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Emmi Itäranta: Memory of water, Harper Collins Tb E 10,99

Dir finnische Autorin Emmi Itäranta beeindruckt in ihrem Debüt Der Geschmack von Wasser (deutsche Ausgabe leider nicht mehr lieferbar) mit einer in literarischer Rafinesse geschriebenen Futurfictionvon von großer Strahlkraft, die in jeder Hinsicht zu denken gibt und ein Lesegenuss ist. Klangvoll poetisch zelebriert sie in einer dystopischen Welt das Trinken kostbaren Wassers, zu Tee verfeinert, in einer Familie von Teemeistern, dessen jüngste Nachfolge ein Mädchen antreten wird. Die 17-jährige Erzählerin Noria. In ihrer Welt ist Trinkwasser rationiert und selten frisch. Die Wasserwächter nehmen das Dorf in ihren diktatorischen Würgegriff, welcher die Menschen Stück für Stück zum Verdursten verurteilt. Die luxuriöse Teezeremonie im Hause des Teemeisters steht dabei im extremen Widerspruch zu alltäglichen Leben. Das Wissen um dem Besitz einer verbotenen Quelle, Vaters Geheimnis für köstlichen Tee, teilt er mit Nuria kurz vor ihrer Prüfung zur Teemeisterin. Mit der Last der Verantwortung ihrer Nutzung, wird Noria beginnen sich mit der Vergangenheit aus den Teebüchern alter Meister auseinander setzten und sich auf die Suche nach ihrer Haltung zwischen Tradition, Erneuerung und Hilfe zu machen. Wann, wie und ob man dabei Spuren des eigenen Seins hinterlassen will und kann wird dabei zu einer zentralen Frage dieses besonderen Coming-of-Age Romans.

"Es gibt nur Ereignisse, die wir Menschen zu Geschichten verbinden, damit wir sie besser verstehen. Zu viele Geschichten gehen verloren, un zu wenige von denen, die bleiben, sind wahr."