brnadis-dschungel

Katja Brandis, Hans Peter Ziemeck: Schatten des Dschungels, Beltz TB € 9,95

 
In diesem Buch spielt Cat die Hauptrolle. Sie ist eine leidenschaftliche Naturschützerin. Eines Tages geht ihr Lebenstraum in Erfüllung, als sie an einem Schutzprojekt der Tiere im Regenwald von Guyana teilnehmen darf. Bei dem Projekt ist auch Falk dabei, Cats Liebe. In den Regenwäldern Guyanas erwartet sie eins der letzten unberührten Lebensräume der Erde. Doch große Konzerne planen seine Abholzung. Erst findet Cat Gefallen an der Expedition, aber bald bemerkt sie, dass Falk nicht der Tiere halber im Regenwald ist. Er will einen selbstentwickelten Virus aussetzen, der die Holzfäller vom Regenwald fernhalten soll. Plötzlich steht Cat vor der wichtigsten Frage ihres Lebens: Wie soll sie mit der Angelegenheit umgehen? Ich finde es eine sehr spannende und emotionale Geschichte, wo man sich während des Lesens fragt: Was würde man selbst an Cats Stelle tun? Ferdinand, 12 Jahre
München 2025: Wieder lässt der Öko Thriller des Duos Brandis/Ziemeck an Spannung nicht zu wünschen übrig. Eine Gruppe junger Umweltschützer macht sich auf in den Dschungel Guyanas, im Gepäck eine Waffe, mit der sie ihren Forderungen, den Regenwald zu achten und zu schützen, den Menschen aus den letzten unberührten  Flecken der Erde fernzuhalten, Nachdruck verleihen wollen. Katharina (Cat), 16, gerät über ihre Freundschaft und ihr blindes Vertrauen zu Falk mit in das Team. Als sie erkennt, dass sie es mit einer Gruppe „Ökoterroristen“ zu tun hat, ist es eigentlich schon zu spät. Doch damit allein wäre der Thriller zu einfach gestrickt. Die allerletzte Wahrheit ist noch anders als gedacht.  Über allem schweben mächtige Pharmakonzerne, denn Geld regiert nach wie vor und vermutlich auch bis zu ihrem bitteren Ende die Welt.... Dieser Thriller bietet viele gut entwickelten, plausiblen, stillen Ansätze in der sich in den nächsten 10 Jahren entwickelnden Chip-Technologie und  einen runden Plott, der allerdings einige lustige realitätsfernen Ecken und Kanten aufweist. Zu oft bemüht Brandis die Begründung der Besuch eines Münchner Waldkindergarten könnte Cat helfen, sich 10 Tage allein durch den Dschungel zu schlagen. Wahrscheinlich hat sie nicht nur bei Rüdiger Nehberg sondern auch bei Jodie Foster geübt, denn der souveräne und trickreiche Umgang mit Verfolgern am Flughafen in Caracas ist erstaunlich wie actionreich. Nichts desto trotz  findet die Leserin sich bei einem solchen Thriller-Szenario unterm Strich besser unterhalten und informiert, als bei dem weit verbreiteten und immer wieder gern genommenen Agentenquatsch. Das Cover im übrigen, verlockt einladend. Über die Fauna und Flora des Regenwaldes, die geballten Sinneseindrücke von Licht, Geräuschen und Gerüchen, hätte die Leserin gern noch intensiver erfahren. Katrin Rüger

Mehr zu Katja Brandis findet ihr hier....