Juni 2018: Aus dem Leben eines Buchbewohners

Faust lebt im Buchpalast. Faust lebt in München. Faust lebt 2018.

Vor drei Jahren begann Michael Weiser Goethes Faust Zeile um Zeile auswendig zu lernen. Heute bewohnt er das Buch wie kein anderer. Am 11. Juni wird er als Buchbewohner in den Buchpalast einziehen und hier bis zum 30. Juni spontan anzutreffen sein. An drei festen Spielabenden präsentiert er zusammen mit Anette Spieldiener unterschiedliche Aspekte seines Lebens mit, in und als Faust. Meditativ, rastlos, originell, München bezogen, identitätsstiftend und aktueller denn je. Alle Zuhörer sind jederzeit willkommen. Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. In diesem Zeitraum bitten wir Besucher auch um ihr liebstes Faustzitat. Wer zum krönenden Palastfest am 30. Juni drei Faustzitate dieser Besuchersammlung in Akt und Szene einzuordnen vermag, nimmt an der faustischen Preisverleihung teil.

1. Juli 2017, 12:00-14:00 Uhr. Literarischer Spaziergang durch Haidhausen mit Anette Spieldiener & Michael Weiser

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Von der Buchhaltestelle am Buchpalast führen Anette Spieldiener & Michael Weiser auf einen literarischen Spaziergang durch Haidhausen und präsentieren Könige, Künstler und Kauffrauen in literarischen Textcollagen.  Sie präsentieren ein bewegendes Stimmenkonzert in Raum und Zeit. Im Anschluss lädt der Buchpalast zu Gesprächsaustausch bei Getränk & Gebäck ein. Unter anderem werden an diesem Tag folgenden Ziele rund um den Buchpalast besichtigt:

21.September 2017, 19:30 Uhr: Verdammt starke Liebe – Homosexualität im Nationalsozialismus und darüber hinaus. Lutz van Djik stellt das Leben von Stefan K. vor – begleitet am Cello von Michael Weiss

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Lutz van Dijk: Verdammt starke Liebe, Quer Verlag, € 9,90

In "Verdammt starke Liebe" erzählt Lutz van Dijk die wahre Geschichte von Stefan K. und Willi G., einem polnischen Jugendlichen und einem wenig älteren jungen Wehrmachtsoldaten, die sich in Polen kennen und lieben lernten. Lutz van Dijk erzählt fesselnd von Heimlichkeiten, Begehrlichkeiten und Sehnsüchten, eben allem, was eine wunderbare Liebesgeschichte ausmacht. Sie entbrennt einfach, egal welche Hürden sie nehmen muss. Nach § 175 wurden homosexuelle Handlungen verfolgt und mit Zuchthaus oder auch Schlimmerem bestraft. Als Willi G. an die Front versetzt wird, endet ihre Beziehung zunächst. Ab dann gibt es kein Lebenszeichen. Schließlich schreibt Stefan an Willi einen Brief, der zum Verhängnis wird...
Stefan K. wird mit 17 Jahren nach  § 175  verurteilt und überlebt mehrere Straflager nur knapp. In seinem späteren Leben wird er über seine Homosexualität, das Erlebte schweigen, bis er sich, bei verschlechterndem Gesundheitszustand, Hilfe von Deutschland erhofft. Wiedergutmachung für erfahrenes Leid hat er nie erfahren. Er schreibt an Bundeskanzler Helmut Kohl und bittet um Geld für eine dringend erforderliche Operation... .
In "Endlich den Mut...." versammelt Lutz van Dijk Briefe von Stefan Kosinski seit dem Erscheinen von Verdammt starke Liebe 1991. Er brach sein Schweigen und reiste im Alter sogar nach Amerika, um vor jungen Menschen über das erfahrene Leid zu sprechen. Lutz van Dijk begleitete Stefan K. bis zu seinem Tod und machte ihm immer wieder Mut, zu erzählen. Er zeichnete seine bewegende Lebensgeschichte auf, der wir uns an diesem Abend in Briefen, Romanpassagen und und einem Filmdokument annähern wollen.

Michael Weiss wird diesen Abend am Cello begleiten.

