Articles Written By: Hannah

Hannah

About Hannah

16 Jahre, Bücherfresserin. Ich versetze mich gerne in verschiedene Rollen hinein. Lesen ist für mich Kino im Kopf.

Zuhause gesucht

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Alex Wheatle: Home Girl, Kunstmann 2020 € 18,00

Wenn man Home Girl im Google Übersetzer eingibt, dann wird einem „Zuhause Mädchen“ angezeigt. Ein Zuhause hat Naomi eigentlich nicht recht, sie ist 14 und hat keine Eltern mehr, die mit ihr zusammenwohnen, die ihr bei den Hausaufgaben helfen, sie trösten wenn sie traurig ist oder ihr ein Eis an ihrer Lieblingseisdiele kaufen. Naomis Mama ist als Naomi fünf war gestorben, ihr Papa hat ihren Tod nicht verkraften können und ist in ein Alkoholproblem reingerutscht.

Ein Sommer voller Leben

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nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2017, Jugendjury

Anne Freytag: Mein bester letzter Sommer, Heyne Verlag 14,99

„Stell dir vor, stell es dir einfach mal vor: deine Schulklingel läutet, alle freuen sich, ja, endlich Sommerferien und weißt, es ist dein letzter Sommer, was du noch nicht weißt, es wird dein bester, letzter Sommer sein.“ Zitat: Freytag, Mein bester letzter Sommer
So geht es Tessa. Sie ist 17. Sie weiß, dass sie sterben wird. Viel Besonderes hat sie noch nicht erlebt. Ihre Eltern behandeln sie auf einmal als wäre sie aus Watte und sie verschanzt sich nur noch in ihrem Zimmer und wartet auf das Ende. Doch das ändert sich schlagartig, also sie Oskar trifft. Er macht, dass es ihr schönster Sommer wird. Beide fahren nach Italien und erleben viel, so viel, dass es am Ende ein bisschen einfacher ist, zu gehen.

Mitteilen ohne Sprache

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Penny Joelson: Ein kleines Wunder würde reichen, Fischer Verlag 2018 € 16,99

Nichts sagen zu können, sich nicht bewegen zu können und nichts zu tun, das können wir uns als gesunde Menschen nicht vorstellen. Doch die Hauptperson in diesem Buch, Jemma, ist es anders nicht gewohnt. Seit sie auf der Welt ist, sitzt sie im Rollstuhl, jeder nimmt Rücksicht auf sie und kümmert sich um sie. Besonders ihre Betreuerin Sarah. Als Jemma mitbekommt, dass ein ihr bekannter Junge getötet wurde und kurz darauf der Freund von Sarah ihr ein düsteres Geheimnis verrät, ist das Mädchen in Aufruhr. Am liebsten würde sie ihrer Familie alles erzählen, doch das geht nicht. Jemma kann nicht sprechen. Zu der ganzen Aufregung hinzu stellt sich heraus, dass Jemma noch eine Schwester hat, die ebenfalls adoptiert wurde. Wie kann ein Kennenlernen gelingen, wenn Jemma sich nicht mitteilen kann? Hilfe bekommt sie mittels einer Maschine, mit der man sich durch Schniefen mitteilen kann. Während Jemma übt mit ihrer Schwester zu reden, verschwindet ihre Betreuerin spurlos. Jemma weiß, was passiert sein könnte. Um ihre Gedanken verständlich zu machen, braucht sie Kraft und die Hilfe ihrer Familie.

Jung und beherzt

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Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten, Beltz&Gelberg 2017 € 12,95

