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Hinter dem Pseudonym Anna Pfeffer stehen zwei interessierte Frauen, die schon als Jugendliche befreundet waren. In dem Interview mit ihnen erfahren wir zum Beispiel, weshalb sie Anna Pfeffer gewählt haben. In ihrem Buch „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ haben die beiden sich ausführlich mit dem Tod auseinandergesetzt: Emy gibt jeder nervigen Person in Gedanken eine Todesart, wobei sie den allernervigsten Jungen kennenlernt.

Bücherfresser: Woher kam die Idee für das Buch?
Anna Pfeffer: Das hat sich beim Schreiben entwickelt, aber der Tod hat uns schon lange beschäftigt. Wir wollten ausdrücken, dass man den Tod als Jugendlicher anders behandelt, weil er noch so weit weg ist.

BF: Warum schreibt ihr zusammen? APf:Wir wollten beide ein Buch schreiben, also haben wir zusammen geschrieben.

BF:Wie schreibt ihr zusammen? APf: Wir haben ein WordDokument und Skypen. Außerdem teilen wir die Kapitel auf.

BF: Gibt es dann Streit? APf: Früher haben wir uns mehr gestritten, jetzt korrigieren wir oder sagen, was uns nicht gefällt.

BF: Kommen Elemente Ihres Lebens im Buch vor? APf: Es lässt sich gar nicht vermeiden, dass etwas persönliches mitschwingt, wir kennen die Gefühle, aber die speziellen Situationen nicht.

BF: Warum schreibt ihr unter einem Pseudonym? APf: Weil die Mischung unserer Namen nicht gut klingt und beide Namen zu viel zu merken sind.

BF: Und warum unter diesem? APf: Wir fanden das passt gut zum Buch und zeigt, dass das Buch auf deutsch geschrieben wurde. Der Verleg hat Ella Blume vorgeschlagen, aber das wollten wir nicht. Zu blumig.

BF: Waren sie schon mal in der Unterwelt von Berlin (Szene des Buchs spielt dort)? APf: Wir haben erst den Text geschrieben, dann ist eine von uns hingefahren, um alles zu überprüfen. Die Führung war übrigens sehr gut.

BF: Habt ihr euch die Tode in Emys schwarzem Büchlein nur ausgedacht oder wirklich in der Zeitung gefunden? APf: Beides. Der Koch mit dem Schlangenkopf stand z.B. wirklich in der Zeitung. Wir haben auch noch verrücktere Tode gefunden, aber nicht alle verwendet. Einige haben wir auch abgewandelt.