Eintritt 5€. Um Anmeldung wird gebeten.

19. Oktober 2017, 19:00 Uhr: Luther lässt grüßen – Rudolf Herfurtner liest aus Magdalena Himmelstürmerin

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Rudolf Herfurtner: Magdalena Himmelsstürmerin, Gerstenberg Verlag € 12,95

1517 in Brandenburg: Magdalena lebt in Jüterborg. Sie kann weder schreiben noch lesen. Das Denken über die Welt erschließt sich für sie aus dem, was sie in der Kirche von der Kanzel hört. In Jüterborg predigt Johannes Tetzel. Er treibt das Geld für die Kirche durch den Ablasshandel ein. Als Magdalenas Vater bei einem Grubenunglück ums Leben kommt, schickt die Mutter sie zur Tante nach Wittenberg. Hier predigt und denkt man ganz anders. Magdalena kommt in Berührung mit den Studenten der jungen Universität, mit Luther und Melanchthon, und langsam formt sich in ihr ein neues Weltbild. Herfurtner versteht es historisch packend zu inszenieren und dabei Detailwissen der Lutherzeit zu vermitteln. Wir freuen uns, wenn an diesem Abend, kurz vor dem 500 Jahrestag des Anschlags der Thesen zu Wittenberg, Jugendliche wie erwachsene Zuhörer mit dem Autor über Luther und seine Zeit ins Gespräch kommen.

Eintritt€ 5.- Um Anmeldung wird gebeten.

11. November 2017, 15:00 Uhr: Jeder vergisst doch mal etwas. Bette Westera liest aus Omas Rumpelkammer

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Bette Westera: Omas Rumpelkammer, Susanna Rieder Verlag, August 2017 € 16.-

Wer kennt es nicht, da rumpelt mal was aus dem Hirn raus. Gedanken gehen verloren. Oder vergessen. Und in einem anderen Zusammenhang taucht das Verlorene dann wieder auf. Wie ein altes Puzzleteil. Jeder vergisst doch etwas, befindet Sophia. Sie liebt die Omatage, an denen sie mit ihr zusammen im alten Gästezimmer in Kartons nach Schätzen und Erinnerungen stöbern darf. Da finden sich Kartons mit Tassen ohne Henkel und Kartons mit Henkeln ohne Tassen, perfekt geeignet für das Museumsspiel und Geschichten aus alter Zeit. In Omas Rumpelkammer steht auch ihr Besuchsbett. Ganz durchgelegen und vertraut ist es, mit einer Kuhle in der Mitte. Wen stört es, wenn bei Oma an Weihnachten mal zwei Truthähne auf dem Küchentisch liegen. Oder mal keiner. Warum machen sich ihre Eltern solche Gedanken und glauben gar, dass Oma für Sophia bald nicht mehr sorgen kann? Literarisch meisterhaft spielt Bette Westera mit wenigen Requisiten und Räumen und erzeugt mit ihnen eindringliche, verständliche Bilder für das schleichende Nachlassen der Verstandeskraft. Aus dem Blickwinkel des Kindes heraus vermag die Autorin darüber hinaus, respektvoll die Stimme aller Beteiligten achtend, von der schwierigen Auseinandersetzung zwischen der Verantwortung der Eltern für Oma und Omas unbeugsamer Ignoranz zu erzählen. Eine großartige Generationengeschichte. Ein kleines Meisterwerk der Kinderliteratur.

11. November 2017, 18:00 Uhr: Palastschätze live – Bette Westera präsentiert vertonte Poesie aus Überall & Nirgends

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2016 wurde der einzigartig schöne Lyrikband "Überall & Nirgends" mit Texten von Bette Westera und Illustrationen von Sylvia Weve zu unserem Palastschatz des Jahres. Diese inspirierende wie berührende Sammlung von Gedichten bis zum Lebensende fasziniert durch die überaus abwechslungsreichen wie kunstvollen Blickwinkel, bei denen jeder Betrachter dieses Buches sogleich mindestens ein Lieblingsgedicht findet und das Bedürfnis verspürt, sich über das oft so gern umschiffte Thema auszutauschen. Freuen Sie sich auf einen besonderen Abend, an dem Gedichte aus diesem Buch vo Bette Westeraim niederländischen Original, gesungen zur Gitarre, und auf Deutsch vorgetragen werden. Und natürlich darf sich nach Herzenslust mit der Autorin, die niederländisch und  deutsch spricht, und den Verlegern Susanna und Johannes Rieder ausgetauscht werden.