Auch in der Schule, in der Klassengemeinschaft, scheint sich heutzutage die Welt nur um den Einzelnen zu drehen. Egoistisch und selbstgefällig, ohne rechten Blick auf die Anderen wurschtelt jeder sich durch. Wen wundert diese Erkenntnis im Handyzeitalter. Diese Gleichgültigkeit, gar Missachtung dem Anderen gegenüber führt ungewollt und ungeahnt zu tiefen Verletzungen. Das wiederum gipfelt im großangelegten Rachefeldzug des Einzelnen an der Gruppe. Dem Amoklauf. Manchmal würde man sich doch mehr Lebensfantasie wünschen. Wenigstens in der Literatur. Die Autorin, Lea-Lina Oppermann, 19 Jahre jung, beschreibt  diese Ausnahmesituation in der hermetisch abgeriegelten Welt des Klassenzimmer auf hohem Spannungsniveau aus drei Perspektiven. Zwei Durchschnittschüler Mark, Fiona und ihr junger Lehrer Herrn Filler erzählen. Wie in Zeitlupe spiegeln sie in gekonntem rhythmischen Wechsel jede Bewegung des Eindringlings und der Gruppe und sehen dabei immer sich selbst im Zentrum der Situation.  Allen voran der Lehrer, dessen knapper Altersvorsprung und  Ausbildung ihn keineswegs erhabener oder aktiver gemacht haben. Selbst als der Täter einen Stapel Briefe mit seinen Wünschen auf den Tisch legt, Forderungen in denen jeder mal gezwungen wird, andere Bloßzustellen, kommt keinem die Frage in den Sinn, was hier überhaupt gespielt wird. Viele Möglichkeiten des Eingreifens verstreichen. Stück für Stück erkennen die Erzähler erst jetzt, mit den gestellten Aufgaben, die Rolle Einzelner im Gesamtkontext der Gruppe und füllen ihre bisherige Nichtwahrnehmung mit defensiven Rechtfertigungen. Utopische Höhenflüge einer Jugend? Fehlanzeige. Bei diesem Text handelt es sich um einen erzählerisch versierten,  düstern Zustandsbericht des Seins, der nach Diskussion und Klassenlektüre ruft. Katrin Rüger

Erzählerische Wundertüte

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Benjamin Tienti: Salon Salami. Einer ist immer besonders, Dressler 2017 € 12,99

Sich vorzustellen nur mit dem Papa und ohne Mama zu leben, ist für jedes Kind nicht auszudenken. In dem Buch wird dem Leser schnell klar, das Leben ist nicht immer "Friede, Freude, Eierkuchen". Das Buch ist wie eine Art Wundertüte. Man erfährt erst nach und nach, was passiert ist. Den Grund, warum die Mutter nicht da ist und wo sie ist erfährt man erst ganz am Schluss. Es ist kein schöner Grund. Und so macht sich Hanni mit der Frau vom Jugendamt, welche sie am Anfang bei einer ziemlich skurilen Aktion kennen gelernt hat, die hier nicht verraten werden soll, auf die Suche nach ihrer Mama. Mich hat das Buch so gerührt und mitgenommen, dass ich manchmal echt ein paar Tränen verzwicken musste. Ich fande es trotzdem ein total schönes Buch, weil halt nicht immer alles so ist, wie es in einer Bilderbuchfamilie sein sollte.

Lotta-Leben in Australien

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Alice Pantermüller: Mein Lotta-Leben 11. Volle Kanne Koala 2017, Arena Verlag € 9,99

Cola zu trinken ist ja so cool. Dabei aber auch was zu gewinnen, das ist unbeschreiblich. Natürlich will Lotta Cola trinken, um zu gewinnen, was zu gewinnen ist: Eine Reise nach Australien. Nur darf sie keine Cola trinken und schon gar nicht nach Australien reisen. Doch als sie dann unerlaubterweise Cola trinkt, die Reise gewinnt und bekannt gemacht wird, dass es gar nicht nach Australien geht sondern in ein "Australiencamp" in Deutschland, steht der Reise mit ihrer besten Freundin nichts mehr im Weg. Dort gibt es nicht nur einen süßen Koala, Challenges, komische Leute und einen Sonderpreis sondern auch ziemlich aufregende Abenteuer. Als sie dann auch noch....nein, das Ende verrate ich noch nicht. Empfehlen würde ich das Buch Mädchen, die die letzten Teile schon gelesen und gemocht haben.

Auf der Suche nach dem Ich

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nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2017, Kinderbuch

Annette Herzog: Pssst! Peter Hammer Verlag 2016 € 14,00

In dem einfühlsamen Teenie-Buch geht es um das Ich. Hast du dich auch schon mal gefragt, wie du bist? Warum du so bist wie du bist? Viola schon! Das mit Zeichnungen im Comicstil illustrierte, witzige Buch ist verziert mit Stickern. Viola sieht sich auf der einen Seite als Außenseiterin, auf der anderen Seite als Freundin und Helferin anderer Außenseiter.In bunten, wilden, komisch, witzigen Bildern beschreibt sie ihre Familie auf vielfältige Art und Weise. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil ich ein bisschen mehr über das Ich kennengelernt habe und die Bilder echt schön anschaulich waren. Zu empfehlen für Teenies, die ihr Ich wieder neu finden müssen.

