Reale und künstliche Welten – wer weiß noch, wo wir uns aufhalten?

olsberg-boy

Karl Olsberg: Boy in a White Room, Loewe Verlag 2017 € 14,95

Es geht um den Jungen Manuel, der ohne Erinnerungen in einem weißen Raum aufwacht. Er kann nichts spüren, er kann nichts riechen. Wenn er spricht, dann "kommen die Wörter heraus", die er sagen will,  jedoch mit einer "Roboter-Stimme , die ganz sicher nicht seine ist. Es gibt eine sprachgesteuerte Machine, mit deren Hilfe er versucht herrauszufinden wer er ist. Plötzlich tritt ein Mann in das Zimmer und behaupted etwas Unglaubliches. Anmerkung vom Leser: Ich habe schon viele fantastische Bücher gelesen, doch dieses ist eines der Besten (auf jeden Fall Top 10). Erst baut es Spannung auf und dann gibt es ein vollkommen überraschenedes Ende. Liam, 13 Jahre

Jung und beherzt

oppermann-dachten

Lea-Lina Oppermann: Was wir dachten, was wir taten, Beltz&Gelberg 2017 € 12,95

Auch in der Schule, in der Klassengemeinschaft, scheint sich heutzutage die Welt nur um den Einzelnen zu drehen. Egoistisch und selbstgefällig, ohne rechten Blick auf die Anderen wurschtelt jeder sich durch. Wen wundert diese Erkenntnis im Handyzeitalter. Diese Gleichgültigkeit, gar Missachtung dem Anderen gegenüber führt ungewollt und ungeahnt zu tiefen Verletzungen. Das wiederum gipfelt im großangelegten Rachefeldzug des Einzelnen an der Gruppe. Dem Amoklauf. Manchmal würde man sich doch mehr Lebensfantasie wünschen. Wenigstens in der Literatur. Die Autorin, Lea-Lina Oppermann, 19 Jahre jung, beschreibt  diese Ausnahmesituation in der hermetisch abgeriegelten Welt des Klassenzimmer auf hohem Spannungsniveau aus drei Perspektiven. Zwei Durchschnittschüler Mark, Fiona und ihr junger Lehrer Herrn Filler erzählen. Wie in Zeitlupe spiegeln sie in gekonntem rhythmischen Wechsel jede Bewegung des Eindringlings und der Gruppe und sehen dabei immer sich selbst im Zentrum der Situation.  Allen voran der Lehrer, dessen knapper Altersvorsprung und  Ausbildung ihn keineswegs erhabener oder aktiver gemacht haben. Selbst als der Täter einen Stapel Briefe mit seinen Wünschen auf den Tisch legt, Forderungen in denen jeder mal gezwungen wird, andere Bloßzustellen, kommt keinem die Frage in den Sinn, was hier überhaupt gespielt wird. Viele Möglichkeiten des Eingreifens verstreichen. Stück für Stück erkennen die Erzähler erst jetzt, mit den gestellten Aufgaben, die Rolle Einzelner im Gesamtkontext der Gruppe und füllen ihre bisherige Nichtwahrnehmung mit defensiven Rechtfertigungen. Utopische Höhenflüge einer Jugend? Fehlanzeige. Bei diesem Text handelt es sich um einen erzählerisch versierten,  düstern Zustandsbericht des Seins, der nach Diskussion und Klassenlektüre ruft. Katrin Rüger

