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Bookuck 2017: Auf der Straße der Gedichte

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Kennen Sie ein Reim aus Kindertagen? Sie dürfen das Dichten auch selber wagen.“ Die Frage nach einem Lieblingsgedicht für unseren Poesie Parcours entfachte ungeahnte Resonanz. Ob Groß, ob Klein, wir staunten nicht schlecht, ein jeder trug ein Gedicht im Herzen und kaum war das Schaufenster für bookuck dekoriert, füllten sich unsere Palastgemächer mit unzähligen Reimen, poetischen Sentenzen und Sprachspielereien, die uns vom Tresen weg gleich vorgetragen wurden. Unsere farbigen Kartons für diese Aktion fanden reißenden Absatz. Manche beschrieben ihn gleich im Laden, andere suchten die Ruhe daheim und brachten ihr Gedicht als kleines Kunstwerk zurück. Worte wurden in Schönschrift oder ausgewählter Kalligrafie aufs Papier gebannt, mit Bildern verziert und, im Moment der Übergabe, mit einer Geschichte umrahmt, die uns von der Verbindung des gewählten Gedichtes zum Schreiber erzählte. Neben Klassikern wie Ringelnatz und Morgenstern, Goethe, Brecht, Benn, Domin und Kaleko, Songtexten und kleinen Zweizeilern waren auch unzählige selbst gedichtete Verse dabei. Dabei wuchs die fiktionale "Wäscheleine" der Gedichte zum kilometerlangen Strang. "München ist so kreativ." Wir danken allen Dichtern und waren mal wieder fasziniert, wie ein Idee Flügel bekam. Stolz überreichte man uns auch lyrische Texte auf Russisch und Englisch, Kroatisch, Italienisch und Suaheli. Selten wurden wir der Lebendigkeit auf Papier geschriebener Worte so bewusst, wie in diesen Tagen. Der leidenschaftliche Austausch über Poesie und Sprache, die Gedanken und Herz berühren, knüpfte ein intensives Band des Miteinanders und wurde zu einer Bereicherung für alle. Als dann über hundert Gedichte die Kirchenstraße entlang flatterten, brachten sie auch vorbei eilende Passanten zum Innehalten, Staunen und Lesen. So wunderte es uns nicht, dass sich auf dem Höhepunkt der Aktion, dem bookuck Samstag, bei endlich einmal wunderbarem Wetter, viele Zuhörer die Zeit nahmen, der Lyrik-Werkstatt von Uwe-Michael Gutzschahns zu lauschen. Zwischen Nonsens, Lautgedichten und der Frage ob nun mit oder ohne Reim poetisiert werden sollte, wurde viel gelacht, gerätselt und gereimt. Eine gelungene Aktion und ihre Folgen: die Lyrikabteilung im Buchpalast muss weiter wachsen und ins Rampenlicht zukünftiger Empfehungen rücken.

Bookuck 2016: Bücher statt Eier!

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„Wohin geht denn Ihre nächste Tour?“ Ein neuer Fahrgast schaute über seinen orangen Bookuck-Flyer auf unsere Buchhaltestelle. Er hatte eine ganze Reihe von Buchhandlungen darauf markiert und kam von fern. Ein Buchhandlungsreisender. Wie wunderbar! „Sind Sie der Buchpalast mit der Ausstellung?“ Der zweifelnde Ton verriet einen weiteren potentiellen Neukunden, der gerade am Ziel eintraf. Die Bücherfresser lockten am Tag der Münchner Buchhandlungen mit Flyern und Fahrplan als Hobby-Trambahner Passanten von allen Plätzen und Ecken zum Buchpalast. Die stündlichen Sternfahrten entstanden in gemeinsamer Ideenschmiede mit einer Kundin, Anette Spieldiener. Die Münchner Schatzsuche zu Menschen und Orten, ihre literarischen Führungen zusammen mit Michael Weiser als Stimmencollage in Raum und Zeit inszeniert, die Buchhandlung dabei in der Mitte eines imaginären Sterns, erschien uns wie Buchhandlungskultur zum Anfassen. Bookuck wurde für uns zum Tag, der unsere Lebendigkeit, unser Herzblut und die Nähe zu den Menschen in unserem Viertel sichtbar machte. Bald mischten sich auch gute Buchpalastkunden, die Zeit vergessend, unter die Fernreisenden. „Hilfe, meine Eier!“, stieß eine Kundin plötzlich hervor. Sie war von ihrer Einkaufsroute abgekommen und lauschte den Büchern. Bookuck setzte Prioritäten und wir schwammen im Regen wie die Fische im Wasser und genossen diese gelungene Imagekamapange mit jedem neuen Gespräch. Selbst wenn es im nächsten Jahr schneien sollte, bookuck macht süchtig und ist einfach ein Traum. Wir wollen mehr!

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Wer liest gewinnt! hieß unser Motto zum ersten bookuck in München. Viele Aktionen rund um Bücher und Lesen locken Passanten in die Buchhandlungen der Stadt.

Trauen Sie sich, anderen ein Stück aus einem Buch vorzulesen? Dann schenken wir Ihnen das ganze Buch. Wollen Sie erfahren, wie es ein Profi macht? Dann kommen Sie mit Jaromir Konecny ins Gespräch. Münchens berühmter Bühnenliterat und Buchautor verrät, wie man mit Witz und Charme sein Publikum bannt. Wir freuen uns auf spontane Begegnungen zwischen Literatur und ihren Lesern und Zuhörern. Das Lesealter spielt keine Rolle.