Märchenhafter Wagemut

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Deutscher Jugendliteraturpreis im Bilderbuch, 2018

Oyvind Torseter: Der siebente Bruder oder das Herz im Marmeladenglas, Gerstenberg 2017 € 26.-

Wie fühlt man sich, wenn man als Jüngster mit seinem Vater allein gelassen wird? Das frage ich mich auch! So geht es dem Jungen, der von seinen sechs Brüdern allein gelassen wird. Sie ziehen in die Welt, versprechen dem Jüngsten aber, ihm auch eine Prinzessin mitzubringen. Als seine Brüder jedoch nicht kommen, macht er sich auf den Weg, sie zu suchen. Mit seinem Pferd erlebt er eine aufregende Reise zu dem verzauberten Schloss, wo seine Brüder von einem Troll gefangen gehalten werden. Gefahren nimmt er gechillt entgegen. Zum Glück gibt es noch eine Prinzessin, die dem Jüngsten im Schloss mit vielen Tricks hilft, sie zu befreien.

Auf der Suche nach Geschichten: Interview mit Joke van Leeuwen

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Wir trafen uns mit Joke van Leeuwen im Verlag Gerstenbergs dort platzierten wir uns an einem Stehtisch und interviewten die Niederländerin.

Bücherfresser: Wie sind sie auf die Ideen ihrer Kinderbüchern gekommen? Joke van Leeuwen: Das Buch "Frederik"  hat familiärem Ursprung, bei "Weißnich" saß ich viel am PC und experimentierte. Das Buch "ABC" entstand, da ich eine Austellung mit Buchstaben machte.

“ Ich liebe Bücher die hoffnungsvoll sind“. Interview mit Anna Woltz

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Mit Anna Woltz trafen wir uns auf der Frankfurter Buchmesse am Stand des Carlsen Verlages. Nach den Standardfragen entfachte ein großes Thema unser Gespräch, welches auch Thema ihrer Bücher ist: Wie erleben Kinder die Trennung ihrer Eltern?

Bücherfresser: Was ist ihr Lieblingscharakter aus dem Buch Gips? Anna Woltz: Die Hauptfigur Fitz.
Bf: Wie sind sie auf diese Geschichte gekommen? AW: Meine Schwester ist Ärztin. Sie hat mir immer viele Geschichten übers Krankenhaus erzählt. Ich fand das dann so spannend, dass ich über das Thema ein Buch schreiben wollte.

Auch ich war ein Schrottsammler: Torben Kuhlmann und die Erfindermäuse

Unser erstes Interview auf der Frankfurter Buchmesse gilt dem Autor und Illustrator Torben Kuhlmann. Als wir die Halle 3 betreten, fällt uns ein großes Plakat mit einer riesigen Maus ins Auge. Hier ist der Stand des Nord-Süd Verlages, wo wir uns mit Torben Kuhlmann für ein sehr interessantes Interview verabredet haben.

Weissnich will heim

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Joke van Leeuwen: Weissnich, Gerstenberg Verlag € 12,95

In dem Fantasiebuch Weissnich geht es um eine kleine Comicgestalt, die plötzlich aus der ersten Geschichte herauspurzelt. Die Mutter des Jungen, der dann für Weissnich Comicpapa wird, erzählt ihm jeden Abend Geschichten. Der Junge freut sich total das Weissnich, so heißt die Comicgestalt, zu ihm gefallen ist, denn er hat keinen, der mit ihm spielt, malt oder über Kindersachen lacht. Weissnich aber hat ein ganz anderes Problem. Er möchte in die Geschichte zurück, zu seinen richtigen Eltern. Obwohl das den Jungen nicht gerade begeistert, macht er sich mit Weissnich auf die Suche nach seiner Geschichte. Doch bis sie ankommen, erleben die beiden verschiedene Geschichten und Abenteuer. Mir hat das Buch gefallen, weil es so lebendig erzählt wurde, dass ich es mir richtig gut vorstellen konnte. Es war aber auch traurig, weil mann lernen musste, Abschied zu nehmen. Empfehlenswert ist es als Vorlesegeschichte. Am besten an seinem Lieblings-Lese-Ort.

