Articles tagged with: Roman

Krimi? Roman?

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Tanguy Viel: Selbstjustiz, Wagenbach Verlag, € 20,00

"Selbstjustiz" ist eindeutig ein Roman, ein Roman mit Mord: Dass Martial Kermeur einen Mann vom Boot ins Meer gestossen hat und weggefahren ist, weiß der Leser schon auf Seite 2. Dass dieser ertrank, erklärt sich von selbst. Nun sitzt Kermeur dem Richter gegenüber, einem guten Zuhörer. Was geschah, wie kam es zu der Tat? Kermeur kann erzählen, Tanguy Viel kann erzählen. Der Leser profitiert davon: eine gute Sprache, interessante Beschreibungen und Vergleiche. Und ein beglückendes Ende!

Spurensuche

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Birgit Müller-Wieland: Flugschnee, Otto Müller Verlagsgesellschaft, € 20,00
Die Vergangenheit schlummert in uns, wacht auf, irritiert uns und lässt uns plötzlich Begreifen - Lucy, eine junge Frau in Berlin, ist auf innerer Spurensuche, die ihr das Verschwinden des Bruders erklären kann. Was geschah im WInter vor 20 Jahren? Was erlebten damals sie und ihr Bruder als Kinder, was ging in ihren Eltern und Großeltern vor? Es ist faszinierend, wie Birgit Müller-Wieland Gedanken, Gefühle, Seelenzustände und Atmosphären beschreiben kann. Ihr Roman ist eine vielschichtige Komposition und während der Leser mit der Protagonistin nach Antworten sucht, stehen diese ganz unvermutet im Raum. Ein Familienroman ganz besonderer Art!

Ein kleiner Kosmos

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Mariana Leky: Was man von hier aus sehen kann, DuMont Buchverlag, € 20,00

Von ganz normalen Menschen in einem kleinen Ort mit ihren ganz speziellen EIgenschaften wird in diesem Roman ungewöhnlich und anrührend erzählt. Ein 10jähriges Mädchen, das zur Mittdreißigerin heranwächst, ist die Erzählerin. Sie steht ihrer Großmutter Selma ganz besonders nah, diese ist die heimliche Hauptfigur. Sie ist auch diejenige, die immer mal von einem Okapi träumt, und dann stirbt jemand im Ort - so war es bisher immer. Wird es auch dieses Mal so sein? Und wie ist das mit der "heimlichen Liebe", die offensichtlich ist, aber doch nie ausgesprochen wird. Und wie mit der Liebe, die einem in Form eines Menschen plötzlich gegenübersteht, die das Leben auf den Kopf stellt - will man dieses andere, veränderte Leben? Mariana Leky findet eine ganz eigene, ein wenig versponnene, bezaubernde Sprache für diese Menschen, die so sein dürfen, wie sie sind, für diesen kleinen Kosmos, in den der Leser eintaucht, in dem er mitfühlt, mitbangt und sich mitfreut.

Brisantes Thema im Roman

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Imbolo Mbue: Das geträumte Land, Kiepenheuer&Witsch 2017 € 22.-

Der Roman von Imbolo Mbue ist sehr aktuell, behandelt er doch die Einwanderungspolitik in den USA. Die Autorin urteilt nicht, aber sie erlaubt eine fantastische Auseinandersetzung mit dem Thema. Der Roman erzählt von einer kleinen Familie aus Kamerun, deren großer Traum sich erfüllt hat: sie leben in New York. Er, Jende Jonga, hat eine Arbeitserlaubnis, siene Frau Neni bereitet sich auf das langersehnte Pharmaziestudium vor. EIne dauerhafte Aufenthaltserlaubnis haben sie noch nicht. Als Jende den Job als Chauffeur eines Bankers von Lehman Brothers bekommt und Neni einige Monate später in dessen Familie das Hausmädchen vertritt, verzahnen sich die Schicksale der beiden Familien mehr, als man sich vorstellen konnte. Ich fand es spannend zu merken, dass manche Hoffnungen und Probleme beider Familien sehr ähnlich sind, den gesellschaftlichen Unterschieden zum Trotz. Imbolo Mbue erzählt leicht und lebendig mit präzisen Beobachtungen und viel Empathie, gleich auf der ersten Seite ist der Leser den Protagonisten sehr nah. Und gerade die letzten Worte des Romans haben mich sehr berührt - von der ersten bis zur letzten Seite ein intensives Leseerlebnis!