Eintritt € 5.- Um Anmeldung wird gebeten

Zukunft Erde. Gespräch für Jung & Alt mit Harald Lesch und Klaus Kamphausen

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Wir werden unseren Kindern die Erde in einem denkbar kritischen Zustand hinterlassen: von Rohstoffen geplündert, seiner schützenden Hülle mehr und mehr beraubt, zugemüllt und halb verdurstend in klimatischer Extremsituation. Die Jugendlichen unseres Leseclubs interessierten sich vor allem für Wasser und Klima und diskutierten mit Harald Lesch und Klaus Kamphausen darüber, wie unsere Zukunft wird oder werden könnte. Hochsommerliche Temperaturen und ein bis auf den letzten Platz gefüllter Buchpalast sorgten für ein besonderes "transpiratives und inspiratives" Ambiente, wie Harlad Lesch diesen Abend im Gästebuch festhielt.

 

 

Bookuck 2017: Poesie beim Einkaufsbummel

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Kennen Sie ein Reim aus Kindertagen? Sie dürfen das Dichten auch selber wagen.“ Die Frage nach einem Lieblingsgedicht für unseren Poesie Parcours entfachte ungeahnte Resonanz. Kaum war das Schaufenster für bookuck dekoriert staunten wir nicht schlecht. Ob Groß, ob Klein, ein jeder trug ein Gedicht im Herzen, das uns dann gleich vom Tresen weg vorgetragen wurde. Unsere Palastgemächer füllten sich mit unzähligen Reimen, poetischen Sentenzen und Sprachspielereien. Die farbigen Kartons, auf denen man sein Gedicht für diese Aktion beisteuern durfte, fanden reißenden Absatz. Manche beschrieben ihn gleich im Laden, andere steckten ihn zu ihren Einkäufen und brachten ihn als kleines Kunstwerk zurück, mit Worten in Schönschrift und Bildern verziert. Im Moment der Übergabe wurde das Werk oft mit einer Geschichte umrahmt, die uns von der Verbindung des gewählten Gedichtes zum Schreiber erzählte. Neben Klassikern wie Ringelnatz und Morgenstern, Fried, Goethe, Brecht, Benn, Domin und Kaleko, Songtexten und kleinen Zweizeilern waren auch unzählige selbst gedichtete Verse dabei. Die fiktionale "Wäscheleine" der Gedichte wuchs zum „kilometerlangen Strang“.

Kunsträuber gefunden!

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Thé Tjong Khing: Kunst mit Torte, Moritz Verlag 2017 € 13,95

Ein Kunsträuber und Tortendieb trieb im Buchpalast sein Unwesen! 31 Kinder versuchten ihm in einem Rätselrennen auf die Spur kommen. Die Rätselralley führte in das Buch "Kunst mit Torte" von Thé Tjong-Khing. Im Buchpalast konnte man dazu auch sein Skizzen und Ideen zu diesem Buch in einer Ausstellung bestaunen. Am 24. Juni wurden beimTortenschmaus die Sieger des Rätselrennens gekürt. Wir verlosten drei sigierte Bücher mit einer kleinen Originalzeichnung von Thé Tjong-Khing und freuten uns über alle Hobbykriminologen!

Jonas Lüscher im Spiel mit Ironie: Kraft – eine Vakuumtheodizee

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Das Denken ist eine komplizierte Sache. Richard Kraft ist Rhetorikprofessor in Tübingen, geistesgegenwärtig, ein durch und durch Liberaler, obendrein ein Fuchs, der sich als Denker der individuellen Freiheit und Vielfalt versteht und einen sagenhaft aufmerksamen Beobachter abgibt. Gemeinsam mit dem Autor heften wir uns bespitzelnd an seinen Kopf und folgen ihm ins Silicon Valley, ins Turmzimmer der Standford Universität. Dort will er sich auf einen außergewöhnlichen Vortrag, einen Wettstreit zu einer Preisfrage, vorbereiten. Die Behauptung lautet: Warum alles, was ist, gut ist und wir es dennoch verbessern können.