Wiedersehen mit Anne-Laure Bondoux

bondoux-bella-rossa

Anne-Laure Bondoux: Bella Rossas anderes Glück, Carlsen Verlag 2016 € 17,99

Bella Rossa hat genug von ihrem eintönigen Leben in einer kleinen Siedlung mitten im Wilden Westen. Sie will fahrende Händlerin werden. Auf ihrem Weg muss sie nicht nur um Kundschaft kämpfen, sondern auch mit ihrer Liebe zu Jaroslaw und ihrem ewig meckernden, gelähmten Vater fertig werden. Ein Western zur Zeit des Goldrausches aus der Perspektive einer starken, aber auch liebevollen, jungen Frau. Er lebt, wie alle Bücher von Anne-Laure Bondoux, von seinen wundervoll vielschichtigen Charakteren. Clara, 15 Jahre
Ihr neustes Werk spielt in die Zeit des Goldrausches. Viele Familien ziehen im Planwagen nach Westen. Einem verheißungsvollen Glück entgegen. Das Mädchen Bella Rossa wird nach dem Selbstverständnis des damaligen weiblichen Rollenbildes gezwungen, auf diese Reise zu gehen und für ihren Vater zu sorgen, der nach einem Unfall gelähmt im Planwagen sitzt. Eine undankbare Aufgabe, über die sie in all ihrer Stärke fast märchenhaft weit hinauswächst. Diese quirlige, starke Hauptfigur setzt Maßstäbe und zeigt, dass Handeln gefragt ist, wenn man etwas ändern will. Katrin Rüger
PS: Auch ich stimme mit Claras Meinung überein, das Der Mörder weinte ein weitaus faszinierender Titel von Anne-Laure Bondoux ist, ebenso wie Die Zeit der Wunder. Fünf Jahre nach dem ersten Interview  treffen wir die vielseitige Autoren nun in Frankfurt wieder.

Schöne nationale Zukunft?

schaeuble-endland

Martin Schäuble: Endland, Hanser 2017 € 15.-

Wie sähe es in Deutschland aus, wenn eine nationale, völkisch gesinnte Partei wieder an die Macht käme? Martin Schäuble hat vor allem das Kleingedruckte des  Wahlprogrammes der AfD genau studiert und die Vorschläge und Maßnahmen, welche diese Partei in Zukunft ergreifen möchte, Wirklichkeit werden lassen. Soldaten und Wachschutz braucht ein zukünftiges Deutschland, die Mauern und Zäune, die wieder errichtet wurden, zu bewachen. Mit dem jungen Soldaten Anton und seinem Freund Noah begibt sich der Leser auf nächtliche Grenzinspektion. Als die Wärmebildkamera anschlägt, weil Flüchtlinge versuchen nach Deutschland zu kommen, sollen die Jungs schießen. Während Anton Systemkonform lebt, beginnt Noah über viele Dinge zu stolpern, die ihn, rege denkend, in den Widerstand treiben. Nichts ist eigentlich neu an diesem Roman und einiges bleibt stereotyp. Und doch, ist dieser Roman gerade für junge Leser eine sehr empfehlenswerte wie packende Letüre. Zum Einstieg in politisches Denken und Handeln sowie zur Bewusstwerdung von Gesellschaftsprozessen geeignet. Aktueller und Wichtiger denn je! Katrin Rüger

Vor Bienen muss man keine Angst haben

socha-bienen

Deutscher Jugendliteraturpreis 2017, Sachbuch

Pjotr Socha, Bienen, Gerstenberg 2016 € 24,95

"Vor Bienen muss man keine Angst haben", verriet uns Pjotr Socha, Sohn eines Imkers, in einem Gespräch. "Mein Vater hatte manchmal 50 Bienenstiche auf ein Mal." Ein wenig ähnelt er beim Erzählen dem Bären auf dem Plakat zu seinem Buch, rund, langsam und gemütlich, vor allem jedoch neugierig und naturverbunden. Ohne die Biene sähen wir ganz schön traurig aus. Nicht nur, weil Honig so gut schmeckt und die Biene beim Nektar sammeln sehr viele Pflanzen bestäubt. Die Menschen haben der Biene auch viel abgeguckt. Ihre Material sparenden, leichten aber extrem stabilen und praktisch konstruierten sechseckigen Wachswaben zum Beispiel. "Dass ein Bienenschwarm von einer Königin statt eines Königs regiert wurde, konnten die Menschen lange nicht glauben", erzählt Socha und schmunzelt verschmitzt. Für sein Steinzeit-Imker-Paar hat er den Kopf samt dicker Nase einfach gespiegelt. Die Nase der Mumie im Sarkophag der Ägyter, auch sie betrieben schon Imkerei, liebt er besonders. Groß und dick steht sie aus dem Sarkophag heraus. Auch spürt man die Freude, die er dabei hatte, seine eigene Bienen-Hieroglyphenschrift für diese Seite zu entwickeln. Seine Leidenschaft für Bienen und sein feiner Humor zieht sich durch all seine Illustrationen.

Auf der Suche nach Geschichten: Interview mit Joke van Leeuwen

bf-leeuwen

Wir trafen uns mit Joke van Leeuwen im Verlag Gerstenbergs dort platzierten wir uns an einem Stehtisch und interviewten die Niederländerin.