Kleiner Schatz der britischen Literatur

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Brian Sewell: Pawlowa oder wie man eine Eselin um die halbe Welt schmuggelt, Insel Verlag 2017 € 14,00

Mit dem Büchlein "Pawlowa" von Brian Sewell ist wieder mal ein Schatz der britischen Literatur gehoben und übersetzt worden. Anrührend und charmant erzählt Sewell die Geschichte eines Briten, dem in Pakistan eine junge, zerschundene Eselin über den Weg läuft. Es ist Liebe auf den ersten Blick , er will das zarte Tier um jeden Preis retten. So machen sich die zwei auf den langen Weg von Pakistan nach London, ausgerüstet mit einem wüstenerprobten Sonnenschirm. Unterwegs auf Ladeflächen, zu Fuß und im Zug machen die beiden verschiedenste Bekanntschaften und erleben ein Abenteuer, an dem der Leser schmunzelnd, im Sessel sitzend, genüsslich teilhaben kann. Ein wunderbares Buch für Tierliebhaber und Abenteuerlustige und für alle, die außergewöhnliche Geschichten lieben!

Freundschaft über alles

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Alice Adams: Als wir unbesiegbar waren, Dumont Buchverlag 2017 € 20,00

Als wir unbesiegbar waren erzählt die Geschichte von Eva, Lucien, Sylvie und Benedict, Studenten in Bristol in der 1990ern. Sie sind über Jahre unzertrennlich, halten aber manche ihrer Wünsche und Hoffnungen voreinander versteckt und werden nach dem Studium verschiedener Wege gehen. Beruf und Bezeihungen beschäaftigen sie, die Freundschaft lebt in Ab-und Zu-Kontakten weiter. Nach 20 Jahren finden sie wieder in nahen Austausch und wird ihre Freundschaft ihnen Kraft und Orientierung geben. Ein anregendes, intensives Buch, das lebhaft von Träumen, Möglichkeiten und Wirklichkeiten erzählt, nicht nur, aber auch, für junge Menschen!

Neue Sommerlektüre!

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Ulrike und Manfred Jacobs: Sisis Vermächtnis, Picus Verlag 2017 € 16,00

Das Umschlagbild bringt den Leser schon in die richtige Stimmung: luftig, leicht, mit Wellengang kommt dieser Roman daher, der von köstlichen Verwirrungen und Verirrungen zwischen Wien und der Normandie erzählt. Spannung und Liebe kommen dabei nicht zu kurz! EIn Wiener Jurist solpert über merkwürdige Zahlungen an ein normannisches Dorf, die auf ein Vermächtnis Sisis zurückgehen und bringt damit den östereichischen Kulturhaushalt ganz schön durscheinander. In Beauport in der Normandie bleibt auch kaum ein Stein auf dem anderen...Beste Unterhaltung! Eigentlich will man das Buch gar nicht aus der Hand legen, bis sich alles erklärt hat!

Spätes Glück

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Kent Haruf: Unsere Seelen bei Nacht, Diogenes 2017 € 20,00

Ein hoffnungsvoller, ein berührender Roman über das Glück, einen Menschen zu finden, mit dem man Zeit, Gedanken, Gefühle, Erinnerungen teilen kann. Dass das auch geschehen kann, wenn der langjährige Partner gestorben ist, dass dieses Glück manchmal greifbar nah ist und auch auf 70jährige wartet, ist in diesem Roman glaubhaft nachfühlbar. Dass die Umgebenug kritisch und argwöhnisch reagiert, ist aber auch spürbar.. Ein ruhiger, sensibler, gut unterhaltender Roman mit dem Schauplatz eines kleinen Städtchens in Colorado, das nahezu überall in der Welt angesiedelt sein könnte.

Entwurzelung & Neuanfang

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Marco Balzano: Das Leben wartet nicht, Diogenes Verlag 2017 € 22,00

Ninetto war nur 9 Jahre alt, als er mit einem flüchtig Bekannten sein sizilianisches Dorf verließ, um in Mailand Arbeit zu finden. Inzwischen ist er Ende fünfzig und erinnert sich an diese Zeit: die Arbeit, die er fand, die Bekanntschaften, die er machte, seine frühe Ehe, die Geburt der Tochter und wie er zu einer Gefängnisstrafe kam. Er vergleicht das Damals mit dem Heute, beobachtet die neuen Arbeitssuchenden aus Nordafrika und China. Ein einfühlsamer Roman zum Thema Entwurzelung und Neuanfang mit all dem, was dieses, egal zu welcher Zeit und an welchem Ort, bedeutet, ein Roman, der den Leser hinter die Kulissen schauen und einen besonderen Blick auf Italien werfen lässt.

5 Hochzeiten und kein Todesfall

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Jea-Philippe Blondel: Die Liebeserklärung, Deuticke Verlag 2017 € 18,00

Wieder einmal hat Jean-Philippe Blondel einen wunderbar unterhaltenden Roman geschrieben. Der Autor von "6 Uhr 41" erzählt von dem jungen Corentin, der mit seinem Onkel in der französischen Provinz als Hochzeitsfotograf unterwegs ist. Es ergeben sich viele amüsante , gut beobachtete Zwischenfälle bei den Hochzeiten. Corentins Leben allerdings fehlt es ein wenig an Amüsement - er ist auf der Suche nach Vielem und wird eine sehr spezielle Art des Suchens entwickeln. Beste Unterhaltung für jedes Alter, die ein Lächeln auf den Lippen garantiert.

