Articles tagged with: Science Fiction

Düsteres Szenario im Weltall

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Düsteres Szenario im Weltall

Amie Kaufman: Illuminae. Die Illuminae Akten 01, dtv 2017 €19,95

Das Autorenteam Kaufman und Kristoff hat in meinen Augen etwas Einzigartiges geschaffen, denn jede Seite birgt eine Überraschung an Geschichte, aber auch an gestalterischen Merkmalen. Bald schon weiß der Leser, mit wem er es zu tun hat, wenn die Seiten schwarz gefärbt sind und winzige Buchstaben, Worte oder kurze Sätze darüber hüpfen, er ahnt, warum die Kameraaufzeichenungen von so großer Bedutung sind. Von den ersten Seiten an ist man in der Geschichte gefangen: ein kaum vorstellbarer Weltraumkrieg, rückblickend erzählt, wobei die Anzahl der Überlebenden bis zum Schluss offen bleibt, vor allem das Überleben der beiden jungen Hauptprotagonisten Kady und Ezra. Der Leser begleitet das grausame Szenario anhand rekonstruierter Aufzeichnungen, Befragungen, geheimer Dossiers, privater Chats über gehackte Kanäle und Kameraaufzeichnungen. Dabei ist die Bedrohung auf jeder Seite spürbar: werden sich die Raumnschiffe gegenseitig im Weltall zerstören, wird der Feind siegen? Eine fast schon makabre Faszination geht von der Story aus, in der Menschenleben von einer künstlichen Intelligenz ohne zu zögern ausgelöscht werden, eine unkontrollierbare Biowaffe auf die Besatzung eines der Raumschiffe  losgelassen wird, die atomaren Sprengköpfe ausgefahren werden, und man irgendwann nicht mehr weiß, wer Feind und wer Freund ist. Brutal, gnadelnlos, zukunftsträchtig, undan Dramatik nicht zu überbieten. Mein persönliches Highlight in diesem Herbst!

 

In einer fernen Galaxie

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Veronica Roth, Rat der Neun - Gezeichnet, Cbt Verlag 2017 € 19,99

Science Fiction Fantasy der besonderen Art! In Veronica Roths neuem Buch taucht der Leser in eine völlig frmede Welt: Eine Galaxie voller unterschiedlicher Planeten und Völker, 9 Nationalplaneten, die im Hohen Rat vertreten sind,  Menschen, die als Orakel fungieren,  ein wabernder Strom, der alles im Weltall durchströmt, und Menschen, die vom Schicksal gezeichnet sind. Es hat durchaus gedauert, bis ich dieses Setting klar vor Augen hatte., aber die Geschichte hat zunehmend an Fahrt aufgenommen und am Ende ergibt alles erst seinen Sinn. Das Buch ist aus 2 Perspektiven geschrieben, die der beiden Hauptprotagonisten. Es fällt kaum ins Gewicht, dass die weibliche Stime in der Ich-Form geschrieben ist und die des Jungen in der dritten Person. Der Leser wird von beiden Figuren in seinen eigenen Bann gezogen.  Akos vom friedlichen Planeten Thuuvhe und Cyra, die zu den planetenreisenden Shotet gehört und einen überaus tyrannischen Bruder hat, werden als Feinde aufeinandertreffen und am Ende als Verbündete für ein gemeinsames Ziel kämpfen. In meinen Augen der gelungene Auftakt einer Dilogie, die wieder nach einer Verfilmung schreit.