Bücherfresser: Wie sind sie auf die Ideen ihrer Kinderbüchern gekommen? Joke van Leeuwen: Das Buch "Frederik"  hat familiärem Ursprung, bei "Weißnich" saß ich viel am PC und experimentierte. Das Buch "ABC" entstand, da ich eine Austellung mit Buchstaben machte.

Ohne Ticket Zug fahren: Interview mit Dirk Reinhardt über TrainKids

bf-reinhardt

Wir trafen Dirk Reinhardt auf der Buchmesse in Frankfurt.

Bücherfresser: Wie sind sie auf die Idee gekommen das Buch zu schreiben? Dirk Reinhardt: Über eine Reportage in der Zeitschrift GEO, dort hatte ein Reporter aus den USA einen Jungen, er hies Enrike, ein Stück begleietet und ein paar Fotos gemacht.
Bf: Wie haben Sie ihre Informationen bekommen? DR: Ich war selber in Mexiko und habe dort viele Leute befragt und auch im Internet recherchiert.
Bf: Das heißt, Sie kennen ein Trainkid persönlich? DR: Ja ich habe viele Trainkids persönlich kennen gelernt.

“ Ich liebe Bücher die hoffnungsvoll sind“. Interview mit Anna Woltz

woltz2

Mit Anna Woltz trafen wir uns auf der Frankfurter Buchmesse am Stand des Carlsen Verlages. Nach den Standardfragen entfachte ein großes Thema unser Gespräch, welches auch Thema ihrer Bücher ist: Wie erleben Kinder die Trennung ihrer Eltern?

Bücherfresser: Was ist ihr Lieblingscharakter aus dem Buch Gips? Anna Woltz: Die Hauptfigur Fitz.
Bf: Wie sind sie auf diese Geschichte gekommen? AW: Meine Schwester ist Ärztin. Sie hat mir immer viele Geschichten übers Krankenhaus erzählt. Ich fand das dann so spannend, dass ich über das Thema ein Buch schreiben wollte.

Auch ich war ein Schrottsammler: Torben Kuhlmann und die Mäuseraumfahrt

kuhlmann

Unser erstes Interview auf der Frankfurter Buchmesse galt dem Autor und Illustrator Torben Kuhlmann. Als wir die Halle 3 betraten, war das Erste, was uns besonders auffiel, ein große Plakat mit einer riesigen Maus auf. Hier war der Stand des Nord-Süd Verlages, wo wir uns dann auch gleich mit Torben Kuhlmann für ein sehr interessantes Interview trafen.

Interview mit zwei Wienerinnen, die sich zusammen Anna Pfeffer nennen

bf-anna-pfeffer

Hinter dem Pseudonym Anna Pfeffer stehen zwei interessierte Frauen, die schon als Jugendliche befreundet waren. In dem Interview mit ihnen erfahren wir zum Beispiel, weshalb sie Anna Pfeffer gewählt haben. In ihrem Buch „Für dich soll’s tausend Tode regnen“ haben die beiden sich ausführlich mit dem Tod auseinandergesetzt: Emy gibt jeder nervigen Person in Gedanken eine Todesart, wobei sie den allernervigsten Jungen kennenlernt.

Frankfurter Buchmesse 2016

Die Niederländer kamen und Deutscher Jugendliteraturpreis der Jugendjurys ging an unsere Nominierung. Peer Martins "Sommer unter schwarzen Flügeln".

 

Bodyguard-Autor Chris Bradford sprengt seine Fesseln

bradford-bf

Wir haben uns mit den Fahrrädern vor dem Buchpalast getroffen und sind dann alle zusammen zum Verlagsgebäude von Random House gefahren. Es war riesig. Drinnen mussten wir nur ein paar Minuten warten und dann wurden wir von Sebastian Menacher in Empfang genommen. Wir sind alle die Treppen hoch zu den Büros des cbj Verlages gegangen. Dort wartete Chris Bradford schon auf uns. Da er kein Deutsch konnte, haben wir uns auf Englisch unterhalten. Am besten fand ich immer noch die Stelle, wo wir ihn gefragt haben, ob er sich denn wie Connor (Hauptfigur in Bradfords Bodyguard Serie) befreien kann.