Sheriff contra Oligarch

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Castle Freeman: Auf die sanfte Tour, Nagel & Kimche 2017 € 19,00

Ein kleines amerikanisches Städtchen mit einem Sheriff, der mehr abwartet, als handelt - ganz zum Unverständnis seines Deputys, der meint, mit Eifer,den kniffligen Fall lösen zu können und die nächste Wahl zum Sheriff zu gewinnen. Es geht um nichts Geringeres als einen Tresordiebstahl in der Villa eines russischen Oligarchen, der diesen Raub gar nicht lustig findet und entsprechend reagiert. Mit viel Humor, einem guten Gespür für die sehr verschiedenen Charaktere und gut gesetzten Dialogen erzählt Castle Freeman eine haarsträubende Geschichte so anschaulich, dass der Leser meint, sie mitzuerleben.

Ruhig und kraftvoll

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Colm Toibin: Nora Webster, Hanser 2016, € 26,00

Nach dem viel zu frühen Tod ihres Mannes muss Nora sich neu finden. Sie lebt in einer irischen Kleinstadt in den 60er Jahren, jeder kennt jeden und es gibt Regeln über Regeln, wie "man" sich zu verhalten habe. Nora ist eine unauffällige Rebellin und wird sich Stück für Stück aus der inneren und äußeren Enge befreien.Colm Toibin beschreibt ruhig und glaubwürdig Noras Leben, mit ihren zwei Söhnen zuhause, zwei fast erwachsenen Töchtern, der neu aufgenommenen Arbeit, den vielen Gedanken und Fragen, die sie umtreiben. Die Musik wird ihr helfen, eine eigene Welt zu entdecken, die sie den Alltag selbstbewusster und freier erleben lässt. Ein schön zu lesender Roman über eine Frau, die gleich meine Sympathie hatte und mir ans Herz gewachsen ist.
 

Lebensklug und voller Ironie

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Alex Capus: Das Leben ist gut, Hanser Verlag 2016, € 20,00

Das Leben ist gut - das ganz normale Leben, in der schweizerischen Kleinstadt, wo der Protagonist des Buches aufgewachsen ist, die Winkel der Stadt und die Winkel in den Köpfen vieler Menschen dort kennt. Aus Sentimentalität hat er die vom Schließen bedrohte ehemalige Gastarbeiterkneipe übernommen. Und so erzählt er von den Begegnungen mit Typen verschiedenster Art, er, der den anderen nimmt, wie er ist und dafür sorgt, dass ein Gespräch nicht verletzt. Er hat Sinn für Witz und Ironie und Freude an guten Geschchten. Und seine Frau, die gerade eine Arbeit in Paris angenommen hat und zum ersten Mal in ihrer langjährigen Beziehung nicht an seiner Seite ist würde er im Bewusstsein aller ihrer auch merkwürdigen Eigenarten nie wieder hergeben - und macht ihr eine versteckte Liebeserklärung. Alex Capus hat einen sympatischen Helden des Alltags geschaffen, dem ich auch gerne beim Entsorgen des Leergutes am Altglascontainer gefolgt bin!

Ist Zeit messbar?

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Christoph Ransmayr: Cox oder der Lauf der Zeit, Fischer, 22,00 €

Der Roman " Cox oder der Lauf der Zeit" von Christoph Ransmayr ist ein literarisches Meisterwerk, das den Leser in die Mitte des 18. Jahrhunderts führt. Der Londoner Uhrmacher und Automatenbauer Cox folgt mit drei seiner Gehilfen dem Ruf des chinesischen Kaisers Quiánlóng nach Beijing. Die Aufträge des Kaisers verlangen die künstlerische und mechanische Umsetzung philosophischer Gedanken: So entsteht die Winduhr, um das Zeitempfinden eines Kindes zu zeigen oder sie Glutuhr, die die endende Lebenszeit eines Menschen veranschaulicht. Der Wunsch nach einer zeitlosen Uhr, die auch das Zufällige in sich birgt und die Ewigkeit messen soll, stellt die größte Herausforderung dar. Geradezu märchenhaft entsteht ein Bild des alten Chinas, in dem Prunk und Schönheit neben Willkür und Grausamkeit zu finden sind, beherrscht von einem als allmächtig anerkannten Kaiser. Ein besonderes, reiches, bildgewaltiges und nachdenkliches Buch, dem der Fischer Verlag ein edles Äußeres gegeben hat.