Premierenlesung: Margret Greiner stellt das Leben der Künstlerin Charlotte Salomon vor.

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 "Am 17. April 2017 jährt sich ihr Geburtstag zum 100. Mal, ein Anlass für mich, diese besondere Künstlerin ins Licht zu stellen." Margret Greiner
Sie war im weitesten Sinne eine Autodidaktin. Ein Kindermädchen brachte sie zum Malen, die Kunsthochschule besuchte sie nur kurze Zeit. Als Jüdin verfolgt und ins Exil getrieben, zeichnete und schrieb sie vor ihrer Deportation über ihr Leben. Sie hinterließ einen Koffer mit 1325 Gouachen expressionistischen Stils, auf die Margret Greiner in ihrer Biografie immer wieder sehr engen Bezug nimmt und uns damit eine faszinierende Künstler-Persönlichkeit präsentiert. Katrin Rüger

Ausstellung Illustration: Ute Krause

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Vom 6. April bis zum 8. Mai werden im Buchpalast Illustrationen von Ute Krause zu bestaunen sein. Der pfiffige kleine Saurier Minus Drei hat die Herzen der Erstleser im Sturm erobert. Auf sieben Bände ist die Reihe angewachsen. Die drei Muskeltiere bieten Vorlesespannung für die ganze Familie. Hier ist gerade ein dritter Band erschienen. Da Text und Bild in einer Hand liegen, ist es für Ute Krause ein leichtes, die Geschichte mal im Text und mal in emotionsstarken Bildern zu erzählen. Liebevoll senkt sich der lange Hals von Brontosaurus Mama Drei herab, wenn sie ihrem Sohn einen stolzen Kuss auf die Stirn drückt. Sie kann aber auch ganz schön wütend werden. Schleifen legt Ute Krause Sauriern genauso selbstverständlich an, wie Minus Drei mit Steinzeitautos spielt. Diese Austellung wird von einer Lesereise durch die nahegelegenen Grundschulen flankiert, damit gerade die Erstleser so richtig auf den Geschmack kommen.

Gespräch am Runden Tisch: Serienfieber & Leseleidenschaft.

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Mit einem ersten Gespräch am "Runden Tisch" haben wir unsere neuen Räumlichkeiten eröffnet. An diesem Abend fragte Katrin Rüger: "Was steckt hinter dem Geheimnis von Buchserien und warum entfachen sie so große Leseleidenschaft?" Ob Fantasy, Futurefiction, Dystopien, Thriller- oder Zauberwelten: Buchserien  haben Suchtpotential. Sind sie hippe Pageturner oder bieten sie mehr als nur eine Reihe gleichförmiger Bücher im Regal? Was ist das Geheimnis dieser Begeisterung?

Ihre Gesprächspartner waren die Bücherfresser und begeisterten Leser Paul, 12 "Ich lese alles!", Anna, 15 "Bei Harry Potter gibt es 772 Chraktere", Moana, 15, "In meinem Blog Worte sind Wind könnt ihr über die neusten High-Fantasy Serien lesen" Den Blick auf die Autorenseite eröffnet uns Marion Hübinger.

Mehr zum Buch "Water love" von Marion Hübinger finden Sie hier....

27. September 2017, 19:30 Uhr: Zur blauen Stunde über Kunst, Lyrik und Musik mit Quint Buchholz & Dorothée Kreusch-Jacob

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Kostbar für alle ist der Moment, in dem die Nacht den Tag umfängt. Die blaue Stunde birgt so manchen Zauber und lässt den Menschen innehalten. Quint Buchholz und Dorothée Kreusch-Jacob werden an diesem Abend, der sich an Erwachsene richtet,  über ihre Kunst, Lyrik, Musik und die Bedeutung von Abendritualen ins Gespräch gehen, begleitet von Musik, Bildprojektionen und Texten aus ihrem neuen Buch „Sonne, Mond und Abendstern“.

