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Foto: Victoria Aveyard und die Bücherfresser auf der Frankfurter Buchmesse. Zum Interview 

 

Victoria Aveyard, Die rote Königin 01, Carlsen 2015 € 19,99

Das Gerüst des Buches schreit nach den typischen Klischees: Mädchen aus der Unterschicht mit besonderen Fähigkeiten, zwei Prinzen und ein Kindheitsfreund, eine Rebellion und das Mädchen ist die Heldin des Ganzen. Dennoch muss man sich meiner Meinung trotzdem an solche Bücher ranwagen und nicht gleich nach dem Klappentext verwerfen. Denn dieses Buch ist eines der vielen schönen Werke die einem sonst entgehen. Trotz des anscheinend simplen Settings wird einiges sehr gut dargestellt, wie beispielsweise die Machtdemonstrationen der Silbernen und die Unterdrückung der Roten. Und auch die Erkenntnis von Mare, dass es auch unter den Silbernen Krieg, Hass und Feindschaft gibt, zeigt uns, dass  Victoria Aveyard ihre Welt nicht nur in Gut und Böse, in Arm und Reich, teilt. Mit den letzten Seiten bringt uns die Autorin ein großes Finale und einen überraschenden Plottwist. Vorallem letzteres ist eine gelungene Wende, die dem Buch nochmal etwas mehr gibt. Jedoch hat mich daran auch etwas gestört. Keine Frage ich mag coole Twists und große Enden, jedoch wirkten die letzten Seiten so gehetzt, so gequetscht. Das war einfach etwas zu viel auf einmal, auch wie nach dem Plottwist alles so rasant schnell ging, fande ich etwas Schade, da ich gerne mehr über den genauen Dreh und die Gefühle der Charaktere gewusst hätte. Von mir aus hätte man nach einen gewissen Grad Schluss machen können, denn die letzten drei Seiten, also dass richtige Ende des Buches fande ich schon fast wieder zu typisch. Dennoch bin ich mit dem Ende einigermaßen zufrieden – und warte gespannt auf den zweiten Teil.