Gabella und Löffelino – ein Spiel mit Buchstaben und Worten

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Joke van Leeuwen: Das tolle ABC-Buch, Gerstenberg 2016 € 12,95

Das tolle ABC-Buch erzählt von jedem Buchstaben einzeln. Mal findet man eine Geschichte, mal einen Comic. Unterschiedlich werden die einzelnen Buchstaben zum Leben erweckt. Joke van Leeuwen formt sie aus verschiedenen Gegenständen, aus Menschen oder findet sie in der Natur. Dazwischen gibt es einen Comic von "Gabella & Löffelino", unterschiedliche Tiergeschichten oder Wortspiele. Das Buch hat mir gut gefallen, weil es in tollen Bildern erzählt. Auch der Text findet immer wieder eine neue Form. Empfehlenswert für Kinder, die anschaulich das ABC lernen wollen oder einfach neugierig sind.

Im Sommer am See lesen

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nomiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2016, Jugendbuch

Mariko Tamaki, Jilian Tamaki: Ein Sommer am See, Reprodukt 2015 € 29.-

In dem Comic-Buch "Sommer am See" geht es um zwei Freundinnen, Rose und Windy. Windy wohnt in Awago Beach, Rose, die dünnere und ältere von beiden, kommt jede Sommerferien dort hin. Rose und Windy erleben viele Abenteuer, doch das Wichtigste für die Freundinnen ist, erwachsen zu wirken. Vor allem gegenüber dem Jungen, der im Kiosk arbeitet. Rose steht heimlich auf ihn. Desewegen leihen sich die zwei Gruselfilme aus, für die sie eigentlich viel zu jung sind. Em Ende gibt es eine Familie zu retten und das Leben eines Mädchens. Mir hat das Buch sehr gut gefallen, weil es total lebendig erzählt. Ich fand es manchmal aber auch traurig. Ein paar Stellen sind düster gezeichnet und erzählt. Sehr zu empfehlen für Kinder, die Comics gerne lesen, oder Bücher in denen viel Gemaltes ist. Am besten im Urlaub am See lesen!

Friedensnobelpreisträgerin hautnah

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Patricia McCormick, Malala Yousafzai: Malala. Meine Geschichte, Fischer Tb € 7,99

Ich finde das Buch gut, weil Malala über sich selbst erzählt und die Geschichte auch wirklich passiert ist. Die Geschichte hat mich sehr berührt, da Malala sich für Kinder eingesetzt hat, die nicht zur Schule gehen konnten. Und dabei ist sie fast selber ums Leben gekommen. Ich finde das Buch sehr interessant, da ich dadurch Einblicke in das Leben von Mädchen bekommen habe, die nicht selbstverständlich zur Schule gehen können und nicht in Freiheit aufwachsen dürfen. Ganz anderes wie bei uns!

Magie des Khushis

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Katja Reider, Ich voll peinlich! Rowohlt 2015 € 9,99

Aus der Sicht von Jule: An dem Tag an dem das Kushi kam veränderte sich mein Leben. Vor der Anreise meiner verrückten Tante war mein Leben noch ganz normal. Ich lebte mit meiner Mama und meinem Papa in einer kleinen Wohnung. Ich habe jeden Tag etwas mit meiner besten Freundin Mali unternommen. Das nicht so Normale war: Mir war alles peinlich. Ich traute mich nicht mal zu unseren Nachbarn zu gehen, um sie nach einem Päckchen Mehl oder so zu fragen. Doch als meine Tante kam und mir das indische Glückspüppchen in die Hand drückte, veränderte sich schlagartig mein ganzes Leben. Ich traute mich auf einmal Klassensprecherin zu werden, zu meinen Nachbarn rüber zu gehen und schlussendlich traute ich mich sogar einen Solotanz vorzuführen... Mehr verrate ich nicht!

Hundeleben

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Emma Chichester Clark, Plumdog, Kunstmann Verlag 2015, € 16,95

Plum ist ein kleiner Wipussel. Das ist eine Mischung aus Pudel, Windhund und Jachk Russel. Plum erzählt in der Geschichte über sich und ihre Freunde. Sie leibt es in einen See zu hüpfen, und dort rumzuplanschen. Sie spielt oft mit ihren Freunden verrückte Sachen. Es gibt aber auch Momente, in denen Plum nicht so zufrieden ist . Zum Beispiel, wenn sie gewaschen wird oder zum Friseur muss. Oft verreisen sie. Plum weiß dann erst Mal gar nicht, wo sie gelandet ist, aber wenn sie mal angekommen sind, wir daraus Spiel und Spaß. Ich finde das Buch sehr schön. Mir gefällt es , dass es aus der Sich von einem Hund geschieben wird. Ich interessiere mich eigentlich nicht so für Hundebücher, aber das hier ist echt geschmackvoll und vielversprechend erzählt. Ich empfehle es weiter. Hannah, 11 Jahre