Eintritt € 5.-. Um Anmeldung wird gebeten.

 

Foto Copyright: Frank Hanewacker
Quint Buchholz, 1957 in Stolberg geboren, studierte Kunstgeschichte, später Malerei und Grafik an der Kunstakademie in München. Heute lebt er mit seiner Familie in Ottobrunn. Seit 1979 arbeitet er als Maler und Illustrator, seit 1988 illustriert er Kinder- und Jugendbücher und veröffentlicht eigene Geschichten. Er gehört zu den renommiertesten deutschen Buchillustratoren.
 
Foto Copyright: Klaus-Reiner Blümel
Dorothée Kreusch-Jacob, in Ravensburg geboren, lebt als Konzertpianistin,  Musikpädagogin, Liedermacherin und Schriftstellerin in Ottobrunn.

Happy Birthday Quint Buchholz- Ausstellung im Buchpalast zum 60. Geburtstag

Seine Bilder sind Momentaufnahmen zur blauen Stunde, bei Vollmond, im Schnee, bei Regen oder unter Sternenhimmel. Sie sind Inseln der Ruhe, von Menschen und Tieren beseelt, wo Wasser und Luft zu tragenden Elementen werden. Sie bergen ein Geheimnis in sich und erzählen vom Erstaunlichen und vom Glück. Quint Buchholz ist ein Meister der Blautöne.
Das Glück erfasst den Betrachter, wenn er, einem Kinde gleich, sich der Geborgenheit anzuvertrauen vermag, die aus den Bildern spricht, eine schützende Nähe in entrückter, entschleunigender Zeit.
Einen geeigneteren Illustrator für ein Abendliederbuch kann es da gar nicht geben. Dorothée Kreusch-Jacob trug ihm eine Zusammenarbeit an, da auch die Musik in seinen Bildern klingt. Für das Abendliederbuch „Sonne, Mond und Abendstern“ arrangierte sie variantenreich altbekannte Lieder zu neu komponierten Stücken mit literarischen wie eigenen Texten, die von Clemens Brentano und Wolfgang Borchert über Mascha Kaleko bis Michael Ende reichen. Kreusch-Jacob wandert dabei in ihre eigene Kindheit zurück, in der Geräusche und Klänge das Dunkel ebenso bevölkerten wie Fantasie. Beiden gelingt es, den Zauber einzufangen, der zwischen Schlaf und Traum regiert. Will man in den Schlaf sinken, muss man zur Ruhe kommen und Vertrauen in die Nacht finden. Das gilt für Kinder wie für Erwachsene. Bilder, Texte und Musik lassen wohltuend innehalten und finden still und leise ihren Weg in die Herzen aller. Ein Buch zum Schauen, Singen, Lesen und Träumen, bis die Augen zufallen.

Ab dem 28. Juli 2017 zeigt der Buchpalast Drucke aus "Sonne, Mond und Abendstern", die auch käuflich zu erwerben sind.

Kleine Bildergalerie: Robert Ingpen

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Klassiker neu entdeckt: Im Januar 2017 zeigt der Buchpalast eine kleine Bildergalerie aus dem Werk des Illustrator Robert Ingpen

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Zwölf von Robert Ingpen illustrierte Klassiker sind im Knesebeck Verlag erschienen. Seine Illustrationen verleihen Texten wie dem Dschungelbuch (2013), Alice im Wunderland (2010) oder Peter Pan (2010) eine besondere Lebendigkeit und Glanz. Schauen Sie herein, lassen Sie sich verzaubern und nehmen Sie mal wieder einen Klassiker in die Hand. Diese besonders schön gestalteten Bände eignen sich zum Selberlesen oder Vorlesen für die ganze Familie.
Robert Ingpens Zeichnungen wurden mehrfach prämiert, u.a. erhielt er den renommierten Hans Christian-Andersen-Preis für Illustration.

