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Oyvind Torseter: Der siebente Bruder oder das Herz im Marmeladenglas, Gerstenberg 2017 € 26.-

Wie fühlt man sich, wenn man als Jüngster mit seinem Vater allein gelassen wird? Das frage ich mich auch! So geht es dem Jungen, der von seinen sechs Brüdern allein gelassen wird. Sie ziehen in die Welt, versprechen dem Jüngsten aber, ihm auch eine Prinzessin mitzubringen. Als seine Brüder jedoch nicht kommen, macht er sich auf den Weg, sie zu suchen. Mit seinem Pferd erlebt er eine aufregende Reise zu dem verzauberten Schloss, wo seine Brüder von einem Troll gefangen gehalten werden. Gefahren nimmt er gecchillt entgegen. Zum Glück gibt es noch eine Prinzessin, die dem Jüngsten in Schloss mit vielen Tricks hilft, sie zu befreien. Und am Ende....uups, ich verrate nichts. Lest es einfach selber. Super illustriert und empfehlenswert zum Vorlesen, eingekuschelt in eine Decke. Hannah, 13 Jahre

Inspiriert von einem norwegischen Volksmärchen schickt Torseter seinen drahtigen, unerschrockenen Helden Hans (Reisetornister, Houdie, Muminsnase) auf einem unmotivierten wie ängstlichen aber stattlichen Gaul, auf die Suche nach seinen sechs Brüdern. Im Innern eines Berges trifft er nicht nur auf eine Prinzessin mit strähnigem Haar und üppigem Vorbau sondern auch auf den Schrecken einflößenden Troll, dessen Herz es zu finden und zu besiegen gilt. In abenteuerlichem Strichkunst-Mix zwischen Bilderbuch und graphic Novel ist dieses Buch Lesefest und Augenweide und vermag auch Leseunwillige zu begeistern. Katrin Rüger