lust aufs Weiterlesen.

Sport auf Dächern

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Jutta Wilke: Roofer, Coppenrath Verlag 2017 € 14, 95

In dem Buch geht es um das Mädchen Alice, das über ihre Freundin eine Gruppe Jugendliche kennenlernt, die zu den sogenannten Roofern gehören. Sie klettern ohne Kletterausrüstung auf Hochhäuser, filmen sich dabei und stellen die Videos ins Internet. Alice ist fasziniert, freundet sich mit ihnen an und verliebt sich in einen der Jungs. Doch als plötzlich ein Rivalenstreit unter den Roofern ausbricht und Alice Freundin eine lebensgefährliche Mutprobe bestehen muss, gerät alles außer Kontrolle. Ich finde, dass das Buch sehr gut geschrieben ist. Man kommt schnell in die Geschichte rein und trotz einiger eintöniger Stellen ist es ist von der ersten bis zur letzen Seite spannend. Ich kann das Buch vorallem 11- 13 jährigen empfehlen.

 

Feuer gegen Eis

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Feuer gegen Eis

Elly Blake, Fire & Frost - Vom Eis berührt, Ravensburger 2018l €17,00

Wenn Feuer gegen Eis kämpft, wenn die letzte Fireblood, in deren Körper die Hitze brennt, den Frostbllodkönig bekämpfen und seinen Eisthron zerstören soll, dann fragt sich der Leser wähend der gesamten Geschichte, wer von beiden am Ende siegen wird. Ein großartiges Fantasydebüt von Elly Blake, die eine gnadenlose, fast schon marzialische Welt erschaffen hat, in welcher ihre Protagonisten von vielen Geheinissen umrankt sind, und in der die unmögliche Liebe zwischen einer Fireblood und einem Frostblood möglich wird.

 

Fabelmächtig fabelhaft

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Kahtrin Lange: Die Fabelmacht-Chroniken, Arena Verlag 2017 € 18,00

Die Fabelmachtchroniken sind für mich ein Highlight bei den Herbstneuerscheinungen im fantastischen Jugendbuch. Die Geschichte hat es geschafft, mich beim Lesen immer wieder zu überraschen. Die Autorin hat Paris als Schauplatz gewählt und führt auf die Dächer der Stadt, auf Friedhöfe und in Katakomben, wobei sie der Handlung einen lebendigen und realen Rahmen gibt. In Paris leben die Fabelmächtigen, da sich nur dort die Gabe zeigt: was sie mit Stift auf Papier bringen, wird wahr. Diese Gabe kann auch gefährlich und missbraucht werden, darum haben sich viele Fabelmächtige als eine Gemeinschaft in die Tiefen der Stadt zurückgezogen und der Gabe abgeschworen. Mila weiß von all dem nichts, vor allem nicht, dass ihre Mutter eine Fabelmächtige ist und sie die Gabe auch in sich trägt.  Erst als sie aufgrund eines Streites mit ihrer Mutter ausgerechnet nach Paris zu einer Freundin abhaut, beginnt die Geschichte, eine Geschichte, die schon längt geschrieben wurde: von dem Fabelmächtigen Nicholas, einem Jungen, der ebenfalls lange nichts von seiner Gabe wusste und nun mit aller Macht versucht, dass seine geschriebene Geschichte nicht wahr wird, denn er wird in seiner Geschichte sterben. Doch die Geschichte lässt sich nicht umschreiben. Verschiedene Menschen werden Mila zur Seite stehen, werden versuchen, ihr zu helfen und sie zu beschützen. Doch selbst Mila kann ihre Gabe nicht dazu nutzen, den Tod Nicholas in einer neuen Geschichte umzuschreiben...
Eine dramatische Liebesgeschichte, eine Tragödie voller unerwarteter Wendungen, die zum Teil an sehr düsteren Orten spielt, und bis zuletzt die Spannung hochhält. 

 

Ein Sturz mit Folgen

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Nicole Boyle Rodtnes: Wie das Licht von einem erloschenen Stern, Beltz und Gelberg € 14,95

Das Buch handelt von dem Mädchen Vega. Nach einem Sturz auf einer Party leidet sie an Aphasie. Das bedeutet, dass sie weder sprechen noch lesen oder schreiben kann. Sie hat den Verdacht, dass sie von jemandem geschubst wurde. Keiner will ihr das glauben. Bei einem Workshop trifft sie auf Theo, der ebenfalls unter Aphasie leidet. Sie verlieben sich. Aber wied sie herausfinden, ob ihr Verdacht richtig ist? Und wenn ja, wer hat sie geschubst?

 

Pakt mit dem Teufel?

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Jenny-May Nuyen: Nacht ohne Namen, dtv € 16,95

Ein spannender Fantasy Roman, der mich von Anfang an gefesselt hat. Es geht um das Mädchen Nicki, deren Freund Canon eines Tages verschwindet. Auf seiner Spur macht sie Bekanntschaft mit Traumdeutern, Besessenen und Dämonen. Sie schließt ausversehen einen Pakt mit dem Inkubus Jucitell Tallis. Kann sie trotz vieler Gefahren Canon finden?

 

Amoklauf in der Schule

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Marieke Nijkamp: 54 Minuten, Fischer Verlag 2017 € 14,99

Das Buch handelt von einem Amoklauf. Nach der Rede der Direktorin wollen alle die Aula verlassen, aber die Türen sind verschlossen. Tyler, der Amokläufer, fängt an zu schießen und will alle töten, die ihm je Unrecht getan haben. Das Buch ist aus der Sicht von vier Jugendlichen erzählt. Sie heißen Claire, Autumn, Tomás und Sylv. Sie haben alle etwas mit Tyler zu tun. Das buch bleibt immer spannend, das die Sichen wechselt und nicht alle in der Aula waren, als Tyler zu schießen begann. Ich finde das Buch sehr gut. Kleiner Geheimtipp, meinerseits!

 

Ermittlungen à la Agatha Christie

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Robin Stevens: Mord ist nichts für junge Damen, Knesebeck Verlag € 15,00

In dem Buch geht es um die Mädchen Daisy und Hazel, die eine Detektei eröffnet haben. Das Buch spielt im Mädcheninternat in England der 30er Jahre. Die beiden Mädchen sind 13 Jahre alt, als Hazel die Leiche ihrer Lehrerin Miss Bell entdeckt. Als sie allerdings mit einer Aufsichtsperson zum Tatort zurückkehrt, ist die Leiche verschwunden. Keiner glaubt den beiden Mädchen, deshalb ermitteln sie auf eigene Faust. Können Sie den Mörder fassen?

Vertrackter Thriller, bei dem man nicht zu viel verraten darf

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Monika Feth: Der Erdbeerpflücker, cbt € 8,95

In diesem Buch geht es um die Hauptperson Jette. Sie ist Tochter von einer Autorin. Ihre Eltern leben getrennt. Jette hat eine Freundin namens Caro. Diese wird eines Tages ermordert. Daraufhin schwört Jette öffentlich Rache und macht den Mörder auf sich aufmerksam. Das Buch ist spannend aufgebaut. Es erzählt abwechselnd aus verschiedenen Sichten. Ich finde allerdings, dass der Klappentext zu viel verrät. Das Cover, finde ich, passt sehr gut zum Buch.