han-all-the-boys

Jenny Han: To all the boys, I loved before, Hanser Verlag 2016 € 16,00

Handlung:
Lara Jean und ihre ältere Schwester Magot haben ein enges Verhältnis seit dem Tod ihrer Mutter. Als Magot beschließt ein College in Schottland zu besuchen, ist die ganze Familie traurig. Jetzt sind es nur noch Lara Jean, die kleine Kitty, ihr Dad und Josh, Magots Exfreund, mit dem Margot kurz vor ihrer Abreise Schluss gemacht hat. Josh in den sich Lara Jean noch vor Magot verliebt hat. Josh den sie eigentlich vergessen wollte. Sie hatte ihm extra einen Abschiedsbrief geschrieben, genau wie den vier anderen Jungen in die sich im Verlauf ihres Lebens verliebt hatte. Doch irgendjemand hat die Briefe gefunden und abgeschickt und jetzt weiß Josh von ihren (ehemaligen) Gefühlen...

Zuerst einmal: Danke Jenny Han! Endlich mal eine asiatische Hauptfigur. Wir haben mehr verdient als immer nur die Sidekicks zu sein. Nachdem ich "Die statistische Wahrscheinlichkeit von Liebe auf den ersten Blick" gelesen hatte, bin auch ich irgendwo auf den Geschmack von Liebesromanen gekommen. Und ich muss sagen auch hier sind die Seiten nur so geflogen. Ich hatte das Buch innerhalb zwei Tage durch. Es war wirklich angenehm zu lesen und vor allem nachdem die Handlung ins Rollen kam konnte ich nicht aufhören. In der Mitte hatte es eine kleine Länge, dort habe ich aufgehört und am nächsten Tag weiter gelesen.
Die Charaktere liebe ich! Lara Jean ist vielleicht nicht perfekt, macht aber Fehler oder benimmt sich blöd an Stellen wo ich es nachvollziehen kann. Ich dachte mir dann: Ich hätte das vielleicht auch gesagt, obwohl es falsch ist. Insgesamt fand ich, dass die Charaktere Persönlichkeit hatten und mir gut im Gedächtnis blieben. Kitty mochte ich an vielen Stellen nicht, aber ich kann verstehen warum Lara Jean sie liebt. Mir hat gut gefallen, dass die Liebesgeschichte viel Raum hatte, sodass man die Liebe und die Gefühle von Lara Jean nachvollziehen konnte.Oft kommt diese Verliebtheit so plötzlich, aber hier hatte es genau das richtige Tempo. Schade fande ich, dass der Konflikt mit Magot am Ende nicht mehr Seiten bekommen hat.
Die Idee mit den Liebesbriefen hat mir sehr gut gefallen, auch wenn das Buch dann doch eine andere Richtung einschlug als vermutet und die Briefe eigentlich keine so große Rolle spielten. Als positiv empfand ich, dass die Familie von Lara Jean soviel vorkam und es das Familienleben eine großes Thema ist. Sonst wundert es mich bei Büchern oft, dass die Familien der Charaktere komplett vergessen werden.

Fazit: Mit diesem Roman konnte mir Jenny Han direkt Lust auf Band 2 geben. Es ist eine wirklich tolle Liebesgeschichte die mit ihren Charakteren und ihrer Sprache überzeugt. Meiner Meinung nach hat es nur wenige Macken.