Wohltuende Literatur

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J.L. Carr: Ein Monat auf dem Land, DuMont Verlag 2016 € 18,00

 

So wie der "Monat auf dem Land" in Nordengland dem jungen Erzähler wohltut, tut es das Buch dem Leser, der Leserin. In schöner und ganz natürlicher Sprache erzählt der Restaurator von seinem Auftrag, ein übertünchtes Fresko in einer Dorfkirche freizulegen. Es ist das Jahr 1920, der erste Weltkrieg hat Spuren in den Menschen hinterlassen, das ländliche, sommerliche Leben wirkt heilsam. Gesicht für Gesicht, Figur nach Figur befreit der Restaurator ein Meisterwerk des jüngsten Gerichts, erzählt von den besonderen Farben, dem Ausdruck der Figuren und seiner Faszination. Er schließt Bekanntschaften und Freundschaften in dem kleinen Ort und eine zarte heimliche Liebe wärmt ihn. Der Roman war 1980 für den Booker Preis nominiert und wurde nun endlich ins Deutsche übersetzt.

Kluge Unterhaltung

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René Freund: Niemand weiß, wie spät es ist, Zsolnay Verlag 2016 € 20.-

Dieser Roman liest sich wie im Flug: gleich von der ersten Seite an begleitet der Leser Nora, eine chaotische, in Paris lebende junge Frau, die auf eine ungewöhnliche Reise geschickt wird. Ihr eben verstorbener Vater hat einen letzten Willen verfügt. Eine Wanderung in den Alpen, mit seiner Asche im Gepäck, für die er nicht nur die Etappen festgelegt hat, sondern auch Noras Begleiter: Bernhard, ein pedantischer Notariatsgehilfe. Das Aufeinandertreffen der verschiedenen Charaktere bietet viel Potential für Situationskomik und Sprachwitz. Gleichzeitig regt das Buch zum Nachdenken über zentrale Lebensthemen an und überrascht mit der Entwicklung der Geschichte. Kluge Unterhaltung!

Spannend und einfühlsam

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Georg Elterlein: Sprache der Krähen, Picus Verlag 2016 € 22.-

Die Hauptfigur in diesem Buch, Leonard, führt ein Doppellleben: offiziell ist er Schlosser, bisher unentdeckt ist er ein hochkarätiger Dieb. Was dann passiert, will so gar nicht in sein Leben passen. Sein jüngerer Bruder, den er seit 20 Jahren nicht gesehen hat, ist mit seiner Frau tödlich verunglückt und hat einen 11-jährigen Sohn hinterlassen. Leonard ist der einzige Angehörige. Bei den Begegnungen mit seinem Neffen, der posttraumatisch verstummt ist, zeigen sich ganz unerwartete Facetten Leonards. Er hat großes Geschick im Umgang mit dem Jungen, dessen Gedanken er feinfühlig erspürt. Er übernimmt Verantwortung, als er noch gar nicht weiss, ob er das auch möchte und öffnet sich gleichzeitig der Erinnerung an seine eigene schwierige Vergangenheit. Die "Sprache der Krähen" -  Krähen spielen im Geschehen eine wichtige Rolle - ist ein vielschichtiger Roman mit gutem Spannungsbogen, der psychologisch einfühlsam sehr verschiedene Lebensthemen ausleuchtet.

 

 

 

Italien – Deutschland

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Italien - Deutschland

Valeria Vairo: Il sapore della vita - Der Geschmack des Lebens, dtv 2016 € 9,90

Leichtfüßig und anekdotenhaft erzählt Valeria Vairo von einer italienischen Familie, die vom Süden Italiens in den Norden zog und Giulia, die Hauptfigur, weiter nach München. Es  geht um Fremdsein und Integration, um das Gefühl von "Zuhause". Da sich das oft mir dem Essen verknüpft, findet der Leser am Ende jeden Kapitels ein Rezept aus Apulien oder der Lombardei. Und nicht nur das: das Buch ist in der Reihe "dtv zweisprachig" erschienen und kann auf Italienisch und/oder Deutsch genossen werden. Lesevergnügen zweisprachig!

Subtile Spannung

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Peter Stamm: Weit über das Land, Fischer Verlag 2016 € 19,99

Mit subtiler Spannung erzählt Peter Stamm, wie das Leben von Thomas und Astrid einfach geschieht - so ganz anders, als gedacht. Thomas ist eines abends gegangen - weg von Frau und Kindern, Arbeit und Haus. Ohne Plan, ohne Abschied. Wie lange wird er unterwegs sein? Was treibt ihn, was erkennt er? Astrid bleibt in ihrem Alltag und obwohl Thomas fort ist, ist er doch da. Ein äußerlich ruhiges, innerlich überaus spannendes Buch bis zu letzten Seite!