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Duncan Beedie: Willbarts Wald, Magellan Verlag 2018 € 14.-

Wenn der eifrige Förster mit seiner treuen Axt in den Wald geht, ist am Abend kein Baum mehr am Leben und ein wütender Vogel beschwert sich. Der Holzfäller bietet ihm Herberge in seinem Bart. Am nächsten Tag, der Förster verbrennt Äste und Zweige, schimpft ein Stachelschwein. Als er am dritten Tag die Stämme zum Sägewerk flösst, wütet der Biber. Mit den drei Waldtieren im Bart und im Bett lässt sich nachts kein Auge mehr schließen. So rasiert der Förster kurzerhand auch seinen Bart, in dem die heimatlosen Tiere Unterschlupf gefunden haben und schappt sich seine treue Schaufel, um neue Bäume zu pflanzen. Sie wachsen zwar langsamer als sein Bart, "aber das Warten lohnt sich."  Die Botschaft des Bilderbuches ist denkbar einfach: Wer abholzt muss aufforsten. Die erfrischende Dynamik  zwischen Alltagstrott und Veränderung, die Situationskomik, die der stoische Holzfäller mit großem Herz - welches wohl direkt am Kinn unter dem großen Rauschebart zu finden ist - und die Häufung von Verben wie Lautmalerein, machen das Bilderbuch zum Vorlesespaß ohne thematisch lehrhaft sein zu wollen. Gespräche über Nachhaltigkeit und unseren Umgang mit der Natur ergeben sich ganz von allein. Nachhaltigkeit und ökologische Verantwortung  sind auch eine Herzensangelegenheit des Magellan Verlages. Er produzieren seine Bücher möglichst umweltverträglich, klimaneutral sowie regional in kleinen Betrieben und pflanzt Bäume in heimischen Waldgebieten. Damit zählt der Verlag zu den leidenschaftlichen Vorbildern in der Buchbranche: Natürlich Magellan!