brooks-iboy

nominiert für den Deutschen Jugendliteraturpreis Jugendbuch 2012

Foto: Kevin Brooks und die Bücherfresser in München. Zum Interview

Kevin Brooks, iboy, dtv Tb € 8,95

Tom Harvery ist ein ganz normaler Junge. Er wohnt zwar in einem der gefährlichsten Viertel von London bei seiner Oma die er nur Gram nennt, aber sonst ist alles so normal wie es nur sein kann. Doch eines Tages auf dem Weg von der Schule nach Hause passiert etwas, das sein Leben für immer verändern wird! Ein iPhone fällt aus dem 30. Stock auf seinen Kopf und zertrümmert seinen Schädel. Die Ärzte können zwar das meiste entfernen, doch winzig kleine Reste bleiben in seinem Gehirn. Und genau diese kleinen Stücke ermöglichen es ihm, von überall ins Internet zu kommen, ein Hacker zu sein, und über alles in der digitalen Welt Bescheid zu wissen.
Toms Jugendfreundin Lucy wurde von einer Gang aus dem Viertel vergewaltigt und Tom muss heraus finden wer das war!! Mit seinen neuen Superkräften mit denen er nicht nur über alles informiert ist sondern auch gewaltige Stromschläge erzeugen kann, macht sich Tom auf die Suche von Lucy´s Vergewaltigern und stößt dabei auch auf ein Geheimnis das mit seiner Vergangenheit zusammenhängt und ihn in tödliche Gefahr bringt!! Ich fand das Buch toll! Es erinnert zwar sehr stark an Eschbachs Blackout ist aber sehr viel brutaler!! Die Geschichte ist sehr spannend erzählt und ich fand es total interessant Toms Entwicklung und sein Denken zu verfolgen. Am Anfang ist er der ruhige, unauffällige, harmlose Junge, am Ende weiß er selber nicht mehr ob er einer der Guten oder der Bösen ist! Er versucht sich zwar immer einzureden er kämpfe für das Gute, doch seine Methoden werden immer radikaler. Bald nimmt er keine Rücksicht auf andere mehr oder auf sein Gewissen. Das Ende fand ich super! Es zeigt, dass das Ganze ihm nicht egal war wie es an manchen Stellen im Buch vermittelt wurde. Es zeigt seine verletzliche Seite. Das offene Ende fand ich gut. Es ist einfach keine Geschichte, die ein fröhliches Happy End haben kann!!! Flo, 15 Jahre