In Bodyguard 3 wird am Anfang gesagt das man Kabelbinder mit einem kräftigen Schlag an die Hüfte aufbrechen kann, wir hatten Kabelbinder dabei und fesselten ihm die Hände, und wirklich, er hat den Kabelbinder einfach zerschlagen! Paul

Über Musikbegabung, Leiden & Leidenschaft

schreiber-interview

Wir sind mit Claudia Schreiber für ein Interview im schönsten Leipziger Messerummel verabredet. Die Tische und Stühle sind alle besetzt. Wir finden ein freies Eckchen am Boden. Claudia Schreiber zeigt sich praktisch und unkompliziert. Wir kommen schnell ins Gespräch über ihr neues Buch, dass uns zur musikalisch hochbegabten Clara führt.

Bücherfresser: Wie lange haben Sie für das Buch recherchiert? Claudia Schreiber: Lange, insgesamt eineinhalb Jahre! Ich habe Konzerte besucht und Interviews mit begabten Kindern und Musikern geführt.
BF: Waren die kursiven Gedankengänge so geplant? CSch: Das Lektorat fand, Claras Gedankengänge sollten gekennzeichnet werden. Ich wollte eine unvermittelte Stimme Claras, die ein bisschen mit sich selbst redet.
BF: Spielen sie selbst ein Instrument? CSch: Ja, ich spiele Klavier und Geige, wie Clara. Ich kann es aber nicht ertragen vor Publikum zu spielen, ich spiele lieber nur für mich. Ich find es fantastisch wie die Pianisten ohne Nervosität ihre Stücke auswendig vorspielen können.

Ursula Poznanski: Die Königin des Spiels

poznaski2016

Freudiges Wiedersehen mit Ursula Poznanski. Sie gehörte zu den wenigen JugendbuchautorInnen, die schon am Donnerstagmorgen in Leipzig gesichtet werden konnten. Wir hatten noch ein Stündchen Luft vor den ersten Proben und sie kam am Stand vorbei, so entstand dieses spontane Interview:

Bücherfresser: Warum haben sie sich entschieden mit "Fünf" ein Buch für Erwachsene zu schreiben? Ursula Poznanski: Als ich die Idee zu "Fünf" hatte, war mir sofort klar, dass es kein Jugendbuch wird und mein Agent hat sein Ok gegeben einen Roman für Erwachsene zu schreiben.
BF: War das Ende von "Saeculum" schon von Anfang an so geplant? UP: Ja, ich plane meine Enden nämlich immer. Spontane Enden gibt es bei mir nicht. Sonst könnte ich keine falschen Hinweise legen, außerdem brauche ich irgendwas worauf ich hinschreiben kann.
BF: Haben sie für "Erebos" selbst Online Rollenspiele gespielt? UP: Nein, ich habe es mir überlegt, aber mich dagegen entschieden. Ich wollte mein eigenes Spiel schreiben und keines, dass einem anderen zu ähnlich ist.

Afrikakrimi für Kinder

bf-boie

Wir treffen Kirsten Boie auf dem Kinder-Krimi-Festival und nutzen die Gelegenheit, ihr gleich ein paar Fragen zu stellen.

Bücherfresser: Ihr neues Buch "Thabo" spielt in Swasiland, Afrika. Haben Sie schon mal ein Nashorn gesehen? Kirsten Boie: Ja, in einem Safari-Park. Ich bin regelmäßig in Swasiland, weil ich dort mit einer Stiftung Waisenkinder unterstütze.
BF: Wie kamen Sie auf die Idee zu diesem Buch? KB: Diese Idee bekam ich auf einen meiner Besuche. Momentan werden in Afrika viele Nashörner tötet, um ihr Horn als Medizin zu verkaufen. Man zahlt für das Nashornpulver fast so viel wie für Gold.
BF: Sind die ganzen afrikanischen Wörter echt, oder haben Sie sich die Wörter ausgedacht? KB: Die sind echt. Ich hatte in Sansibar eine Frau, die ich nach der Übersetzung von Wörtern fragen konnte. Sie wollte allerdings immer, dass ich keine schlimmen Wörter schreibe
BF: Wie alt ist Thabo eigentlich? KB: Ich habe es im Buch nicht ausgesprochen, aber beim Schreiben habe ich ihn mir als 12-jährigen vorgestelllt.
BF: Kennen Sie ein Kind, dass Thabo heißt? KB: Nicht direkt. Aber Thabo ist kein ungewöhnlicher Name.
BF: Gibt es schon einen zweiten Band? KB: Noch nicht. Ich schreibe daran. Voraussichtlich wird er im September erscheinen.

