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Gernot Gricksch: Nicht drücken, Oetinger Tb € 6,99

Was wäre, wenn alle Mädchen Fussball lieben und Jungs nur noch zum Klamotten shoppen zu gebrauchen wären? Ein Knopfdruck und schon ist es versehentlich passiert: die Welt von Siri, Ole und Ivana steht auf dem Kopf  und ist nicht mehr wie vorher. Gernot Gricksch vertauscht die Vorlieben der Geschlechter ebenso wie die von Hund und Katze, am Anfang ganz lustig, doch bald muss jedem Leser auffallen, dass diese andere Welt nichts anderes ist, als das Gleiche in grün. Sehr einfallsreich scheint das nicht, ein wenig lehrreich schon eher. Alle, die im Laufe der Geschichte über ihren eigenen Schatten springen, verwandeln sich wieder zurück und Entspannung breitet sich aus. Der Mensch ist doch ein Gewohnheitstier. Als am Ende die Kinder vor der Wahl stehen, durch erneutes Drücken des Buttons ein Leben in Ungewissheit und Abenteuer zu wählen, dem gegenüber die glückliche und gewöhnliche Alltäglichkeit steht, würde das  Abenteuer erst beginnen. Diese Lektüre bietet viele Anlässe über Klischees und gesellschaftliches Rollenverhalten zu diskutieren.