herrndorf-tschick

Deutscher Jugendliteraturpreis Jugendbuch

Wolfgang Herrndorf: Tschick, Rowohlt Tb €8,99

In dem Buch tschick geht es um zwei 14-jährige Jungen, die mit einem geklauten Auto eine Reise machen. Der Name des Buches kommt daher, dass die Kinder in Maiks Klasse den Namen des neuen Schülers Andrej Tschichatschow nicht aussprechen können und ihn deshalb kurzerhand Tschick nennen.
Anfangs haben die beiden kaum miteinander zu tun, doch dann kommt Tschick zu Beginn der Sommerferien Maik mit einem geklauten Lada besuchen. Von da an treffen sie sich öfters und kommen auf die Idee mit dem Auto in den Urlaub zu fahren. Maiks Eltern sind für zwei Wochen weg und Tschicks Bruder hat nichts einzuwenden. Sie machen sich also auf den Weg Richtung Walachei. Wo das liegt vermuten die beiden nur so ungefähr. Unterwegs passieren ihnen dauernd Sachen, wie zB, dass Tschick sich ein Bein bricht oder ihnen geht das Benzin aus und sie können ja nicht ohne Führerschein und minderjährig an die Tankstelle fahren, wieder volltanken. Mir hat das Buch sehr gefallen und ich empfehle es weiter für Jugendliche ab 13 Jahren. Victor, 13 Jahre

Maik Klingenberg ist der totale Langweiler - wird in der Schule nicht beachtet und gibt auch äußerlich nicht viel her. Er ist verknallt in Tatjana, ein unglaublich gut aussehendes Mädchen, die aber ganz offensichtlich kein Interesse an ihm hat. Eines Tages kommt Andrej Tschichatschow in die Klasse, der Maik wenigstens etwas wahrnimmt. Und dann steht Tschick, wie er genannt wird, mit einem geklauten Auto vor Maiks Tür. Da seine Mutter in einer Entzugsklinik und sein Vater mit der Sekretärin auf Geschäftsreise ist, entschließt sich Maik mit Tschick in die Walachei zu fahren. Das Geld vom Maiks Vater, dass er zu Maiks Versorgung bestimmt hatte, ist ebenso Teil der Ausrüstung wie Schlafsäcke und allerlei unnützes Zeug. Da sich im Kofferraum keine Landkarte befindet, wird per Zufall entschieden, wo sie abbiegen. Und damit beginnt eine abenteuerliche Reise durch Deutschland, wobei die beiden irgendwie Freunde werden. Sehr witzig gestaltetes Roadmovie mit zwei vierzehnjährigen Jungs, die sich total cool bei allem vorkommen und auch ziemlich verrückte Sachen erleben. Die Geschichte mit dem Autoklau ist zwar für dieses Alter witzig aber irgendwie traue ich den beiden dann die Fahrt ins Blaue hinein nicht so wirklich zu. Ich meine, wenn sie durch kleine Ortschaften fahren müsste doch irgendjemand mal etwas bemerken, trotz des angeklebten Barts. Ich glaube, Tschick schaut damit einfach aus wie ein Vierzehnjähriger mit Klebeband als Bart. Insgesamt wenig glaubwürdig und etwas unlogisch, aber das ist sehr amüsant verpackt (nur leider gefällt mir das Ende nicht, es ist so komplett unlogisch, ist weder eine abgeschlossene Handlung noch ein offenes Ende…) Kathi, 16 Jahre