 

Ein besonderer Weihnachtsgast: Rose Lagercrantz im Buchpalast

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Ihre wenigen Worte unterliegen einem besonderen Zauber. Jeder, der sie liest, und sei er noch so klein wie Dunne, möchte mehr von ihnen hören oder lesen. Sie berühren die Seele und rühren das Herz. Sie sagen alles und erzählen mit Ernsthaftigkeit von großen Gefühlen die Kinder bewegen. Ihre Dunne-Geschichten gehören zu den absoluten Lieblingsbüchern aller Erstleser. Jeder neue Dunne Band muss gelesen werden, selbst wenn man schon richtig gut lesen kann. Mit ihrem Weihnachtskind erzählt sie uns die allen bekannte Geschichte so aktuell und neu, als wäre sie erst gestern passiert. Dieses Buch eignet sich als Adventsbegleiter für die ganze Familie. An diesem Nachmittag wird Rose Lagercrantz zu Gast im Buchpalast sein. Ein Geschenk von ihr an uns, ein besonderer Besuch, den wir gerne mit Euch teilen möchten. Schaut vorbei und lernt eine großartige schwedischen Kinderbuchautorinnen kennen. Lasst euch eins eurer Dunne Bücher signieren und hört, was sie zu erzählen hat.

Neue Palastschätze vorgestellt!

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Empfehlungsabend Neuerscheinungen Belletristik und mehr

Treten Sie ein und lassen Sie sich überraschen, welche Schätze wir in diesem Jahr für Sie entdeckt haben. Friederike Wagner, Katrin Rüger und Marion Hübinger empfehlen zu einem Glas Wein & Spekulatius ihre persönlichen Lieblingsbücher. Buchtipps und Ideen zum Verschenken oder Selberlesen.  Hier können Sie das PDF unserer Empfehlungen downloaden.

Palastschätze live – Eva Ladipo „Die Wende“

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Als die Journalistin Eva Ladipo nach der Aufnahme ihres Debüts Wende  im Netz forschte, entdeckte sie es unter unseren Palastschätzen, denn wir waren begeistert von ihrem intelligenten Politthriller. Der Titel des Buches ist Programm. Er steht für die Energiewende, aber auch für die politische Wende in Deutschland. Rasant und brillant recherchiert wird zwischen Klimaschutz, Atomausstieg und deutsch-deutscher Geschichte ermittelt. Nun bekommt dieser Schatz ein Gesicht und eine Stimme. Freuen Sie sich auf eine spannende Palastschatzlesung.

Märchennachmittag für die ganze Familie

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„Wer Märchen lauscht und ihrer Bedeutung nachspürt, erfährt viel von der Welt, von den Menschen, von sich selbst.“
sagt die gelernte Märchenerzählerin Linde Knoch. Mit ihren Märchen  verzaubert sie kleine und große Zuhörer. Das haben wir im letzten Jahr erleben dürfen. Der großen Begeisterung halber veranstalten wir auch in diesem Jahr einen Märchennachmittag - mit neuen Märchen.

Frauenleben in Haidhausen 1870-1926

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Rosemarie Deeg-Stierhof: Die Riedel Bawett, Bayerland Verlag € 12,90

"Jetzt zähl i bis fünf und dann geh i nei!"

Anekdotenreich und mit viel wörtlicher Rede erzählt Rosemarie Deeg-Stierhof vom Leben ihrer Grossmutter Barbara Riedel. Liebevoll wurde sie von ihrer Familie die "Riedel Bawett" genannt. Schon als Kind packt das Mädchen mit an und verdient hier und da ein paar Groschen dazu. Nach der Schule lernt sie im Wäschegeschäft und als verheiratete Frau und Mutter ist sie unglaublich einfallsreich in ihrem unermüdlichen Tätigsein. Mal gründet und führt sie einen Obst- und Gemüseladen, dann vertreibt sie Sprungfedern, Rohrverbindungen oder auch Eier aus Ägypten. Während sie, frisch verheiratet, nur ein Zimmer mieten kann, schafft sie es später zur Hausbesitzerin in der Lothringer Straße in Haidhausen. Gibt es gerade keine Pächterin für das kleine Milchladl im Haus, so übernimmt sie es halt - und so ganz nebenbei hilft sie bei Geburt und Tod in der Nachbarschaft. Sehr originell, original und interessant über ein Leben im Franzosenviertel in vergangener Zeit.