dumont-paradiessucher

Rena Dumont, Paradiessucher, Hanser Verlag € 14,90

Deutschland 1986: Lenka ist 17 Jahre alt und lebt in Tschechien, also im Osten. Ihr größter Traum ist es Schauspielerin zu werden, doch sie wurde nicht zugelassen, obwohl sie im Test alles richtig hatte. Wegen solcher Ungerechtigkeiten will Lenka in den Westen, wo alles besser und nicht so ungerecht ist. So sagen es zumindest alle. Und so kam es, dass eines Tages eine Einladung (Visum) vom Westen kam und Lenka mit ihrer Mutter ein neues Leben begann. Doch plötzlich schien ihr diese Welt auch nicht Recht ohne ihren zurückgelassenen Freunden und Familie. Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, da die Geschichte sehr lebendig und offen geschrieben ist und es zeigt sich, dass Zuhause dort ist, wo man mit seinen Freunden wohnt, egal an welchem Ort man lebt. Hauptsache man lebt mit Freunden und Familie und ist nicht alleine. Sara, 13 Jahre

Lenka flieht 1986 mit ihrer Mutter aus dem sozialistischen Tschechien nach Deutschland. Weg aus dem eigenen Land, wo Unfreiheit und Zensur herrscht, aber auch weg von ihrer Familie und Freunden, hin zu vollen Kaufhäusern Deutschland, wo Meinungsfreiheit und Mitbestimmung regiert. Erstmal ist von dieser freien Welt aber nicht viel zu spüren. Die beiden müssen sich in einem Auffanglager am Königssee einrichten, bis ihr Asylantrag bearbeitet wird. Mir hat der autobiografische Aspekt dieses Buches sehr gefallen. Die Autorin hat sich ihren Traum erfüllt, ist Schauspielerin geworden und hat heute ein Engagement in Bamberg. Die Sprache ist relativ nüchtern, die unterschiedlichen Charaktere sind trotzdem gelungen dargestellt. Claire, 16 Jahre