Interview mit der Lektorin Kerstin Kempf

Kunst_mixtvison1

Wir sind zu Besuch im Mixtvision Verlag und haben die Gelegenheit mit der Lektorin Kerstin Kempf über ihre Arbeit zu sprechen.

Bücherfresser: Im Januar erscheint bei mixtvision „Eins“ von Sarah Crossan. Das Buch hat ein sehr ungewöhnliches Thema. Wie ist kam es dazu? Kerstin Kempf:Die Autorin hat mir erzählt, dass sie durch Zufall eine Reportage über siamesische Zwillinge gesehen hat. Das hat sie total fasziniert. Dann hat sie angefangen zu recherchieren bei Ärzten, Krankenhäusern und Vereinen. Mit siamesischen Zwillingen selbst konnte sie nicht so oft sprechen, weil die meisten keine Aufmerksamkeit von der Öffentlichkeit wollen.

Tom Leveen – spontan und awesome

leveen-isar

Für Tom Leveen braucht es nur ein wenig Spontanität. Wir trafen ihn zum Interview in unserem Lieblingscafé am Wiener Platz, Stadtführung inclusive für den Autor aus Phoenix, Arizona, der mit seiner Frau zum ersten Mal Deutschland besuchte. Er ist aus Phoenix, Arizona, und mit seiner netten Frau in Deutschland auf Lesereise. In Amerika sind sieben seiner Bücher erschienen, in Deutschland leider nur zwei, Party und sein neuestes Buch Ich hätte es wissen müssen.

Torsten Nesch bei Mixtvision

nesch-bf

Wir flitzen durch den strömenden Regen die Leopoldstraße entlang. Hier irgendwo soll sich der kleine aber feine Mixtvision Verlag befinden. Das Haus ist eine große Baustelle. Da zehn Bücherfresser unmöglich in den Fahrstuhl passen, nehmen wir die verwinkelten Treppen bis in den dritten Stock. Regenschirme und Gummistiefel bleiben besser vor der Wohnungstür. Wir hatten nicht erwartet, dass sich dahinter so großzügige, moderne Räumlichkeiten eröffnen würden. Gleich im Eingang bleiben wir an der Präsentationswand für Bücher hängen.  Ein langer Tisch zieht durch die Eingangshalle. Ein interessanant gestalteter Raum für Kunst mit Kaktus. Die Büros wirken trotz der dunklen Abendstunde durch ihre Glaswände lichtdurchflutet.

Ein Prinz besucht den Buchpalast

prinz-paula-claire

In seinen Biographien deckt Alois Prinz ein großes Spektrum an Menschen ab. Er schreibt über Hermann Hesse, Hannah Arendt bis hin zu Ulrike Meinhof, sowohl über "gute" als auch über "böse" Menschen. Diese Menschen haben oft ähnliche Voraussetzungen im Leben, und kommen irgendwann an einen Punkt, an dem sie sich für eine Richtung entscheiden müssen. Dann wird es interessant für ihn, auch wenn er sich bei einigen Biographien erst zum Schreiben überwinden musste, wie etwa bei Jesus: Wie schreibt man über eine Figur, bei der jeder sofort ein Bild im Kopf hat?

Interview mit einer Fantasy Queen: Victoria Aveyard

frankfurt-15-aveyard

Auf der Frankfurter Buchmesse trafen wir die junge Autorin Vicotia Aveyard, deren erstes Buch "Die rote Königin" sehr gut gefallen hat. Es ist der Auftakt einer Fantasy Trilogie

Bücherfresser: Wann haben sie sich dazu entschieden, Schriftstellerin zu werden? Victoria Aveyard:
Schon als ich klein war. Ich schrieb mit meiner Freundin Kurzgeschichten. Und später, in der Highschool, folgten dann Drehbücher. Irgendwann fing ich dann aber an, mich an mein Buch („Die rote Königin“) zu setzen und war nach neun Monaten damit fertig!!!
BF: Welche Themen interessieren Sie? VA: ACTION.. wie Jurassic Park und große, beeindruckende Welten!
BF: Was sind ihre Inspirationen? VA: Harry Potter, Stephan Spielberg: Er kann so tolle Geschichten erzählen, die wichtig sind und zudem unterhalten. Denn letztlich ist ja auch mein Auftrag, meine Leser zu unterhalten.